Das Leitwolf-Spiel

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Das Leitwolf-Spiel

Mirko Tomasini. Verlag Eugen Ulmer 2014, Broschiert, 95 Seiten, € 12,70

Rezension von: Ragan Tanger | Rezensionsdatum:

Mirko Tomasini: Das Leitwolf-Spiel: Natürlich spielen mit Hunden

Spielen ohne Spielzeug

Hundetrainer gibt es mittlerweile nicht nur vor der Haustür, sondern auch in den Medien ziemlich viele. Ob in Fernsehen, Buch oder Zeitschrift: auch der richtige Umgang mit den Haustieren will gelernt und verstanden werden. Und da Menschen heutzutage ja gewohnt sind, dass jemand anders für ihre Belange die Verantwortung übernimmt, gibt es auch in diesem Bereich einen reichhaltigen Schatz. Wobei nicht jeder Schatz auch glänzt. Wie ein Diamant funkelt hingegen das Leitwolf-Prinzip von Mirko Tomasini in all den Massen heraus. Ein nicht nur methodisch hervorragender Begleiter, sondern auch eine authentische und liebenswürdige Quelle der Inspiration. Hier wird Verantwortung nicht übertragen, sondern selbstständig integriert. Ein lohnens- und lobenswerter Ansatz.

Das Leitwolf-Spiel ist das zweite Werk des Autors im -Verlag. Bereits mit dem Leitwolf-Training überzeugte der Seminarleiter und Hundecoach mit einer gänzlich unaufgeregten, natürlichen und empathischen Herangehensweise. Keine Regeln, keine Dogmen, dafür viele Hinweise, die eigene Wahrnehmung zu schulen; sich ganz auf den Körper des Menschen und des vierbeinigen Freundes verlassen und darauf eingehen. Dies wird in diesem Werk prima fortgeführt, mit besonderer Betonung auf das Spielen.

Und was das für naheliegende Beispiele sind, die im Buch vorgestellt werden, kann jeder nicht nur auf den Seiten und den vielen großartigen Fotos nachempfinden, sondern auch im eigenen Erleben zu Hause. Spiele erkennen, gestalten, theoretisch wie praktisch, sind ebenso Teil des Buches wie Konflikte, Grenzen und Aggressionen. Den Ausdruck der will doch nur spielen haben alle schon mal gehört. Er ist mittlerweile sogar ein running gag in vielen Lebenssituationen. Aber ob der Hund wirklich spielen will oder nicht, kann man erst sagen, wenn man dieses Buch gelesen hat oder aber wie der Autor eine animalisch-empathische Blickweise einnehmen kann.

Das Tolle an dem Buch sind nicht nur die vielen Fotoserien, die die einzelnen Spielformen, Ausdrucksweisen und Signale offensichtlich erscheinen lassen, sondern der stetige Verweis, dass das Spiel zwischen! den Partnern stattfindet und das Spielzeug nicht das Spiel ist. Ein einfacher Satz, der nur deshalb eine so überragende Bedeutung bekommt, weil er so eindrucksvoll mit Wort und Bild untermauert wird. Wie die Trainertipps und die Praxisbeispiele immer wieder den Text auflockern, ohne dabei das Layout zu überfrachten: das passt schon sehr gut. Schöne Farben, klare Worte und gute Übersicht – neben der fachlichen Kompetenz überzeugt dieses Buch eben auch mit einem ausgeklügelten Artwork.

Fazit:

Für Hundefreunde und solche die es werden wollen; für Hundehasser und Hundekenner; kurz: für Menschen, die einen Bezug zu den Kaniden haben. Hier wird man sanft, klar und eindringlich darauf hingewiesen, wie natürliche Kommunikation aussieht und wie man diese ins Spiel einbringen kann. Ein großer Schatz an Übungen und Hilfestellungen, auf das ein jeder verantwortlich mit sich selbst und seinem Freund umgehen kann. Sehr zu empfehlen!

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