Der Turm der Könige

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Der Turm der Könige

Lisa Grüneisen (Übersetzer). Scherz Verlag 2011, Gebundene Ausgabe, 544 Seiten, € 1,99

Rezension von: amidala | Rezensionsdatum:

Der Turm der Könige

Inhalt

Julia erblickt das Licht der Welt In Sevilla. Sie wächst wohlhabend und behütet als Apothekertochter auf. Eines Tages kommt ihr Vater mit einem schwarzen Mädchen, das er im Hafen als Sklavin gekauft hat, nach Hause. Julia und Mamita Lula, so nennt sich das schwarze Mädchen, sind sofort unzertrennlich und dies wird sich bis zu ihrem Tod nicht ändern. Julia wird mit dem viel älteren Druckereibesitzer Lopez de Haro verheiratet, und verbringt einige Jahre damit ihren kranken Mann zu pflegen. Gleichzeitig lernt sie die Druckerei zu leiten und übernimmt immer mehr Verantwortung im Haus. Als ihr Mann stirbt, bricht sie das erste Mal ganz öffentlich mit den Konventionen und entscheidet sich die Druckerei als Witwe alleine weiterzuführen. Dadurch schafft sie sich einen Feind fürs Leben, denn ihr Druckermeister glaubt ein Recht darauf zu haben jetzt Hausvorstand zu werden, da es nun mal so Sitte ist den Druckermeister dann zu heiraten.

Geerbte Feindschaft

Dann gibt sie einem dahergelaufenen Piraten, der aus Übersee kommt, eine Anstellung und verliebt sich auch noch in ihn. Durch die Heirat mit Leon de Montenegro (der Pirat) holt sie sich das gefährliche Erbe ins Haus und zerstört jegliche Hoffnung ihres Druckermeisters. Leon gehört als Laienbruder dem Johanniterorden an, die ihn aufgenommen und großgezogen haben. Dort wird seine große Begabung für Schach entdeckt und er wird der Auserwählte um die letzte Partie „Christen gegen Muslime“ zu spielen. Dabei geht es um eine Schachpartie die entscheiden soll, wem der Turm der Moschee gehören soll, die Muslime wollten ihn lieber zerstören, als den Christen die Gewalt darüber zu erlauben. Die Christen wollten das fantastische Bauwerk behalten.

Das ganze liegt mittlerweile einige hundert Jahre zurück und bevor die letzte Partie gespielt werden kann muss der verschollene Vertrag darüber gefunden werden. Als ihr Sohn Abel ungefähr neun Jahre alt ist, nimmt Leon ihn nachts mit zu einem Treffen mit dem muslimischen Botschafter und Abel erfährt von der Aufgabe seines Vaters. In dieser Nacht wird sein Vater ermordet, denn es gibt auch viele Gegner, die das Spiel unbedingt verhindern wollen. Kurz vor seinem Ende übergibt Leon seinem Sohn einen Elefanten aus Elfenbein  und Abel muss seinem Vater versprechen seine Suche und das Spiel für ihn fortzusetzen aber vor allem zu gewinnen. Von diesem Moment ändert sich sein Leben und Monsieur Verdoux übernimmt seine Ausbildung, da Leon dies so gewollt hat. Verdoux wird ein enger Vertrauter und Berater der Familie und gibt sein ganzes Schachwissen an Abels Tochter Guiomar weiter. Keiner ahnt auch nur im Entferntesten, was dadurch ins Rollen kommt.

Fazit

Der historische Hintergrund und die Schauplätze sind wirklich gut gewählt. Die Autoren haben ihre Geschichte wunderbar mit den wirklichen Ereignissen verwoben und einen sehr anschaulichen Einblick in das Leben dieser Epoche gewährt. Die Sprache ist gut verständlich und ich hatte nie das Gefühl noch mal irgendwo nachschlagen zu müssen um das Buch zu verstehen. Für jemanden der gerne eine Story über mehrere Generationen liest ist das Buch sehr empfehlenswert. Mir persönlich sagen solche Familiensagas nicht so zu, denn ich fand es kamen zu viele zwischenfamiliäre Krisen und Beziehungskisten vor und viel zu wenig über die Suche und das Spiel. Das ist nicht wirklich was für mich.

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