Das Hexenbuch von Salem

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Das Hexenbuch von Salem

Judith Schwaab (Übersetzer). Goldmann Verlag 2011, Taschenbuch, 512 Seiten, € 0,39

Rezension von: Sara Bosian | Rezensionsdatum:

– Das Hexenbuch von Salem

Inhalt:
Connie Goodwin ist gerade mit dem Studium fertig und sucht nach einem Thema für ihre Dissertation. Zusätzlich soll sie das seit einigen Jahren leerstehende Haus ihrer verstorbenen Großmutter auf Vordermann bringen, damit dieses verkauft werden kann. Beim Aufräumen findet sie in einer Bibel einen Schlüssel, in dem sich ein Zettel mit dem Namen „Deliverance Dane“ befindet. Damit beginnt ein spannendes Abenteuer.

Die Suche beginnt:
Schnell findet Connie heraus, dass der Name etwas mit dem Hexenwahn von Salem zu tun hat und begibt sich auf die Suche nach einem originalen und in seiner Art wohl einzigartigen Hexenbuch. Dabei trifft sie auf Sam, einen Restaurator, der Feuer und Flamme für die Suche ist und seine Hilfe anbietet. Schnell entsteht eine Freundschaft und etwas darüber hinaus. Gemeinsam verfolgen sie Spuren und kommen ihrem Ziel immer näher, doch unterdessen geschehen mehr und mehr Dinge, die sich nicht erklären lassen, bis es zu einem Unfall kommt.

Die parallele Geschichte:
Neben der Geschichte von Connie aus dem Jahre 1991, wird ebenfalls die Geschichte von Deliverance Dane aus dem siebzehnten Jahrhundert erzählt. Sie lebt zur Zeit des Hexenwahns in Salem und gerät bald in die Fänge der Hexenprozesse. Auch erfährt man viel aus dem Leben ihrer Tochter, sowie einiges aus dem Leben der Enkeltochter.
Delivarence Dane ist eine Heilerin, die in ihrem Ort versucht, den Menschen zu helfen. Als sie eines nachts zum Haus von Peter Pedford gerufen wird, um dessen Tochter zu heilen, beginnt das Unheil. Die Tochter stirbt trotz aller Bemühungen und Peter, in seiner Trauer überwältigt, beschuldigt Deliverance des Mordes an seinem Kind durch dunkle Magie. Es gelingt ihr nicht, den neuen Ruf abzuwenden. So ist es auch nicht verwunderlich, dass nach Ausbruch des Hexenwahns zwei Männer vor ihrer Tür stehen, um sie zu verhaften. Sie wird der Hexerei bezichtigt und beginnt einen Kampf gegen den religiösen Wahn der Menschen, der ausweglos scheint.

Einfluss von Katherine Howe:
Faszinierend ist, dass die Geschichte des Buches auf wahren Begebenheiten basiert. Viele der Figuren haben wirklich existiert und einige wurden tatsächlich als Hexe in Salem verurteilt. Noch faszinierender ist, dass die Geschichte von Connie Goodwin Parallelen zum Leben der Autoren besitzt. Katherine Howe besitzt selbst Vorfahren, die in dem Hexenwahn involviert waren, somit entstand überhaupt erst die Idee für den Roman. Der Roman ist demnach eine Mischung aus Fiktion, Realität und Selbsthistorie.

Fazit:
Das Buch ist sehr ansprechend und plastisch geschrieben. Man kann sich gut in die Figuren hineinversetzten und sieht die Umgebung stets vor Augen. Etwas schade ist, dass die Geschichte nur sehr schleppend vorangeht. Im Hauptteil des Buches trabt die Handlung fast auf der Stelle und rast dafür am Ende. Es ist schade, dass sich die Spannung nicht mehr verteilt. Dennoch ist vor allem der Schluss überraschend, spannend und fesselnd. Besonders berührend ist die eingefädelte Geschichte der Vergangenheit. Man bekommt ein gutes Gefühl für das schwierige Leben, dass damals geführt wurde, ebenso für das religiös geprägte Denken der Menschen, was einem als Leser oftmals in den Wahnsinn treibt, da es für uns heute so unvorstellbar ist.

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