Diamanten-Dynastie

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Diamanten-Dynastie

Gabriele Conrad (Übersetzer). Goldmann 1997, Taschenbuch, 448 Seiten, € 0,01

Rezension von: Kokoro | Rezensionsdatum:

 Diamantendynastie von

Das Buch schildert die Geschichte und den Hintergrund von Kate Blackwell, einer machtbesessenen – aber nicht schlechten – Frau, über einen Zeitraum von rund 100 Jahren -von den Anfängen des Diamantenschürfens ihres Vaters Jamie McGregor, der als schottischer Einwanderer in Südafrika der Armut entkommen wollte, über die Geschichte ihres Ehemannes bis hin zur Neuzeit als Leiterin eines großen Konzerns in den USA. Die Geschichte beginnt 1982, dem 90. Geburtstag von Kate, die sich an fast ein Jahrhundert Familiengeschichte erinnert. Kates eigener Lebensweg war gerade am Anfang nicht einfach, ihre Mutter stirbt 1910, als sie 18 Jahre alt ist, als traurige Frau, und hinterläßt Kate die Diamantenminenfirma „Kruger-Brent“, die bereits mehrere internationale Tochterfirmen hat. Kate ist ehrgeizig und schreibt sich gegen viel Widerstand auf der Wirtschaftsschule ein und bestimmt ab diesem Zeitpunkt die Geschicke der Firma selbst. Sie verliebt sich in David, der bereits seit langem für den Konzern arbeitet und das Vertrauen ihres Vaters genossen hat und der auch bis zu ihrem 21. Lebensjahr treuhänderisch ihr Geld verwaltet und für die Firma zuständig ist. Leider liebt dieser jedoch eine andere Frau und Kate droht, ihren besten Mitarbeiter und Freund zu verlieren, da dieser in den USA für seinen Schwiegervater in spe ein Geschäft aufbauen soll. Zufällig jedoch verkauft dieser kurz vor dem geplanten Arbeitsbeginn und Umzug in die USA – Kate und er suchen bereits Nachfolgekandidaten für ihn – sein Patent an eine andere Firma und David will nun auch nicht mehr seine Verlobte heiraten, da er ihr nichts bieten kann. So kommen David und Kate doch noch zusammen und ein wenig später erfährt der Leser, daß Kate den Kaufvertrag über die Patentrechte in ihren Wandsafe legt….

In den Jahren 1914-1945 expandiert Kruger Brent, und Kate und David leben ein erfolgreiches und glückliches Leben. Sie streiten sich auch, und David erfährt indirekt, wie wichtig Kate die Firma ist und wieviel sie dafür opfert. Schließlich beschließen sie den Firmensitz nach New York zu verlegen, und Kate und David bekommen einen Sohn, Tony. Kate ist begeistert, denn nun kann sie jemandem ihr Lebensweg in der Zukunft vermachen. Tony leidet jedoch sehr unter dem Erfolgsdruck durch seine Mutter und traut sich auch nicht, sein künstlerisches Talent und Interesse offen zu zeigen. Dennoch geht Tony nach Paris, um Malerei zu studieren und lernt die faszinierende Dominique kennen und lieben. Er bekommt eine Ausstellung, und sogar Kate kommt zu Besuch und organisiert, daß der einflußreichste Kritiker auch zur Eröffnung kommt. Dieser zeigt sich sehr beeindruckt von den Werken Tonys. Umso niederschmetternder ist es für Tony, am nächsten Tag in der Zeitung zu lesen, daß dieser eine vernichtende Kritik über ihn geschrieben hat. Daraufhin beugt er sich dem Willen seiner Mutter, gibt die Malerei und Dominique auf und tritt in die Firma ein. Erst viel später soll er erfahren, daß beide – Dominique und der Kritiker – von seiner Mutter Kate durch Geld beeinflußt worden waren…

Der Leser weiß jedoch, daß Kate dies tut, um alles zum Besten zu beeinflussen und die Firma für die Nachwelt in der Familie zu halten!

Auch um Tony zu verheiraten und bei ihren Enkelkindern wendet Kate einen Trick an. Sie beeinflußt Tonys Frau derart, daß diese trotz erheblicher gesundheitlicher Risiken die Kinder austrägt. So wird Tony Vater von Zwillingen, Eve und Alexandra, aber seine Frau stirbt dabei. Als Tony dies erfährt, ergreift er dramatische Mittel. Eve und Alexandra wachsen daher ohne großen väterlichen Einfluß bei Kate heran, wobei der Leser Kate in dem Wissen voraus ist, daß Eve ihre Schwester Alexandra haßt und dieser das Leben nicht nur schwer macht, sondern diese auch tatsächlich umbringen will. Dies macht sie jedoch so gewieft, daß alle Eve für einen Engel halten und Kate baut die schlaue und businessorientierte Eve nach und nach zu ihrer Nachfolgerin auf… Wird sich das Blatt noch wenden?

Fazit

Wie so häufig bei Sidney Sheldon ist die Hauptfigur des Romans eine – erfolgreiche und clevere – Frau, die zwar dramatische und ethisch nicht akzeptable Mittel wählt, um zu ihrem Willen – Erhalt des Familienkonzerns – zu gelangen, aber dennoch dem Leser im tiefsten Innern sympathisch bleibt, weil dieser die Hintergründe kennt. So schwankt er stets, mit welcher der Figuren im Zeitablauf er mitzittern soll. Sheldon schafft es wie kein zweiter Autor, eine Familiensaga so spannend aufzubauen, daß man das Buch kaum aus der Hand legen kann. Seine Schilderungen sind stets so zeitlos gehalten, daß sie auch nach Jahrzehnten nicht altmodisch klingen und für Leser aller Altersgruppen ein wunderbarer Lesestoff sind. Sehr empfehlenswert!

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