Das Mädchen, das die Seiten umblättert

Autorenwertung
  • Spannung
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  • Zwischenmenschliches
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  • Psycho
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  • Gesamt
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Rezension von: Rezension.org | Rezensionsdatum:

Das Mädchen, das die Seiten umblättert

Inhalt
Mélanie ist 10 Jahre alt und Klavier spielen bedeutet ihr alles. Sie möchte damit aus den bescheidenen Verhältnissen in denen sie groß geworden ist ausbrechen und möchte für sich eine hellere Zukunft aufbauen. Aber ihr Traum zerbricht von einer Minute auf die andere. Ariane Fouchécourts, eine bekannte Pianistin, bringt sie total aus dem Konzept als sie ein Vorspiel hat. Ariane hat den Juryvorsitz übernommen und benimmt sich äußerst taktlos. Mélanie hat dies so tief getroffen, dass sie noch am selben Tag beschließt nie wieder Klavier zu spielen.

Erneute Begegnung nach 10 Jahren
Zehn Jahre später treffen die beiden erneut aufeinander. Ariane erkennt Mélanie nicht wieder. Sie hat eine Stelle als Aushilfs- und Kindermädchen bei den Fouchécourts angenommen. Mittlerweile ist Ariane zerbrochen an dem Erfolsdruck der jahrelang auf ihr gelastet hat. Ihr Leben wird von Ängsten bestimmt. Sie bemerkt wie fantastisch Mélanie Noten lesen kann und macht sie zu ihrer neuen Umblätterin. Die ersten Erfolgserlebnisse stellen sich wieder ein. Doch diese schreibt Ariane nicht sich sondern der Freundschaft mit Mélanie zu.  Immer tiefer steigert sie sich in eine Abhängigkeit dieser gegenüber hinein. Mélanie hingegen hat nur eines im Sinn, sie will sich rächen.

Fazit
Die Einstellungen des Films sind allesamt sehr erlesen und schön anzusehen. Der Film ist sehr spannend. Déborah Francois hatte vor diesem Werk erst einen Film gedreht. Ihre Darstellung hat wesentlich dazu beigetragen, dass der Film in Cannes die Goldene Palme erhielt. Das sie noch wenig Erfahrung hat ist ihr zu keinem Zeitpunkt anzumerken. Ihre Performance der Rache-Lolita spielt sie briliant. Noch lange wirkt die von ihr an den Tag gelegte eiskalte Intensität nach. ist eine der ganz großen Stars des französischen Kinos. Sie mimt die von Ängsten geplagte Pianistin hervorragend, die ihre ganzen Hoffnungen in ihere Umblätterin steckt. Das Werk ist ein gut inszenierter und super spannender Psycho-Thriller.

Statt mit krachenden Effekten überzeugt der Film mit seinen erlesenen Einstellungen und den grandiosen Schauspielern. Der Regisseur siedelt seine Rachegeschichte im muikalischen Umfeld an. Seine Mutter ist selbst Klavierlehrerin. So konnte er so manches scheitern von musikalischen Ambitionen am hautnah miterleben. Nicht nur die Musikalität liegt ihm im Blut sondern hat auch selber eine große Karriere in diesem Bereich hinter sich. Er war Solo Bratschist von 1988 bis 1993 im Orchestre Symphonique Francais.

Unter anderem trat er auch in der New Yorker Carnegie Hall auf. Seit 1993 hat Bratsche am Conservatore National in Strassbourg einen Lehrauftrag.

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