Der Mann von Marokko

Autorenwertung
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  • Abenteuer
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  • Lesbarkeit
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  • Gesamt
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Rezension von: AndreasRuedig | Rezensionsdatum:

: Der Mann von Marokko

James Morlake ist eine bedeutende Persönlichkeit in London. Seine Wohnung in der Bond Street ist eine der luxuriösesten in dieser Straße in der britischen Hauptstadt. Er lebt von seinen Zinsen. So behaupten es zumindest die Leute.

Daß Morlake ein Doppelleben führt, ist trotzdem vielen Leuten bekannt. Kein Bankgewölbe, kein Stahlschrank und keine Bankkassette ist vor dem „Schwarzen“, der niemand anders als Morlake ist, sicher.

Der Verlag

Den Goldmann Verlag gibt es seit dem 21. Juni 1922. Wilhelm Goldmann gründete ihn damals in Leipzig. Seit 1977 gehört Goldmann zur Random-House-Verlagsgruppe und ist inzwischen in München ansässig.

Nach eigenen Angaben hat Goldmann Wallace seit 1926 im Programm. Ab 1952 erscheinen in der Reihe „Goldmann Rote Krimi“ im Laufe der folgende 30 Jahre sämtliche Kriminalromane von Edgar Wallace.

An einer Stelle bin ich mir nicht sicher. Ich bin berufsbedingt häufig in Buchhandlungen zu Gast. Momentan sehe ich dort eigentlich keine Bücher von Wallace, zumindest nicht als Einzelausgaben. Sind momentan eigentlich noch Titel von Wallace erhältlich? Ich selbst werde häufiger im Büchertrödel fündig.

Die eigentliche Buchbesprechung

Doch zurück zum vorliegenden Krimi. Die Geschichte ist typisch für Edgar Wallace. Es gibt den charakteristischen Kosmos an Personen. Da ist der verarmte Landadelige. Seine Tochter hat ein Geheimnis zu verbergen. Ein dubioser Geschäftsmann mit zwielichtigem Geschäftsgebaren hat es auf sie abgesehen. Der ehrenwerte, aber schwer verliebte Klein-, nein, hier genaugenommen Großkriminelle hält seine schützende Hand über sie.

So weit so gut. Das kennen wir ja auch aus anderen Wallace`schen Krmis. Neu ist hier eigentlich nur, daß der überweigende Teil der Handlung zwar in England spielt, die Geschichte aber ihren Abschluß in Marokko, also in Nordafrika findet.

Die Geschichte ist, wie bei Wallace ebenfalls üblich, allein auf Spannung und Unterhaltung angelegt. Hier geht es nicht darum, ein Verbrechen aufzuklären und den Täter zu überführen. Dies geschieht hier eher beiläufig, wenn der Täter nicht schon in die Handlung eingeflochten ist. Wallace schildert die Ergreifung des Täters. Die Literaturwissenschaft nennt diese Vorgehensweise „Whodunit“.

Der Autor Edgar Wallace

Richard Horatio Edgar Wallace wurde am 1. April 1875 in London geboren. Wallace ist der uneheliche Sohn eines Schauspielerpaares. Er wurde unmittelbar nach seiner Geburt von einem Londoner Fischhändler adoptiert. Der Junge wuchs in ärmlichen Verhältnissen auf. Er kann keine abgeschlossene Schulausbildung vorweisen. Dennoch arbeitete sich Wallace im Burenkrieg bis zum Kriegsberichterstatter in Südafrika hoch. Nach seiner Rückkehr nach London arbeitete er als Journalist und Sonderberichterstatter.

1905 erschien im Eigenverlag sein erster Kriminalroman Die vier Gerechten. Der Roman war zwar ein Publikumserfolg, bedeutete aber für Wallace ein finanzielles Desaster. Er hatte jedem Leser, der die Lösung des Buches erraten würde, einen Preis in Höhe von 500 Pfund versprochen, für damalige Zeiten eine ungeheure Summe. Zu viele Menschen errieten das Ende des Romans. Wallace war damit finanziell am Ende. Es war nur dem Eingreifen von Lord Harmworth von der Daily Mail zu verdanken, dass Edgar Wallace diese Pleite überstand. Ich frage mich schon, was dies über das literarische und kaufmännische Geschick von Wallace aussagt.

Bekannt wurde er vor allem durch seine journalistische Arbeit und seine Afrikaromane. Der erste Afrikaroman erschien unter 1911 unter dem Titel Sanders vom Strom.

Wallace ging Ende der 1920er Jahre nach Hollywood, um dort Karriere zu machen. Er ist Drehbuchautor des Klassikers King Kong und die weiße Frau, verstarb aber noch vor dessen Uraufführung. Edgar Wallace starb am 10. Februar 1932 in Hollywood, Kalifornieen. Eine hübsche Episode am Rande: Als sein Sarg von den USA nach England überführt wurde, wurde im Hafen von Southampton Halbmast geflaggt, und in Londons legendärer Zeitungsstraße – der Fleet Street – läuteten die Glocken.

Das Fazit

Bei uns in Deutschland sind die Edgar Wallace-Filme aus den `50er und `60er Jahren immer noch bekannt und beliebt. Doch Edgar Wallace hat mehr als diese Filmvorlagen zu bieten. Wer sein Gesamtwerk kennenlernen möchte, sollte auch zu diesem Buch greifen. Es gibt die gut lesbare Unterhaltung, wie wir sie von Edgar Wallace kennen.

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