Das Spielmannslied

Autorenwertung
  • Spannung
    ein Buchein Buchein Buchein Buchhalbes Buch
  • Lesbarkeit
    ein Buchein Buchein Buchein Buchein Buch
  • Humor
    ein Buchein Buchein Buchein Buchein Buch
  • Originalität
    ein Buchein Buchein Buchein Buchein Buch
  • Charaktere
    ein Buchein Buchein Buchein Buchein Buch
  • Geschichte
    ein Buchein Buchein Buchein Buchhalbes Buch
  • Gesamt
    5 Sterne5 Sterne5 Sterne5 Sterne5 Sterne

Das Spielmannslied

Susanne Pavlovic. Books on Demand 2009, Taschenbuch, 248 Seiten, € 4,05

Rezension von: Jana | Rezensionsdatum:

Inhalt

Der junge Spielmann Wolfram von Kürenberg stolpert gerade unfreiwillig in die berufliche Selbstständigkeit, als er nach seinem katastrophalen Auftritt die Küchenmagd Krona Jarkur kennen lernt, die heimlich eine steile Karriere als Kriegerin vorbereitet. Und weil Krona die Küche und Wolframs Lehrmeister seinen Schüler gehörig satt hat, entscheiden der zukünftige Geschichtenerzähler und die zukünftige Heldin sich kurzerhand dafür, auf eigene Faust allerlei Heldentaten und Balladenstoff zu produzieren.

Auf dem Schiff, das Wolfram und Krona den , bösen Zauberern und mächtigen Unterdrückern entgegen bringen soll, treffen sie auf Sindri von Winterfeld, einen selbstverliebten Adligen mit Elfenqualitäten, der auf der Suche nach seinem glanzvollen Schicksal und der Frau in seinen Träumen ist. Krona und Wolfram fühlen sich von seiner Beschreibung einer bedrohten Jungfrau angesprochen, die Finanzierung dieser Queste gestaltet sich jedoch als zunehmend schwierig und so wird schon bald entschieden, die Reise als Schutzpersonal eines zwergischen Handelszuges fortzusetzen.

Doch Sindris wegweisende Träume bekommen schon bald einen bitteren Nachgeschmack und als Sabotage den Handelszug aufzuhalten droht und den Erfolg der Queste gefährdet, wird schnell klar, dass die drei Nachwuchshelden es mit mehr als einem feuerspuckenden Märchendrachen zu tun haben.

 

Bewertung

zeigt mit neuen, unverbrauchten Ideen und einer ebenso stilsicheren wie lockeren Sprache, dass es noch Überraschungen im Bereich und Literatur in Jugendbuchregalen geben kann. Mit einer ungewöhnlichen Geschichte, die Selbstironie mit Heldentum und einer Prise verbindet, zieht sie den Leser bereits nach wenigen Seiten in ihren Bann. Dabei verbindet die Autorin die Rahmenhandlung als Gegenwart, in der Wolfram seine Geschichte vorträgt, geschickt und geistreich mit der abenteuerlichen Erzählung und macht den Leser zum Zuhörer Wolframs Spielmannslieds.

Pavlovic bevölkert ihr Erstlingswerk mit erfrischend normale und bezaubernd einzigartige Figuren, versieht ihre Hauptcharaktere spielerisch mit einer erstaunlichen Tiefe und skizziert die Nebenfiguren mit wenigen Worten so bezeichnend, dass man sie nicht mehr vergisst. Das Land Abrantes ist mit außerordentlichem Fachwissen einer magischen Version des europäischen Mittelalters nachempfunden und bildet eine authentische und spannende Bühne für die charmant erzählten Abenteuer der drei Protagonisten. 

 

Fazit

Dies ist ein Buch, das man lieber weglegen sollte, wenn man auf Reisen ist, damit man seinen Zug nicht verpasst. Die originellen Einfälle, witzigen Anspielungen auf bekannte Literatur und die leichte Lesbarkeit machen „Das Spielmannslied“ für alte und junge Freunde von Fantasy- und Abenteuerromanen zu einer wahren Bereicherung und beweisen eindrucksvoll, dass dieses Genre noch so einige Überraschungen bereitzuhalten hat.

Ein außerordentliches Erstlingswerk, das Lust auf mehr macht und auf eine baldige Fortsetzung hoffen lässt.

Wie bewerten Sie dieses Produkt?

Ihre Bewertung
1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne
Loading...

Schreiben Sie einen Kommentar