Der Liebhaber ohne festen Wohnsitz

Autorenwertung
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  • Gesamt
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Der Liebhaber ohne festen Wohnsitz

Dora Winkler (Übersetzer). Piper Taschenbuch 2010, Taschenbuch, 320 Seiten, € 11,00

Rezension von: Ratte | Rezensionsdatum:

Carlo Fruttero und Franco Lucentini: Der Liebhaber ohne festen Wohnsitz

Der Palio der toten Reiter ist eines meiner Lieblingsbücher, als ich jetzt in einer Flohmarktkiste ein weiteres Buch des italienischen Autorenduos sah, musste ich wieder sofort zugreifen. Und ich wurde auch nicht enttäuscht. Die Zuordnung des Buches ist schwierig: Ist es ein Krimi? Es handelt sich auch um Kunstschmuggel, um Lug und Betrug oder ist es eine Liebesgeschichte, denn eine große Liebe spielt eine der Hauptrollen, oder ist es ein Mysterythriller (eine ziemlich blödsinnige Bezeichnung aus der Feder irgendwelcher Marketingexperten) oder ein Bildungsroman? Der Leser lernt eine ganze Menge, so ganz nebenbei, schließt Bildungslücken und beginnt zu verstehen, was an Venedig so verlockend ist. Allzuviel vom Plot darf man als Rezensent jedoch nicht erzählen, zu vielen Volten und überraschende, fein entwickelte Wendungen würde man so platt nacherzählend den Schwung nehmen. Also nur so viel:

Inhalt

Im November in Venedig treffen sich zwei Kunstkenner, die eine ist eine römische Principessa, die für ein Auktionshaus eine Sammlung alter venezianischer Kunst bewerten soll. Als Expertin kann und soll sie feststellen, ob es sich um „Schinken“ handelt oder eine der raren Gelegenheiten, bei dem so selten gute venezianische Kunst wieder aus einer Privatsammlung auf den Markt kommt. Die Principessa ist nicht die einzige Interessentin, die immer gleichen Konkurrenten treffen und belauern sich. Ein altes Spiel. Der zweite Kunstkenner, der die Szene betritt, ist jedoch ganz anders und verwirrt alle Beteiligten in hohem Maße, am meisten die Principessa. Mr. Silvera, David Ashver Silvera, ist ein äußerst kultivierter Mann, seine Kenntnis venezianischer Geschichte und Kunst ist ungewöhnlich. Doch sein Aussehen passt nicht zu seinem kultivierten Auftreten. Mr. Silvera ist ein wenig abgerissen, trägt nur ein Köfferchen mit sich herum, auch wenn er keinen festen Wohnsitz hat und nirgendwo lange bleibt. Auch Geld hat er nur sehr wenig, was ihn jedoch nicht allzu sehr interessiert. Bislang arbeitetete er als Reiseführer, verlässt jedoch seine Reisegruppe einfach, da ihm ganz offensichtlich die Lust fehlt. Die Principessa und Mr. Silvera verlieben sich und verbringen eine nur sehr kurze Zeit miteinander, eine heiße Romanze, die aber keine Zukunft hat. Denn Mr. Silvera muss die Stadt wieder verlassen, der Mystery Man war schon viel zu lange an einem Ort. Er hilft der Principessa, einen dreisten Kunstschmuggel zu verhindern, lüftet sein Geheimnis – nein, er ist nicht vom Mossad – und verschwindet.

Fazit

Ein wunderbares Buch, das man nach dem Beenden eigentlich gleich noch einmal anfangen möchte, um den kleinen Hinweisen nachzuspüren. Konnte man die Lösung bereits früher erkennen (ja)? Und sogar ein Zitat habe ich mir herausgeschrieben, Bildung schadet ja nicht …

 

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