Dialog mit meinem Gärtner

Autorenwertung
  • Handlung
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  • Zwischenmenschliches
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  • Besetzung
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  • Anspruch
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  • Gesamt
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Rezension von: Rezension.org | Rezensionsdatum:

Dialog mit meinem Gärtner

Inhalt
Ein Maler Mitte fünfzig kehrt Paris den Rücken und zieht in sein Elternhaus auf dem Land zurück. Er lebt in Scheidung und gibt eine Zeitungsannonce auf – in der Hoffnung, jemanden zu finden, der sich um den großen Garten des Hauses und das Grundstück kümmert. Der erste Anwärter, Leo, ist gleichzeitig eine große Überraschung, ist er doch ein ehemaliger Klassenkamerad – natürlich bekommt er prompt die Stelle.

Gemeinsam schwelgen die beiden fortan in gemeinsamen Erinnerungen und frischen diese wieder auf. Aus ihren Gesprächen heraus entwickelt sich allmählich eine enge Freundschaft zwischen den beiden unterschiedlichen Charakteren – der eine ein Intellektueller, der andere ein Eisenbahnarbeiter mit einer Leidenschaft fürs Gärtnern. Durch den intensiven Austausch miteinander bekommen schließlich beide eine neue Perspektive auf die kleinen und großen Dinge des Lebens. Bald nennen sie sich gegenseitig nur noch Dujardin und Dupinceau, was übersetzt Garten und Pinsel bedeutet. Auch in Krankheits- und Krisenzeiten steht der Eine dem Anderen dann schließlich zur Seite.

Fazit
Der Regisseur inszenierte „Dialog mit meinem Gärtner“ nach einem Roman von Henri Cueco. Er schuf damit eine fein akzentuierte Mischung aus einer leisen Komödie und einem romantischem Melodram. „Dialog mit meinem Gärtner“ ist ein leichter und dennoch melancholischer Film über Freundschaft, Erinnerungen und die Vergänglichkeit. Dabei beschreibt er eindrucksvoll auch die Gegensätze zwischen Stadt und Land. Die Darsteller zeigen dabei ihr genaues Gespür für Rhythmus und feine Nuancen.

Die Karriere des Regisseurs Jean Becker verlief sehr ungewöhnlich. Becker ist der Sohn einer der bekanntesten Regisseure. Nach 17 Jahren, in denen Jean Becker keinen einzigen Film drehte, inszenierte er im Jahre 1983 zum ersten Mal wieder einen Kinofilm, der dann gleich mit vier Cesars ausgezeichnet wurde. Danach drehte er fünf weitere Filme, die ihn alle aufs Land führten. Vor „Dialog mit meinem Gärtner“ kamen noch „Elisa“ und „Ein Sommer auf dem Lande“ in die Kinos.

Das ländliche Umfeld filmt Becker dabei mit anmutender Selbstverständlichkeit. Er verwendet keine übertriebenen Stilisierungen, sondern konzentriert sich vor allem auf seine Figuren. Er achtet dennoch auch stets sehr genau auf die die kleinen und leisen Geräusche, etwa das Knacken eines Zweiges oder das Geräusch des Windes. Er bringt Sinnlichkeit in seine Filme, indem er mit Licht und Farben spielt und Früchte und Genüsse immer wieder als eigenes Stilmittel benutzt.

Im Zentrum der Handlung von „Dialog mit meinem Gärtner“ stehen aber ohne Zweifel die Dialoge der beiden Hauptdarsteller. In dem Film wird die Rolle des Malers mehr hervorgehoben als es in der Buchvorlage der Fall ist, denn dort steht eher die Rolle des Gärtners im Vordergrund. Die Darsteller sind dabei entscheidend für das Gelingen des Film – sie agieren vom Anfang bis zum Ende äußerst glaubwürdig in Beckers anspruchsvollem und gelungenem Film über die hohe Schule des Miteinanders.

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