Das Rätsel

Autorenwertung
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  • Lesbarkeit
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  • Gesamt
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Das Rätsel

Anke Kreutzer (Übersetzer). Knaur TB 2008, Taschenbuch, 688 Seiten, € 5,49

Rezension von: Kokoro | Rezensionsdatum:

Das Rätsel von

Inhalt

Jeffrey Clayton ist Psychologieprofessor mit dem Spezialgebiet Serienmörder. Eines Tages wird er von dem Polizeiagenten Martin beauftragt, bei einem Mord in einem besonderen Gebiet, das für seine Sicherheit bekannt ist, mitzuhelfen, da der Agent den Verdacht hat, es könne sich bei dem Mörder um den Vater Jeffreys handeln, den er seit Jahrzehnten verfolgt. Jeffrey lehnt zunächst ab, merkt bei der Durchsicht der Unterlagen, die ihm der Agent überlässt, jedoch, dass es sich wahrscheinlich wirklich um seinen Vater, von dem vermutet wird, dass er tot ist, handelt.

Der Agent und er machen sich daher auf in das Spezialgebiet, wo Clayton an dem Fall arbeiten soll. Aber irgendetwas an dem Verhalten des Agenten macht ihn stutzig.

Parallel erfährt der Leser von Claytons Schwester Susan, die in Florida die krebskranke Mutter pflegt. Ihr Beruf ist es, Rätsel zu entwerfen, die in einer Zeitung abgedruckt werden. Häufig erhält sie auch von Lesern umgekehrt Rätsel, aber eines Tages erhält sie eines, das ihr unheimlich ist, sowohl hinsichtlich der Tatsache, wie es zu ihr gelangt ist als auch bzgl. des Inhaltes. Sie löst das Rätsel und veröffentlicht ihrerseits eines, um den Urheber aus der Reserve zu locken, aber mit jedem neuen Rätsel fühlt sie sich immer bedrohter.

Clayton ist mehr und mehr davon überzeugt, dass in der Tat sein Vater nicht tot ist und hinter mehreren neuen Morden steckt. Schließlich überwindet er sich und bittet seine Schwester und Mutter um Hilfe. Da wird plötzlich Agent Martin brutal ermordet, seine Leiche wird mit einer Nachricht an die drei so deponiert, dass spätestens jetzt allen klar ist, mit welchem Monster sie es zu tun haben. Aber wie hat der Vater es geschafft, in das total überwachte, einreisekontrollierte Sperrgebiet zu kommen? Wer hilft ihm bei seinen Taten?

Hintergrundinformation

Auch wenn es nicht explizit erklärt wird und auf dem hinteren Cover bewußt unklar gehalten wird, spielt der Roman in der Zukunft – einer Zukunft, die offenbar so von Gewalt beeinflusst ist, dass alle Menschen mindestens eine Schusswaffe tragen und es ein neues Territorium (den 51. Bundesstaat, New Washington) gibt, in dem Sicherheit herrscht und in dem die Bewohner einen Teil ihrer Grundrechte aufgeben, sich beschatten lassen, um im Gegenzug dafür Sicherheit zu erhalten. Auch die Tatsache, dass Agent Martin für die „Staatssicherheit“ arbeitet, ein Begriff, den es in den heutigen USA so nicht gibt und stark an Nazi-Deutschland erinnert, gibt einen Hinweis darauf, dass der Roman in der Zukunft spielt.

All dies wird dem Leser erst nach und nach klar, wenn zum wiederholten Mal davon die Rede ist, dass die oder die Person mit einer Waffe einkaufen geht, Professoren an der Universität hinter gepanzerten Pulten unterrichten und keine schlechten Noten vergeben, um nicht von unzufriedenen Studenten erschossen zu werden und ähnliches.

Anders als bei vielen Zukunftsromanen ist die Technologie ansonsten jedoch nicht weiter entwickelt, die Natur scheint so zu sein, wie man sie aus der Gegenwart kennt und auch die Arbeitsweise der verschiedenen Berufe hat sich nicht verändert. Allerdings ist beispielsweise das FBI-Trainingscenter in Quantico mittlerweile geschlossen.

Fazit

Trotz der fast 700 Seiten liest sich der Roman sehr flüssig, es kommt keine Langeweile auf, auch wenn der Leser immer wieder über die Aussagen der Gewalt stolpert, da der Roman auf den ersten Blick „ganz normal“ in den USA spielt. Die eingebauten Rätsel lockern den Roman auf und die Lösung, wie der Vater es geschafft hat, sich in das Sperrgebiet einzuschleichen, ist wirklich ein interessanter Schachzug des Autors. Lesenswert!

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