Der Geruch der Angst

Autorenwertung
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Der Geruch der Angst

Iris Johansen. Ullstein Taschenbuch 2005, Taschenbuch, 367 Seiten, € 8,95

Rezension von: Kokoro | Rezensionsdatum:

Der Geruch der Angst von

Inhalt
Die Fotoreporterin Alex Graham soll von einer Naturkatastrophe in Colorado, einem Dammbruch, berichten. Als Freundin von Sarah mit ihrem Leichenspürhund Monty hilft sie jedoch zunächst, die Verschütteten zu suchen und gerät dann in Gefahr und wird verletzt, weil sie bei der Suche nach eindrucksvollen Fotomotiven Verbrechern in die Quere kommt, die dann sie jagen. Ihre Freundin Sarah besucht sie im Krankenhaus und holt sie danach auch ab; auf der Fahrt nach Hause wird auf die beiden Frauen geschossen, Sarah wird schwer verletzt.

Ihr Ehemann Logan kommt nun auch an den Ort des Geschehens und achtet darauf, dass nun keiner mehr an Sarah herankommt. Um einerseits Alex zu schützen und andererseits von Sarah fernzuhalten, damit diese nicht mit in die Verstrickungen gerät, lässt er über seinen Freund Galen eine Art Bodyguard (Judd Morgan) organisieren, der dafür sorgen soll, dass Alex nichts passiert. Und in der Tat versuchen die Verbrecher Alex auszuschalten, so dass Judd mit einem Trick Alex entführt und dann gemeinsam mit ihr die Verbrecher jagt. Kompliziert wird es, als die auf höchster Ebene sitzenden Verbrecher plötzlich Alex zur Hauptverdächtigen machen, so dass nun sie auf der Flucht ist.

Hintergrundinformationen
Die Autorin Iris Johansen hat hier einen zunächst von der bekannten Eve Duncan Serie unabhängigen Roman vorgelegt. Leser dieser Reihe erkennen jedoch in Sarah und ihrem Ehemann Logan sofort die besten Freunde von Eve Duncan wieder, so dass sich die Geschichten hier auf interessante Weise miteinander verbinden. Aber auch Leser, die die Eve Duncan Reihe nicht kennen, können der Geschichte problemlos folgen. Zeitlich gesehen ist der hier vorliegende Roman 2003 im Original veröffentlicht worden, also etwa zur gleichen Zeit wie „Mädchensammler“ und „Knochenfunde“ aus der Duncan-Reihe.

Fazit
Es handelt sich (wie immer bei Johansen) um einen sehr lesenswerten, interessanten und spannenden Roman. Vor allem macht es Spaß, dass Johansen immer wieder bereits eingeführte Nebencharaktere aufgreift und aus diesen – unter Einbeziehung der alten und bekannten Charaktere – neue Geschichten strickt. In diesem Roman verarbeitet sie – wie auch viele andere US-amerikanische Autoren – auch die traumatischen Ereignisse des 11. Septembers 2001.

Die Charaktere in diesem Roman sind sogar besser beschrieben und man kommt ihnen näher, als dies in den Eve-Duncan-Romanen zunächst der Fall ist. Insbesondere in die Figur der Alex, aber auch von Judd, kann man sich schnell und gut hineinversetzen, sie wirken sehr glaubwürdig. Schwächen des Romans lassen sich leider wieder bei der Übersetzung finden, sei es, dass Adjektive in einen falschen Kontext gesetzt und als Modaladverb verwendet werden (Seite 252, „aber sie haben sich natürlich geothermische Quellen zunutze gemacht“), sei es, dass wie auf Seite 240 das Wort“brauchen“ nicht mit erweitertem Infinitiv verwendet wird, im Verlauf des Romans finden sich (leider) zahlreiche weitere Fehler.

So gibt es etwa für das Ministerium „Homeland Security“ eine offizielle deutsche Übersetzung, die man problemlos hätte verwenden können.  Schade, daß die Verlage heutzutage auf korrekte Sprache offenbar keinen Wert mehr legen – dabei leben Sie vom geschriebenen Wort! Sicherlich kommt der Übersetzung auch nicht gerade zu Gute, dass gleich 2 Übersetzer am Werk waren.

Wie in bisher allen Romanen, in denen Logan vorkommt, ist seine Figur die am wenigsten überzeugende und seine Handlungen sind oft unlogisch. Zugute halten kann man in diesem Kontext der Autorin jedoch, dass die Geschichten jeweils einen Geldgeber und „Strippenzieher“ auf höchster Ebene benötigen, da es ansonsten noch schwieriger wäre, die Hauptfiguren ihrer Romane, die ja nie Polizisten oder sonstige offizielle Organe sind, solch schwierige Situation meistern zu lassen. Insgesamt also ein wieder wirklich tolles Buch, spannend geschrieben ohne zu brutal zu sein.

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