Der Weg der Achtsamkeit

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Der Weg der Achtsamkeit

Maren Schneider. Knaur MensSana TB 2012, Taschenbuch, 240 Seiten, € 20,00

Rezension von: Ragan Tanger | Rezensionsdatum:

Maren Schneider: Der Weg der : Bewusstheit und Meditation im täglichen Leben

Für den Moment

Maren Schneider ist nicht nur Heilpraktikerin für Psychotherapie und Psychologischer Coach, sondern auch Lehrerin für MBSR & MBCT. Aha. Mindfullness based Stress Reduction und Mindfullness-based Cognitive Therapie sind mit diesen etwas umständlichen Abkürzungen gemeint und deuten auf das, was Schneider in vielen Kursen, vor allen Dingen in ihrem eigenen Institut in Düsseldorf, anbietet: Den konsequenten und liebevollen Weg der Achtsamkeit, den Weg der Präsenz, des einen Momentes, des Innehaltens und des geistigen Erwachens. Das dazu passende Buch hat sie in erster Linie auf Anregung ihrer zahlreichen begeisterten Klienten verfasst, eine Cd ist ebenfalls erhältlich.

Schneiders grundlegende spirituelle Basis ist der Buddhismus und dessen Praktiken und Gebote. Körperempfindungen, Sitzmeditation, reine und bewusste Lebensführung sowie Hinweise auf Yoga und Qi Gong sind der praktische Ansatz dieses Buches.

Der Aufbau des Buches ist einfach und beginnt mit einer interessanten Einführung in das Wesen der Meditation an sich, gepaart mit vielen praktischen Übungen zur Achtsamkeit und innerer Stille. Im zweiten Teil dann werden Übungen aus dem wirklichen Leben integriert: Arbeiten, Partnerschaft oder Angst- und Depressionssituationen im Sinne der Achtsamkeit. Immer gut verdaulich portioniert, mit inspirierenden Ideen versehen und mit teilweise richtig guten Erklärungen.

Das Kapitel Vergänglichkeit erinnert schon fast ein wenig an kraftvolle und vor allen Dingen die vielen praktischen Übungen laden ein zum Mitmachen. Störend hingegen ist der deutlich zu vernehmende religiöse Ton, den sie in der Einleitung eigentlich bewusst ausklammern möchte. Ratschläge, wie jeden Tag dies und jedes üben zu müssen und niemals Alkohol oder andere Rauschmittel zu sich zu nehmen sind fernab menschlicher Freiheit und Teil des Denkgefängnisses quasierleuchteter Menschen.

Vorsicht ist auch bei den körperlichen Hinweisen geboten. Der Kenner sieht sofort, dass es sich hier entweder um den klassischen Ausatemtyp handelt oder, im schlechteren Fall, das blinde Übernehmen falsche Weisheiten. Ein gerader Rücken (den es in der Natur nicht gibt), langer Nacken und Kinn Richtung Brust sind auf Dauer für einatmende, sich in den Raum dehnende Menschen schädlich. Schade, da fehlt es an entsprechenden Hinweisen. Aber darüber kann man hinweg lesen, noch besser lächeln und atmen, just so wie es die Autorin selbst vormacht und erklärt. Am Besten wahrscheinlich mit ihr zusammen in der Praxis.

Fazit:

Das Buch ist eine lockere, leichte, nicht immer hinreichend erklärte, aber dennoch gute Einführung in das, was den Geist der Bewusstheit in seinem Kern ausmacht. Gabs schon oft und auch besser, aber auch häufig schlechter. Von daher: Vor allem für Ausatmer sehr zu empfehlen.

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