Der Anschlag

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Der Anschlag

Wulf Bergner (Übersetzer). Heyne Verlag 2012, Gebundene Ausgabe, 1056 Seiten, € 13,00

Rezension von: Registano | Rezensionsdatum:

Der Anschlag von Stephan King

ist der Meister des Horrors. Diese Weisheit ist seit Jahrzehnten verbreitet und begründet sich auf zahlreiche Bestseller. „Es“, „Misery“, „Friedhof der Kuscheltiere“, „Shining“ und auch der Erstling „Carrie“, sie sollen hier stellvertretend für viele andere Romane und Kurzgeschichten genannt sein.

Das neue Buch von Stephen King (oder auch ganz einfach „der neue King“) ist allerdings kein Horrorroman, wie auch bereits so manch Veröffentlichung zuvor. Der in Maine lebende Autor schreibt seit Jahren richtige Literatur mit einem gewissen Anspruch, der über bloße Schockmomente und Unterhaltung hinaus geht, was von einigen Kritikern auch anerkannt wird. In „Der Anschlag“, veröffentlicht im Heyne-Verlag, geht es einfach gesagt um die Verhinderung des Anschlags auf John F.Kennedy am 22.November 1963 in Dallas / Texas. Es ist ein geschichtsträchtiges Datum, das die Welt veränderte. Und aus diesem Grund heißt das 1056-Seitige Werk im Original auch „11/22/1963“.

Der Autor schickt den Lehrer Jake Epping (der eine bemerkenswert große Schnittmenge mit Kings Biographie zu haben scheint) in die Vergangenheit, mittels einer Art Wurmloch, das sich im Lager eines Imbisses befindet. Wer diesen Weg beschreitet, findet sich immer am gleichen sonnigen Tag des Jahres 1958 wieder und begegnet immer den gleichen Leuten. In der Gegenwart sind nach einer Rückkehr stets nur zwei Minuten vergangen, im der Vergangenheit können es Jahre sein. Vier muss Epping unter einem fremden Namen und mit einem falschen Pass verbringen, wenn er Lee Harvey Oswald von seinem Attentat abbringen und die Welt verändern will. Wobei abbringen nichts anderes bedeutet, als Lee Harvey Oswald zu ermorden. Doch es bestehen bekanntlich Zweifel, ob dieser wirklich der Täter war oder nicht etwa doch selbst ein Opfer, ein Sündenbock, wie sich Oswald kurz vor seiner Ermordung durch den Barbesitzer Jack Ruby bezeichnete. Nachdem er mittels einen Mordes ein Leben aus seiner Gegenwart quasi gerettet hat, verbringt Jake Epping die Vergangenheit als Lehrer in der Nähe von Dallas und beobachtet Oswald parallel. Er verliebt sich und stellt immer wieder fest, dass die Vergangenheit nicht verändert werden will.

Fazit:

„Der Anschlag“ ist flüssig geschrieben, so wie man es von Stephen King kennt und gewohnt ist. Es ist eine faszinierende Geschichte, über die es sich nachzudenken lohnt. Zeitreisegeschichten haben immer einen speziellen Charakter, ein fragendes „Was wäre wenn“, das den interessierten Leser in seinen Bann ziehen kann. „Der Anschlag“ ist definitiv kein Horrorbuch, sondern Literatur. Auch Leser müssen Vorurteile über Bord werfen. Und es gibt zweifelsohne genügend, die ein King-Buch nicht aufschlagen würden, weil sie irgendwelche Monster oder Aliens zwischen den Buchklappen vermuten – im übertragenen Sinne. Wer auf der Suche nach einem guten, unterhaltenden Buch ist, sollte hier zuschlagen.

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