DGFP: Personalentwicklung bei längerer Lebensarbeitszeit

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Rezension von: AndreasRuedig | Rezensionsdatum:

(Hrsg.) Personalentwicklung bei längerer Lebensarbeitszeit Ältere Mitarbeiter von heute und morgen entwickeln; W. Bielefeld 2012; 130 Seiten; ISBN: 978-3-7639-3875-9

Wir Menschen werden immer älter. Schon im Jahre 2015 ist jede dritte Fach- und Führungskraft bei uns in Deutchland über 50 Jahre alt. Die Lebensarbeitszeit von Beschäftigten verlängert sich in allen Branchen. Gleichzeitig beginnt das Rentenalter erst mit 67 Jahren. Die Zahl der Berufseinsteiger sinkt, da jetzt die geburtenschwachen Jahrgänge voll durchschlagen. Das Buch stellt „eine kontinuierliche und altergruppenorientierte Kompetenzentwicklung vor, mit der eine gezielte Personalentwicklung konkret für Ältere von heute und morgen möglich ist,“ wie Klaudia Künnemann, ihres Zeichens Pressesprecherin des westfälischen Verlages, berichtet.

Wer gehört zu den älteren Mitarbeitern? Wie welchem Personalkonzept können Unternehmen diese Personalgruppe optimal einsetzen, fordern und fördern? Dies sind Fragen, die in dem Buch angesprochen werden.

Das vorliegende und hier besprochene Buch ist Band 105 der Buchreihe „DGFP-PraxisEdition“.

Die Deutsche Gesellschaft für Personalführung ist die Herausgeberin des Werkes. Es gibt sie seit 1952. Nach eigenen Angaben ist sie die „größte Fachorganisation für Personalmanagement und Personalführung in Deutschland“. Sie organisiert nicht nur einen „unternehmensübergreifenden, strukturierten Erfahrungsaustausch und ein einzigartiges Kompetenznetzwerk zwischen Personalverantwortlichen“; nach eigenen Angaben ist „die Organisation von themenbezogenen Arbeitskreisen, in denen Personalmanager aus Unternehmen, Wissenschaftler und Berater neue Praxislösungen für die Personalarbeit entwickeln“, ein Schwerpunkt der Tätigkeit der DGFP.

Sascha Armutat, Andrea Druck und Ralf Jansen sind einige der Autoren, die Beiträge für dieses Buch liefern. Sie bewegen sich inhaltlich auf einem so hohen Niveau, wie wir es aus dieser Buchreihe gewohnt sind. Ob ein solches Buch für kleine und mittelständische Unternehmen geeignet ist, sei einmal dahingestellt. Es wendet sich wohl eher an Arbeitsverwaltung, Berufsbildungsforschung (Bundesinstitut für Berufsbildungsforschung, Landes- und Bundespolitik) sowie die universitäre Forschung in der Betriebswirtschaftslehre. Dort werden die Leser eher in der Lage sein, den Ausführungen folgen zu können. Für den normalsterblichen Leser ist das Buch doch sehr fachtheoretisch geraten…

Ein paar eigene Gedanken

Wer die Geschehnisse der letzten 2 – 3 Jahrzehnte auf dem deutschen Arbeitsmarkt verfolgt, wird bei einem Buch wie diesem schon ins Grübeln kommen. Lange Zeit galten alte Arbeitnehmer als überflüssiger Ballast. Sie waren körperlich nicht mehr einsetzbar, häufig krank und wurden daher gerne mit sozialen Maßnahmen wie Frühverrentung, Sozialplänen usw. aus dem Arbeitsleben verdrängt. Die langfristigen wirtschaftlichen und finanziellen Folgen wurden dabei allzu leicht übersehen. Und nun wird auf einmal darüber geredet, daß auch lebensältere Mitarbeiter wieder willkommen sind. Leider wird in dem Buch nicht darüber gesprochen, ob ältere Arbeitnehmer auch tatsächlich eine Chance auf dem Arbeitsmarkt sind oder ob sie dort zu den besonderen Zielgruppen gehören, um die man sich intensiver kümmert / kümmern müßte.

Das Fazit

Hier liegt ein Buch von Fachautoren für Fachleser vor. Wer sich nicht in der Thematik auskennt, wird schon seine Schwierigkeiten damit haben.

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