Deutschland nach 1945

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Deutschland nach 1945

Walter Göbel. Klett Lerntraining GmbH 2005, Taschenbuch, 176 Seiten, € 15,78

Rezension von: AndreasRuedig | Rezensionsdatum:

: Abiturwissen Geschichte Deutschland nach 1945

Deutsche Nachkriegsgeschichte – das ist die Zeit zwischen dem Ende des Zweiten Welkrieges und der deutschen Wiedervereinigung. In acht Kapiteln wird diese Zeit nacherzählt. Am Ende des Buches wird dann auf einige wenigen Seiten gezeigt, wie dieses Wissen im Abitur abgefragt werden kann.

Der Autor

Göbel, der auch einen Doktortitel besitzt, ist nicht nur Gymnasiallehrer für die Fächer Geschichte und Englisch in Bayern. Er arbeitet auch als Referent an der Akademie in Dillingen an der Donau und bei der Konrad-Adenauer-Stiftung. Außerdem ist er Zweitprüfer im Staatsexamen für das Fach „Didaktik der Geschichte“ an der Universität Würzburg.

Der Verlag

Der Ernst Klett Verlag ist nach Angaben der Sekundarliteratur (siehe beispielsweise Wikipedia) einer der größten Schulbuchverlage in Deutschland. Er bietet Unterrichtsmaterialien und Begleitmaterial für alle Unterrichtsfächer an. Der Verlag gehört zur Ernst AG und ist ein Tochterunternehmen davon.

Eine Besprechung des Buches

Getrennt nach den beiden deuschen Staaten vermittelt das Buch alle wichtigen Fakten. Interessant ist dabei die besondere Betrachtung der Außenpolitik und die Stellung Deutschlands in der Welt. Schaut man sich als Leser die Seitengestaltung an, so fällt auf, daß am äußeren Rand einer jeden Seite ein Extrastreifen vonhanden ist. Dort werden zusätzliche Informationen (wie beispielsweise Originalzitate von Politikern) wiedergegeben. Jeweils am Ende eines Kapitels gibt es noch einmal eine Zusammenfassung der wichtigsten Aussagen. Schaubilder, Fotos und Karikaturen werden zur Illustration herangezogen.

Neben der starken Betonung der Außenpolitik gibt es zwei weitere Punkte, die mir persönlich mißfallen. Bei aller Konzentration auf Formalitäten wie Gesetze und Verträge bleibt das Buch erschreckend oberflächlich. Viele Bereiche werden nicht behandelt, wie etwa die Wirtschaftspolitik, Eingliederung der Vertriebenen, Arbeitsmigration nach Westdeutschland oder die zunehmende Bedeutung Europas.

Da der Erzählstil Göbels auf mich persönlich oberlehrerhaft und aufzählend wirkt, bereitet mir das Lesen keine Freude. Wie sahen die Argumente pro und contra Wiederbewaffnung aus? Wie verliefen die Studentenproteste der `60er Jahre und der Terrorismus der RAF (Stichwort: „Deutscher Herbst“)? Welche Bedeutung hat das Wunder von Bern? Warum wurde Wolf Biermann ausgebürgert?

Ich stelle diese Fragen hier nicht umsonst. Sie stehen nicht nur für die Themen, die fehlen. Sie sollen auch darauf hinweisen, daß Göbels Erzählstil unpersönlich und eher aufzählend wirkt. Hier wird Politik nicht von Menschen gemacht. Hier geschieht sie abstrakt und im Sinne übergeordneter Interessen.

Das Fazit

Aus meiner individuellen Sicht ist das Buch unvollständig, weil einseitig auf die Außenpolitik bezogen. Dem Buch fehlt ein flüssiger Erzählstil, der den jugendlichen Leser auch persönlich und emotional anspricht. Sollt es weitere Auflagen des Buches geben, können sie nur besser werden.

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