Der Puppengräber

Autorenwertung
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Rezension von: gerdahutt | Rezensionsdatum:

Der Puppengräber von Petra Hammesfahr

Inhalt
Der Roman „Der Puppengräber“ spielt im August 1995 in einem kleinen Dorf. Ben, der erwachsene Sohn von Trude Schlösser, hat den Verstand eines Zweijährigen. Seine Eltern lassen ihm die Freiheit, draußen nach Lust und Laune herumzustreifen. Ein Heim kommt für sie nicht in Frage. Der Junge ist gutmütig. Doch als im Dorf einige junge Mädchen plötzlich verschwinden, fällt der Verdacht auf ihn. Man braucht einen Schuldigen. Ben bringt immer wieder Teile mit nach Hause, die den verschwundenen Mädchen gehören. Seine Mutter lässt die Teile verschwinden. Aber die Eltern sind sich nicht sicher, ob Ben nicht doch der Täter war, zumal er eine Zeit lang Puppen mit dem Messer zerstörte. Sie haben nie die Sicherheit, dass er es nicht war, und das zehrt.

Verhängnisvoller Sturz
Der Roman, der in einem Monat spielt, bringt immer wieder Rückblicke auf früher, auf Bens erste Lebensjahre, auch auf die Nazizeit und rechnet mit dieser ab. Er schildert die Nöte und Probleme, die eine Familie mit einem schwachsinnigen Kind hat. Die Mutter, die während der Schwangerschaft mit ihm auf einer Treppe im Winter stürzte, macht dies für den Schwachsinn ihres Sohnes verantwortlich. Sie tut alles für ihn, um ihm ein einigermaßen normales Leben zu ermöglichen, und kommt dabei selber an ihre körperlichen und psychischen Grenzen. Als sie mitbekommt, dass Ben sich in ein hübsches Mädchen aus dem Dorf verliebt, kann sie zum ersten Mal nicht helfen.

Bens Vater hat nicht so viel Verständnis für den Sohn. So oft dieser Teile von vermissten Mädchen heimbringt, verprügelt er ihn. Als er Ben bei der Leiche des Täters findet, schlägt er ihn fast zu Tode, da er die Situation falsch einschätzt. Erst am Ende des Romans klären sich die Fälle auf. Als der Serienmörder Bens Schwester töten will, greift Ben ein und tötet den Mörder. Er kommt wegen der ihm vom Vater zugefügten Verletzungen eine Zeit lang ins Krankenhaus, dann in ein Heim. Aber seine Mutter holt ihn wieder heraus. Ein Leben im Heim will sie ihm ersparen, zumal es hier zum Alltag gehört, dass er am Bett festgebunden und mit Medikamenten ruhig gestellt wird.

Fazit
Leichte Kost ist der Roman nicht. Er thematisiert im Wesentlichen die Probleme eines geistig schwachen Menschen in der Familie und in der Gesellschaft. Der Roman sensibilisiert für diese Probleme und schildert sie in allen Details. Die Schlössers werden zwar von einigen Leuten im Ort unterstützt, aber nicht von der Mehrheit, und das gibt zu denken.

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