Der Mond zu Gast

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Der Mond zu Gast

Sachiyo Shimowada (Illustrator). Baobab Books 2011, Gebundene Ausgabe, 96 Seiten, € 16,50

Rezension von: Ratte | Rezensionsdatum:

: Der Mond zu Gast

Ein kleines Buch mit sieben ungewöhnlichen Geschichten für Kinder aus Japan.

Inhalt

Auf dem Vorsatzblatt steht: Sieben ungewöhnliche Geschichten aus Japan über das Leben und das Glück. Ungewöhnlich sind diese Geschichten auf jeden Fall, schon die Protagonisten sind mehr als ungewöhnlich. Da gibt es eine Freundschaftsgeschichte zwischen einer Kaulquappe mit dem hübschen Namen „Hä“ und einem Libellenlarvenjungen. Sicher werden da viele Kinder fragen, was denn bitteschön eine Libellenlarve ist. Schön, wenn man es weiß, aber für die Geschichte wichtig ist nur, dass sich sowohl Kaulquappen, wie auch Libellenlarven verwandeln können und – das ist besonders wichtig – dass eine wahre Freundschaft übersteht so eine Verwandlung natürlich locker. Sonst ist es keine Freundschaft!

In einer anderen Geschichte macht sich ein Hirschbock (was ist das?), der Hoitschi heißt, so seine Gedanken über Sinn und Unsinn. Als er versucht, ganz sinnfrei zu leben, macht er die erstaunlichsten Erfahrungen mit anderen Geschöpfen. So einfach ist es nämlich nicht, nichts mehr zu tun, was Sinn macht, selbst wenn man versucht, selbst wenn man einen Wasserkessel als Schmusetier nimmt und sich einen Stuhl ans Geweih hängt. Der Sinn des Lebens ist nicht in Reisbällchen zu finden.

Dann spielen in den Geschichten noch ein verwirrter Bär und seine Frau Ladybär eine Rolle, ein Kragenbär, der den Mond zu Gast bittet, hat doch sein Kragen und der Sichelmond die gleiche Form und der Kragenbär so einsam ist, weiter ein Tiger, der über einen verschlungenen Fuchs trauert, eine Trauer, die er mit Fuchs, Hahn, Eidechse und Spinne gemeinsam hat, ein verliebter Rabe und nicht zuletzt eine Schlangenfamilie mit seltsamen Essgewohnheiten. Erstaunliche Tiere, die eigentlich sehr untierisch sind in ihren Reflexionen über Glück und Leid, Freundschaft und Lebensziele, Liebe und Schwärmerei, Sinn und Unsinn des Lebens.

Der Verlag

Der Kinderbuchfonds Baobab hat viele Jahre lang Bücher aus Afrika, Asien, Lateinamerika und dem Nahen Osten  in Kooperation mit den verschiedensten Kinderbuchverlagen herausgegeben. Die Bandbreite reichte von Bilderbüchern für die Kleinsten bis zum anspruchsvollen Jugendroman. Jetzt hat der in der Schweiz beheimatete Kinderbuchfonds 2011 endlich die Gelegenheit ergriffen und publiziert seine Bücher in Eigenregie beim neugegründeten Verlag . Der name erklärt sich wie folgt: Baobab heißt der Affenbrotbaum, unter dem sich die Menschen zum Geschichtenerzählen versammeln.  Unter dem Dach von sollen sich Kinder und Jugendliche auch versammeln, um Geschichten aus fremden Welten zu hören. Einige der älteren Bücher sind in einer Neuauflage wieder dabei, drei neue sind dieses Jahr erschienen und zu fast jedem Buch sind Unterrichtsmaterialien erhältlich für den Einsatz in der Schule, entweder zu beziehen beim Verlag oder als download auf der Website.

Fazit

Nicht nur Kinder haben ihre Freude an den äußerst ungewöhnlichen Geschichten von „Der Mond zu Gast“, die Fabulierfreude begeistert auch Erwachsene und die aufgeworfenen Fragen sind universell.  Nur 102 Seiten, noch dazu mit einigen Illustrationen der japanischen Illustratorin Shimowada Sachiyo, und doch so viel nachdenkenswerter Inhalt, besonders für kleine Philosophen, die gern nachdenken.

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