Das Mädchen aus Monaco

Autorenwertung
  • Humor
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  • Sinnlichkeit
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  • Charaktere
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  • Anspruch
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  • Gesamt
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Das Mädchen aus Monaco

Fabrice Luchini (Hauptdarsteller). Ascot Elite Home Entertainment 2009, DVD, € 0,01

Rezension von: istillreadbooks | Rezensionsdatum:

Das Mädchen aus Monaco

Inhalt
Bertrand Beauvois ist ein ernsthafter und rational denkender Staranwalt aus Paris. Er übernimmt jeden noch so kniffligen Fall, mag die Beweislage auch erdrückend sein. So übernimmt er auch im vollem Bewusstsein der Schuld seiner Mandantin, die Verteidigung einer Frau, die ihren russischen Liebhaber mit 17 Messerstichen getötet hat. Die Frau scheint sich schon mit ihrem Schicksal abgefunden zu haben, denn zunächst begegnet sie Beauvois sehr reserviert, und behauptet, dass eine Frau wie sie keinen Anwalt benötige. Doch die Verteidigung der alten Lady ist nicht das Einzige, was Beauvois Kopfzerbrechen bereitet, während er sich in Monaco, dem Wohnsitz seiner Mandantin, auf den Fall vorbereitet.

In Monaco bekommt Beauvois zu seiner eigenen Verblüffung einen Bodyguard zur Verfügung gestellt, wovon der bekannte und angesehene Anwalt zunächst nur wenig begeistert ist – zumal sich der Bodyguard zu keiner Zeit mehr als 6 Meter von Beauvois entfernen darf. In Monaco lernt Beauvois dann aber auch die äußerst attraktive Audrey kennen, die Beauvois binnen kürzester Zeit um den Finger wickelt. Beauvois lässt sich auf eine Affäre mit der jungen Frau ein, und schon bald ist es um seine einst gefürchtete Souveränität und seine brillante Rhetorik im Gerichtssaal nicht mehr gut bestellt…

Ein turbulenter Sommerfilm voller Sinnlichkeit, Situationskomik und Humor, der zum Ende hin eine ungeahnte Tragik entwickelt
In gewisser Weise ist „Das Mädchen aus Monaco“ eine dieser klassischen „Sommerkomödien“, wie sie so leicht und herzerfrischend nur die Franzosen auf die Leinwand bringen können. Während im Jahr 2008 die Komödie Film „Willkommen bei den Sch’tis“ einen grandiosen Erfolg beim sehr kinoaffinen französischen Publikum verbuchen konnte, avancierte nun in diesem Jahr „Das Mädchen aus Monaco“ zum Sommer-Publikumshit in Frankreich. Der Film selbst erzählt eine relativ klassische Geschichte – ein bereits etwas älterer Mann verliebt sich in eine hinreißend schöne junge Frau, die beiden lassen sich auf eine Affäre ein, und die neue Beziehung sorgt dafür, dass der „Mann in den besten Jahren“, in diesem Fall der Anwalt Bertrand Beauvois (gespielt von ) sich nicht nur jünger fühlt, sondern darüber hinaus im sprichwörtlichen Sinne auch seinen Kopf verliert und einiges riskiert, um das Gefühl der Verliebtheit auszukosten.

Auch wenn der Film selbst sich darum bemüht, als klassische Komödie durchzugehen, die mit den komischen Aspekten der Liebe kokettiert, hat die Regisseurin nicht darauf verzichtet, zum Ende des Films einige tragische Momente in den Handlungsverlauf einzuflechten, die bis zu einem gewissen Punkt sogar als „Moral von der Geschichte“ gedeutet werden können. Die beeindruckende Kulisse und die leichten, sehr spritzigen, teils ins Groteske bis Skurrile abdriftenden Dialoge erzeugen jedoch eine Atmosphäre, die den Film zu jeder Zeit zu einem kurzweiligen und amüsanten Vergnügen macht und darüber hinaus eine ungemeine Lust auf laue Sommerabende erzeugt.

Fazit
„Das Mädchen aus Monaco“ war in den deutschen Kinos leider nur mäßig erfolgreich – umso mehr bleibt zu hoffen, dass diesem schönen und ungemein leichten französischen Film nun doch noch ein Erfolg auf DVD beschieden sein wird. Zwar hat der Film trotz der Etikettierung als „Arthouse-Film“ keinen übermäßig hohen Anspruch, und es wird vom Zuschauer keine gezielte Reflexion des Geschehens gefordert und erwartet, aber dies ist ja auch nicht immer der Indikator für einen guten Film. Wer in der kalten Jahreszeit noch einmal eine leichte, sorglose Stimmung erzeugen will und dabei noch köstlich amüsiert werden möchte, sollte sich „Das Mädchen aus Monaco“ ansehen. Jedoch kann der Film natürlich auch zu jeder anderen Jahreszeit gesehen werden und dabei einfach als humorvolle und sinnliche Hommage an den Sommer betrachtet werden.

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