Das Washington Dekret

Autorenwertung
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  • Gesamt
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Das Washington-Dekret

Marieke Heimburger (Übersetzer). dtv Verlagsgesellschaft 2013, Gebundene Ausgabe, 656 Seiten, € 19,90

Rezension von: Registano | Rezensionsdatum:

Das Washington Dekret“ von ist der Anfang 2013 in Deutschland meist verkaufte Roman. Dies überrascht ein wenig, da es sich nicht um eine neue Veröffentlichung dieses dänischen Schriftstellers handelt. Es ist ebenso überraschend, wenn man als Leser zufällig einen Roman in die Hände bekommt, den man ohne große Erwartungen liest, der einem gefällt – und dann stellt man fest, dass es sich um einen Bestseller handelt.  Es ist in diesem Fall auch eine Bestätigung des eigenen Geschmacks.

Im Original erschien „Das Washington Dekret“  im Jahre 2006. Es waren die Anschläge des 11.September 2011 und ihre Folgen für die amerikanische Gesellschaft, die den dänischen Autor Adler Olsen zu diesem Roman angetrieben haben, heißt es. Ihn alarmierte, wie die Regierung von George W. Bush zur damaligen Zeit die Sicherheitsgesetze in den Vereinigten Staaten drastisch verschärfte. In seinem Roman lässt der Autor die Situation mit viel Phantasie eskalieren. Ein fiktiver US-Präsident namens Jansen verliert seine Frau bei einem Anschlag. Bereits als Senator war ihm Ähnliches widerfahren. Zunehmend trifft der Trauernde irrationale Entscheidungen, die seine Nation in eine tiefe Krise stürzen lassen. Doch er ist nicht alleine Verantwortlich, auch andere Politiker spielen gefährliche Spiele. In diesem Roman zeigt der Autor, dessen richtiger Name Jussi Adler-Olsen ist,  was passiert, wenn die Demokratie außer Kraft gesetzt wird. Es ist ein gruseliges Gedankenspiel, eine harte Geschichte und eine erstklassige Idee, die, so steht zu erwarten, irgendwann zweifelsohne verfilmt werden wird.

Dass es sich um ein älteres Werk eines mittlerweile sehr gut verkauften Autors handelt, das sicherlich nur noch einmal auf den Markt gebracht wurde, um vom Erfolg der anderen Romane (Das Alphabethaus, Schändung, Erlösung, Verachtung sowie mehrere noch nicht aus dem Dänischen übersetzte Veröffentlichungen) zu profitieren, stört keinesfalls. In vergleichbaren Fällen hat der Leser es meist mit schwächeren Werken zu tun, im Falle von „Das Washington Sekret“ handelt es sich hingegen vielleicht sogar um das bislang beste Werk von Adler Olsen, zumindest von der Geschichte her.

Fazit:

„Das Washington Dekret“ von Adler Olsen ist ein ohne Zweifel sehr spannendes Buch nach einer interessanten Idee. Es ist eine Utopie. Wie schrecklich wäre es, wenn die Geschichte wahr werden würde. Als Leser möchte man nicht aufhören und doch noch ein Kapitel lesen, ehe man Pause macht. Derartige Bücher sind selten.  Auch aus diesem Grund dürfte sich aus dieser Wiederveröffentlichung im Deutschen Taschenbuch Verlag auch ein Bestseller entwickelt haben. Dieser Roman ist uneingeschränkt all jenen Lesern zu empfehlen, die politische Thriller mögen.

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