David Bowie – All Saints – Collected Instrumentals 1977-1999

Autorenwertung
  • Sound
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  • Hörspaß
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  • Kreativität
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  • Melodie
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  • Gesamt
    4.5 Sterne4.5 Sterne4.5 Sterne4.5 Sterne4.5 Sterne
Rezension von: Zaiman | Rezensionsdatum:

– All Saints – Collected Instrumentals 1977-1999

1. A New Career In Town
2. V-2 Schneider
3. Abdulmajid
4. Weeping Wall
5. All Saints
6. Art Decade
7. Crystal Japan
8. Brilliant Adventure
9. Sense Of Doubt
10. Moss Garden
11. Neukölln
12. The Mysteries
13. Ian Fish U.K. Heir
14. Subterraneans
15. Warszawa
16. Some Are (Low Symphony) 

All Saints, das Instrumentalalbum

All Saints beleuchtet einmal die andere Seit des wandelbaren Popchameleons David Bowie. Als pures Instrumentalalbum enthält es Stücke, die David Bowie in der Zeit von 1977 bis 1999 aufgenommen hat und konzentrieren sich schwerpunktmäßig auf seine Zusammenarbeit mit Brian Eno ende der 70er Jahre in Berlin. So verwundert es auch nicht, dass ein Großteil der Stücke eben aus den sogenannten sogenannten Berlinalben (Low und Heroes) stammen.

Zu dieser Zeit hatten vor allem deutsche Bands Einfluss auf sein schaffen, es finden sich namen wie die obligatorischen Kraftwerk aber auch andere Krautrockheroen wie CAN prägten den Sound Bowies.

Der Song „V2 Schneider“ z.B. ist direkt Florian Schneider, Mitglied bei Kraftwerk, gewidmet, und überrascht mit futuristischen Sounds, die an einen Raketenstarts erinnern und durch Bowies Saxophoneinlagen einen sehr dynamischen Charakter bekommen.

Überhaupt ist die Stimmung der meisten Instrumentalstücke hier sehr bedrückend und geben ein wunderbares Bild von der damaligen desolierten Stimmung im geteilten Berlin wieder. Songtitel wie „Weeping Wall“ oder „Neukölln“ nehmen direkt Bezug zur Stadt.

Bei „Abdulmajid“ handelt es sch übrigens um einen völlig neuen Track, den Bowie irgendwo aus seinem Archiv ausgrub und ihn nachträglich nach dem Nachnamen seiner Frau Iman gab.

Mein persönliches Highlight ist natürlich „Warzawa“ dieser Track baut eine unheimlich intensive Atmosphäre auf, die sehr melancholisch und beklemmend ist, zum Ende des Songs hin, singt Bowie sogar etwas in einer obskuren Sprache, die dem Stück einen ganz eigenen Charakter verleiht.

Die Stücke „The Mysteries“ und „Ian Fish UK Heir“ stammen aus dem Buddha-Soundtrack und sind damit sitlistisch etwas anders gelagert als das 70er Material, kann aber durchaus qualitativ mit den anderen Tracks mithalten.

Fazit

All Saints ist ein hervorragendes Instrumentalalbum, bekommt man doch hier, die meisten seiner instrumentalen Stücke auf einen Schlag serviert. Auf den entsprechenden Alben konnte man manchmal den Eindrück haben, dass diese Art der Musik nicht so ganz zu den Vocaltracks Bowies passt, so bestand z.B. bei Low die erste Albumhälfte aus klassischen Bowietracks und die zweite eben fast ausschließlich aus Instrumentalstücken, die manchmal wie Fremdkörper wirkten. Hier hat man nun die ideale Gelgenheit, diese einmal isoliert betrachten zu können. Meiner Meinung nach entfalten die Stücke erst jetzt ihre ganze Wirkung und fügen sich zu einem gelungenen Gesamtkunstwerk. Für alle, die einmal den etwas anderen David Bowie kennenlernen möchten, unbedingt zu empfehlen.

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