Der Junge im gestreiften Pyjama

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Der Junge im gestreiften Pyjama

Brigitte Jakobeit (Übersetzer). Fischer, S., Verlag GmbH 2007, Gebundene Ausgabe, 272 Seiten, € 13,90

Rezension von: Liesa Thurau | Rezensionsdatum:

Bruno zieht um

Bruno ist der achtjährige Sohn eines Offiziers im Dritten Reich. Er wohnt in Berlin und verlebt dort viele Jahre in Zufriedenheit. Eines Tages wird sein Vater, welcher ein Hochrangiger Offizier ist, als Aufseher eines Vernichtungslagers Auschwitz aufs Land versetzt und die gesamte Familie muss ihm folgen. Bruno ist todtraurig und muss all seine Freunde zurück lassen. Er fühlt sich allein und unverstanden, auch das neue Haus gefällt ihm ganz und gar nicht, trotz seines eigenen Zimmers, aus dessen Fenster er den entfernten „Bauernhof“ sehen kann. Eines Tages kommt er auf seinen verbotenen Streifzügen durch die Wälder, nahe des Hauses, an den Zaun des „Bauernhofes“. Bruno weiß nicht, dass dieser „Bauernhof“ ein Konzentrationslager für Juden ist. Er lernt am Zaun den gleichaltrigen Shmuel kennen und sie werden Freunde. Um es geheim zu halten, erzählt Bruno niemandem etwas von seinem neuen Freund und schmuggelt oft heimlich Essen aus dem Haus. So geht es eine ganze weile und die beiden Jungen treffen sich jeden Tag am Stacheldrahtzaun. Sie reden und spielen, sogar Brettspiele und Ball. Jedes Mal, wenn ein Pfiff ertönt, muss Shmuel zurück in seine Baracke, in welcher er mit seinem Vater wohnt. Bruno hat sonst kaum Kontakt zu Juden und er weiß auch nicht, wieso sie überhaupt eingesperrt werden, sie sind doch Menschen wie du und ich?

Das Lager und Shmuel

Sein Vater empfängt oft hohen Besuch und Bruno mag diesen nie. Auch als seine Schwester sich der Ideologie der Hitler Jugend zuzuwenden beginnt, klärt Bruno keiner auf. Eines Tages fällt Bruno von seiner Schaukel im Garten und der Koch, welche ebenfalls Jude ist, verbindet ihm sein Bein. Als er seiner Mutter von dem Vorfall erzählt, ist diese erschüttert und wieder versteht Bruno nicht wieso. Einige Vorfälle geschehen und eines Tages muss auch Shmuel im Haus von Brunos Eltern aushelfen, es kommt zu einem Vorfall, den Bruno nicht so schnell vergisst, denn er verrät Shmuel und ist im Anschluss neidergeschlagen wie nie.

Eines Tages ist plötzlich Shmuels Vater verschwunden und er bittet Bruno, als Wiedergutmachung für seinen Verrat um Hilfe. Bruno will ihm Suchen helfen und wird von Shmuel mit einem gestreiften Anzug in das Lager geschmuggelt. Sie such und suchen, Bruno ist überrascht, dass es keine Kinos und Cafés gibt, wie in den Propagandavideos, die er gesehen hat. Irgendwie ist sowieso alles ganz anders, als er es sich vorgestellt hat. Im Lager, in dem alle Leute nur Pyjamas tragen.

Fazit

Ein tolles Buch, was zwar für Kinder gedacht ist, jedoch auch auf Erwachsene Eindruck macht. Die Schrecken und Grausamkeiten des Nationalsozialismus und des Dritten Reiches werden aus den Augen eines Kindes, welches nicht versteht, dramatisch und eindrucksvoll dargestellt.

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