Der letzte König von Schottland – In den Fängen der Macht

Autorenwertung
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Rezension von: istillreadbooks | Rezensionsdatum:

Der letzte König von Schottland – In den Fängen der Macht

Inhalt
Nach bestandenem Examen beschließt der junge schottische Arzt Nicholas Garrigan Anfang der 70er Jahre, sein spießiges Elternhaus zu verlassen. Hauptsächlich aus Abenteuerlust entscheidet sich Nicholas dazu, in das erste Land zu reisen, auf welches er zufällig auf seinem Globus deutet. Der Zufall bringt ihn zunächst an das Ziel seiner Träume: nach Uganda. Die Möglichkeit, eine völlig fremde Kultur kennenzulernen und das brachliegende Gesundheitssystem aufzubauen, faszinieren Nicholas. Mit einer gehörigen Portion Naivität und Gutgläubigkeit im Gepäck und gegen den Rat seiner Eltern reist Nicholas schließlich nach Uganda.

Dort macht er bei einem Verkehrsunfall zufällig die Bekanntschaft mit dem damaligen Putsch-Präsidenten und Diktator Idi Amin. Innerhalb kurzer Zeit steigt Nicholas zu Amins Leibarzt und Vertrauensperson auf. Geblendet von dem Luxus und den Privilegien der Mächtigen Ugandas, will Nicholas zunächst die Augen vor den Gräueltaten Amins verschließen, doch als er sich auf eine Affäre mit Amins Frau einlässt, kann er die Augen nicht länger verschließen und muss Stellung beziehen, wodurch er sein eigenes Leben aufs Spiel setzt.

Das schonungslose Porträt eines skrupellosen Diktators und seines desillusionierten Leibarztes
Kevin Macdonalds Film beruht auf einem Roman von Giles Forden. Obgleich die Handlung fiktiv ist, baut sie auf realen Ereignissen der Regierungsära des ugandischen Diktators Idi Amin von 1971 bis 1979 auf. Idi Amin (grandios verkörpert von  ) ist zugleich, neben Nicholas Garrigan (dargestellt durch ), der Hauptprotagonist in diesem Film. Nachdem sich Amin unblutig an die Macht in Uganda geputscht hat, verspricht er zunächst wirtschaftlichen Fortschritt und wird insbesondere von großen Teilen der Landbevölkerung als „Erlöser“ wahrgenommen.

Innerhalb kürzester Zeit lässt er jedoch alle tatsächlichen oder vermuteten Oppositionellen „verschwinden“ und verweist mehr als 50.000 Asiaten des Landes. Mit einem breiten Grinsen, seinem Charme und schmeichelnden Worten gelingt es Amin immer wieder, seinen Leibarzt gefügig zu machen und ihn zum Schweigen zu bringen. Erst sehr spät offenbart sich Nicholas das wahre Gesicht des Diktators und er muss sich für eine Seite entscheiden. Mit der Entscheidung, die er schließlich trifft, bringt er sich selbst und andere in Lebensgefahr, bricht dabei jedoch mit dem skrupellosen und manipulativen Diktator Amin.

Fazit
Forest Whitaker gelingt es, den Diktator Amin über die gesamte Länge des Filmes hindurch in der gesamten Komplexität und Grausamkeit seines Charakters für den Zuschauer authentisch darzustellen. Nicholas Garrigan, ebenfalls sehr überzeugend verkörpert von James McAvoy, taugt anfangs noch in mancher Hinsicht zur Identifikations- und Sympathiefigur, durch seine im Verlauf der Handlung jedoch immer deutlicher werdende Gleichgültigkeit entfernt er sich zunehmend von dieser Rolle.

Macdonald gelingt es, den Schrecken der Regierungsära eines der grausamsten Gewaltherrscher Afrikas einzufangen, ohne den Film dabei jedoch in eine allzu plakative Richtung zu lenken. Stellenweise ist Macdonalds Werk sicher nichts für schwache Nerven, es ist jedoch ein präzises und schockierendes Werk über einen der brutalsten Herrscher unserer Zeit. Absolut sehenswert!

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