Das Vogelmädchen und der Mann, der der Sonne folgte

Autorenwertung
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  • Gesamt
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Rezension von: gerdahutt | Rezensionsdatum:

Das Vogelmädchen und der Mann, der der Sonne folgte

Zwei Einzelgänger

Inhalt
Zwei Personen, wie der Titel besagt, drücken diesem Roman den Stempel auf. Dieser führt uns in ein Land des Schnees, der Kälte, nach Alaska. Beide Personen leben in der Gemeinschaft ihres Stammes, beide Gwichin, und möchten sich deren Traditionen und Bräuchen nicht unterordnen. Das Mädchen, auch Vogelmädchen genannt, weil sie soviele Vogelstimmen nachahmen kann, wächst wie ein Junge auf, lernt Jagen und Laufen. Als der Stamm ihre Eltern auffodert, sie mögen die Tochter verheiraten, läuft diese davon. Und dies obwohl man ihr immer wieder beigebracht hat, daß sie in diesem Land der Kälte nicht allein, sondern nur in der Gemeinschaft überleben kann.

Der Junge, Daagoo mit Namen, träumt schon in jungen Jahren davon, das Land der Sonne zu finden, von dem man ihm erzählt hat. Bei jeder Gelegenheit geht er auf Erkundungstour, was seine Eltern tolerieren, bis sie vom Häuptling aufgefodert werden, Daagoo im Jagen zu unterrichten. Daagoo gehorcht, aber seinen Traum gibt er nicht auf. Bei einem Jagdzug werden sein Vater, seine Brüder und alle Männer des Stammes ermordet. Daagoo kümmert sich um die zurückgebliebenen Frauen und Kinder und die Alten. Sein Traum, das Land der Sonne zu finden, scheint in weiter Ferne zu liegen. Bald schließen sie sich einem befreundeten Stamm an. Daagoo beschließt, sich auf die Suche nach dem Land der Sonne zu machen.

Krasse Lebensunterschiede
Beide Hauptfiguren erfahren eine unterschiedliche Geschichte. Während Daagoo auf seiner Suche Frau und Kinder und ein glückliches Leben im Land der Sonne erfährt, fällt Vogelmädchen in Gefangenschaft. Ein feindlicher Stamm hält sie mehr als zehn Jahre fest und schikaniert sie, wo immer es geht. Daagoo verliert nach vielen Jahren Frau und Kinder und beschließt, wieder zu seinem Stamm zurückzukehren, was ihm nach einigen Irrungen und Wirrungen auch gelingt. Vogelmädchen und Daagoo haben sich als Kinder einmal getroffen und jetzt wieder. Sie leben am Ende zusammen mit Daagoos Mutter bei der alten Sippe, die sie wohlwollend aufnimmt. Was ihnen als Jugendliche nicht gelingt, sich in die Gemeinschaft einzufügen, schaffen sie jetzt und sehen es als einen Segen an.

Fazit
Die Autorin, die 1960 in einem Dorf in Zentralalaska geboren wurde, erzählt vom Leben in diesem Land. Erstaunlich wie gut sie sich beim Jagen und Fangen von Tieren auskennt, und dies zum Teil en Detail beschreibt. Das Buch ist leicht verständlich geschrieben und sehr spannend aufgebaut. Als weiterer Pluspunkt gilt, dass es mit Illustrationen von Jim Grant ausgeschmückt ist. Der Roman, der 220 Seiten umfaßt, liest sich recht schnell und zügig und eignet sich als Bett- oder Urlaubslektüre. Er erzählt von einem Land, das vielen von uns doch recht fremd sein dürfte. Schon deshalb ist es empfehlenswert.

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