Dawn Of The Brave

Autorenwertung
  • Musik
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  • Instrumentalisierung
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  • Stimmen
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  • Abwechslung
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  • Hörspaß
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  • Gesamt
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Rezension von: michaelkrause2 | Rezensionsdatum:

RAKATAK UND BUMDIBUM!

Die Band:

Van Canto sind eine eher ungewöhnliche Metal-Band. Bestehend aus fünf Gesangsstimmen und einem Schlagzeuger, werden Bass, Keyboards und Gitarren durch Stimmen imitiert. Gegründet wurden Van Canto 2006 von Stefan Schmidt. Zunächst war die Band als reines Studioprojekt gedacht. Im gleichen Jahr erschien das selbstproduzierte Album „A Storm To Come“. Ein Jahr später unterschrieben Van Canto einen Plattenvertrag bei Sony/BMG und ihr Debüt wurde nochmals veröffentlicht. Zusammen mit Charlie Bauerfeind wurde dann das zweite Album „Hero“ aufgenommen. Es folgten Tourneen mit Metalgrößen wie Blind Guardian und Auftritte in Wacken. Auch Headlinertournee absolvierten Van Canto mit weiteren Alben im Gepäck. Auf ihren Alben mischen sie Coverversionen bekannter Metalsongs mit eigenen Kompositionen.

Das Album:

A Capella und Heavy Metal: Kann das funktionieren? Jein, denn wirklich A Capella ist die Musik von Van Canto nicht. Doch genau das sollten Stefan Schmidt (Gesang), Philip Dennis Schunke (Lead-Gesang), Inga Scharf (Lead-Gesang), Ross Thompson (Gesang), Ingo Sterzinger (Gesang) und eben Schlagzeuger Bastian Emig überdenken, denn durch die Verwendung des Schlagzeugs klingt der Sound von Van Canto ganz oft nicht nach Fisch und nicht nach Fleisch.

Dabei sind auf dem mittlerweile fünften Longplayer durchaus gute Ansätze vorhanden. Von den eigenen Kompositionen haben mir vor allem „To The Mountain“ (in bester Tradition) und „My Utopia“ gefallen, die richtig gut abgehen. Und dieses ungewöhnliche Hörerlebnis würde sich noch steigern, wenn es wirklich ein reiner A-Capella-Sound wäre.

Die Auswahl der Coversongs ist okay, wobei „The Final Countdown“ von der schwächste dieser Songs ist. Ich finde den Titel einfach zu ausgelutscht, um ihn in einer anderen Fassung zu hören, zumal ich auch hier feststellen muss, das mich das Schlagzeug eher gestört, als das es dem Song gut getan hat. Gelungen ist das Bonnie-Tyler-Cover „Holding Out For A Hero“. Und richtig genial ist der Schlusspunkt des Albums. „Paranoid“ ist neben „To The Mountain“ die Perle des Albums.

Trackliste:

01 – Dawn Of The Brave

02 – Fifght For Your Life

03 – To The Mountain

04 – Badaboom

05 – The Final Countdown

06 – Steel Breaker

07 – The Awekening

08 – The Other Ones

09 – Holding Out For A Hero

10 – Unholy

11 – My Utopia

12 – Into The West

13 – Paranoid

 

Fazit:

Mit viel Rakatak und Bumdibum singen und bangen sich Van Canto durch ihr fünftes Album. Eines muss man ihnen auf jeden Fall zu Gute halten: Der Sound ist ungewöhnlich und die Musiker haben auch das stimmliche Volumen, um genau das umzusetzen, was auf den ersten Blick unmöglich erscheint: Satter Metalsound, der nur von Stimmen erstellt wird. Ich würde es begrüßen, wenn sie A Capella noch konsequenter umsetzen würden. Trotzdem bietet „Dawn Of The Brave“ genug Material für einigen Hörspaß. Und wer sich sonst gar nicht für diese Musik interessiert, sollte einfach mal ein Ohr riskieren, um sich vielleicht den Weg in eine neue musikalische Welt zu ebenen.

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