David Bowie – Low

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Low

David Bowie. Parlophone Label Group (Plg) (Warner) 1999, Audio CD, € 4,40

Rezension von: Zaiman | Rezensionsdatum:

– Low

  1. Speed Of Life
  2. Breaking Glass
  3. What In The World
  4. Sound And Vision
  5. Always Crashing In The Same Car
  6. Be My Wife
  7. A New Career In A New Town
  8. Warszawa
  9. Art Decade
  10. Weeping Wall
  11. Subterraneans

Low, das Album

Bei Low handelt es sich um das erste Album der sogenannten Berlin Trilogy, die in Zusammenarbeit mit der Roxy Music-Legende und Soundtüftler Brian Eno entstand. Aufgenommen wurde das Album   im Jahre 1976 zum Teil in den berühmten berliner Hansa Studios aufgenommen, als David Bowie für ein paar Jahre dieser Stadt wohnte.

Der Grundstil des Albums ist ein sehr elektronischer, hier ist ganz eindeutig die Handschrift Brian Enos zu erkennen, der ja neben seiner Arbei mit Roxy Music auch gerade für seine elektronischen Ambientmusik bekannt geworden ist. So klingt das Album für damalige Verhältnisse sehr futuristisch und nimmt die musikalischen Stilmittel der später als New Wave benannten Bewegung vorweg. Hier hat Bowie mal wieder sein Gespür für innovative Klangexperimente bewiesen.

Der Titel des Albums spielt auf die desolate und fast schon depressive Grundstimmung David Bowies Charakter zu der Zeit an, was sich hier auch so stark wie nie auf die Stücke selbst auswirkt. Neben recht unterhaltsamen Stücken wie „Breaking Glass“ und dem Trademarksong „Sound And Vision“, ist es vor allem die zweite Albumhälfte, die um einiges düsterer daherkommt. Es ist fast so als würde man sich auf die Rückseite des Mondes begeben, alles erscheint sehr unwirtlich und ohne Hoffnungsschimmer als wäre man in völliger Isolation gefangen. Diese Stimmung wird auch dadurch verstärkt, dass die zweite Hälfte des Albums im Grunde nur aus Instrumentalstücken besteht, die eine immense Sogwirkung besitzten und recht desolate Bilder im Kopf erzeugen. „Warszawa“ zum Beispiel ist mit Abstand wohl das ungewöhnlichste Stück auf dem Album, es baut sich nur sehr langsam auf, nimmt aber in punkto Intensität immer weiter zu, düstere Ambientpassagen transportieren wirklich das Bild eines sehr bedrückenden Warschaus der damaligen Zeit, besonders herauszustellen sind die geheimnisvollen Worte, die Bowie in dem Stück singt, die einer Kunstsprache entnommen sind und dadurch sehr surreal wirken.

Fazit

Low ist der erste Teil der sogenannten Berlin oder Eno-Trilogy, vom Grundthema her begegnen uns auf der ersten Albumhälfte recht eingängige Electro-Rock Stücke wie „Breaking Glass“ und das berühmte „Sound And Vision“ bis uns die zweite Albumhälfte mit düsteren Instrumentalklängen in eine andere Welt entführt, die die damalige bedrückende Stimmung des geteilten Berlins und des Ostblockes im Allgemeinen sehr gut widerspiegelt. „Low“ gehört zusammen mit den anderen beiden Alben der Trilogy zu den besten Bowie-Alben überhaupt.

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