Der Bücherprinz

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Der Bücherprinz oder

Wilhelm Ruprecht Frieling. Internet-Buchverlag 2014, Taschenbuch, 396 Seiten,

Rezension von: gerdahutt | Rezensionsdatum:

Der Bücherprinz: Wie ich Verleger wurde von Wilhelm Ruprecht Frieling

Inhalt
In „Der Bücherprinz“ beschreibt der Autor seinen Werdegang von der Kindheit bis zum erfolgreichen Berliner Verleger und das sehr spannend und humorvoll. Er bezieht dabei den jeweiligen historischen Hintergrund mit ein, was das Buch umso wertvoller macht. 1952 in Bielefeld geboren und in Oelde aufgewachsen, schildert Frieling sein begütertes Elternhaus, die Volksschule, die er besuchte, wo der Rohrstock zum Alltag gehörte. Schon zu dieser Zeit liest er viel und schreibt heimlich Gedichte unter der Schulbank. Während seiner Zeit am Gymnasium schreibt er für die Schülerzeitschrift „Utopia“ und gründet eine eigene Band. Schreiben und Musik sind die zwei Gebiete, die ihn fesseln und begeistern.

Im Beatles-Fieber lässt er sich die Haare wachsen, womit er laufend aneckt. Sein Vater schneidet sie ihm in einer Nacht- und Nebelaktion ab. Er lässt sie wieder wachsen. Seine Mutter lässt ihn in die Jugendpsychiatrie einliefern und holt ihn erst heraus, als er verspricht, die Haare schneiden zu lassen. Frieling reißt von zu Hause aus, besucht eine Tante, geht wieder nach Haue und reißt nochmals aus. Er geht mit dem Zelt nach London und das per Anhalter, Dann macht er eine Reise durch die Welt. Aufgrund seines Engagements in der „Linken“ wird ihm nahegelegt, die Schule zu verlassen.

Rasender Reporter
Mit 17 geht er nach Berlin, um dem Wehrdienst zu entkommen. Er zieht von einer Wohngemeinschaft in die nächste, hält sich mit Hilfsarbeiten über Wasser. Er beschließt Journalist zu werden und schreibt Artikel, die er an verschiedene Zeitungen und Zeitschriften schickt. Frieling macht erste sexuelle Erfahrungen. Er heiratet um eine Wohnung zu bekommen und lässt sich nach einem Jahrzehnt wieder scheiden. Nun erlernt er den Beruf des Fotografen und findet seinen eigenen Stil. Schließlich wird er Reporter und kann im Laufe der Zeit auch davon leben. Er findet eine Anstellung bei einer deutschen Tageszeitung und wird zum „rasenden Reporter“.

Er macht das Abitur nach und gründet mit Freunden eine eigene Zeitschrift für Rentner. Er wird Chefredakteur. Die Zeitschrift, die eine Marktlücke schließt, ist sehr erfolgreich und erregt in den Medien viel Beachtung und Aufmerksamkeit. Danach schreibt er Artikel über die damalige DDR, macht viele Reisen und wird freier DDR- Korrespondent. Er berichtet über Filme und wendet sich Sachbüchern zu, recht erfolgreich, wie sich bald herausstellt. Im dritten Teil des knapp 400 Seiten umfassenden Buches beschreibt Frieling seinen Werdegang als Verleger. Im Februar 1983 gründet er den Verlag Frieling & Partner. Er spezialisiert sich auf Marktlücken, und das mit großem Erfolg. Bald macht er die Erfahrung, dass er mit trivialer Literatur erfolgreicher ist. Mit Kunstbänden dagegen nicht. Zunächst geht er mit dem Slogan „Autor sucht Verleger“ an den Start. Später heißt sein Motto: „Verlag sucht Autoren“. Mit diesem Schlagwort arbeitet er bis heute. Er veröffentlichte bis jetzt die Werke von mehr als zehntausend Autoren, die ihn dafür zum „Bücherprinz“ ernannten.

Fazit
Ein ungewöhnliches Buch von einem ungewöhnlichen Autor und Verleger. Er schreibt spannend von vorne bis hinten. Besonders positiv ist aufgefallen, dass er immer die Zeitgeschichte miteinfließen lässt. Insofern ist das Buch auch ein kleiner Rückblick auf die letzten 60 Jahre deutscher und deutsch-deutscher Geschichte. Zahlreiche Fotos lockern das Buch auf, dessen Lektüre sich in jedem Fall lohnt.

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Ein Kommentar to “Der Bücherprinz”

  1. deda medhat schreibt:

    sehr schon

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