Die 6. Geisel

Autorenwertung
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Die 6. Geisel - Women's Murder Club -

Andreas Jäger (Übersetzer). Limes Verlag 2008, Gebundene Ausgabe, 384 Seiten, € 19,90

Rezension von: istillreadbooks | Rezensionsdatum:

Die 6. Geisel von

Inhalt
Claire Washburn, Pathologin mit hervorragendem Ruf, wird an Bord einer Fähre scheinbar völlig grundlos von einem geistig verwirrten Schützen angeschossen. Doch Claire Washburn ist nicht das einzige Opfer – während Claire verletzt überlebt, kommt für viele andere Passagiere an Bord der Fähre jede Hilfe zu spät. Doch nicht nur die Tragödie selbst macht Claire zu schaffen: Denn kurz bevor der Schütze Claire und ihren Sohn ins Visier nimmt, behauptet er, dass Claire selbst die Schuld an der schrecklichen Tragödie trage – denn sie hätte ihn (den Schützen) seiner Meinung nach aufhalten müssen.

Detective Lindsay Boxer hat derweil alle Hände voll zu tun. Denn nicht nur der Amoklauf auf der Fähre, bei dem ihre beste Freundin Claire fast gestorben wäre, erschüttert Lindsay – zeitgleich hat sie es mit einer Serie von äußerst mysteriösen Kindesentführungen zu tun. Immer wieder verschwinden am hellichten Tag kleine Kinder wohlhabender Eltern gemeinsam mit den Kindermädchen. Doch danach herrscht Stille – kein Zeichen von den Entführern, keine Lösegeldforderungen, keine Mitteilungen an die Eltern. Und nicht selten tauchen die Kindermädchen kurze Zeit später als Leichen wieder auf. Doch was bezwecken die Entführer? Lindsay Boxer ermittelt ohne Atempause, doch erst ihre Freundinnen vom „Women’s Murder Club“ bringen sie schließlich auf die richtige Spur…

Ein spannender Krimi, der durch sympathische Hauptfiguren und einen gut durchdachten Plot überzeugen kann

James Patterson gehört bereits seit etlichen Jahren zur Riege der internationalen Bestsellerautoren. Seine Thriller um den Kriminalpsychologen Alex Cross machten ihn zum weltweit anerkannten und erfolgreichen Schriftsteller. Mit „Die 6. Geisel“ liegt nun der sechste Roman um die Polizistin Lindsay Boxer und den „Women’s Murder Club“ vor. In ihrem sechsten Fall bekommt Lindsay Boxer es gleich mit zwei schwierigen Fällen zu tun, die ihr schwer zu schaffen machen – doch die Ermittlungsarbeiten gestalten sich eher durchwachsen, und Lindsay Boxer sorgt sich außerdem um ihre Freundin Claire, die von einem verrückten Amokschützen angeschossen wurde.

Der Fall um den verrückten Amokschützen bildet einen der beiden Haupthandlungsstränge in „Die 6. Geisel“, und auch wenn dieser Fall relativ schnell aufgeklärt wird, ahnt der Leser bereits, dass die Tragödie auf der Fähre Lindsay noch länger beschäftigen wird. Zudem kann sich Lindsay über die Aufklärung des einen Falls ohnehin nicht richtig freuen, da sie es gleichzeitig mit skrupellosen und perversen Kindesentführern zu tun hat. So wird der Fall um das verschwundene Mädchen Madison Tyler und ihr italienisches Kindermädchen Paola Ricci für Lindsay mehr und mehr zur „Herzensangelegenheit“. Patterson baut darüber hinaus eine kleine Liebesgeschichte mit in seinen Roman ein, und unter anderem durch dieses stilistische Mittel gelingt es ihm, die Figuren des Romans zu jeder Zeit authentisch und menschlich wirken zu lassen.

Fazit
James Patterson hat mit seiner Alex Cross-Reihe bereits bewiesen, dass er es versteht, spannende und glaubwürdige Thriller zu schreiben. Mit „Die 6. Geisel“ stellt er diese Fähigkeit erneut eindrucksvoll unter Beweis. Bei der Lektüre des Romans fällt auf, dass Patterson scheinbar etwas „zahlenverliebt“ ist, denn alle Romane seiner Reihe um Lindsay Boxer tragen eine Zahl im Titel, und folgen somit nicht nur „handlungstechnisch“ einer gewissen chronologischen Reihenfolge.

Der erste Roman der Reihe trägt beispielsweise den Titel: „Der erste Mord“, für den vierten Roman wurde der Name „Die 4. Frau“ gewählt. Die Handlung in „Die 6. Geisel“ ist relativ penibel in mehr als 100 Kapitel eingeteilt, was den Lesefluss mitunter leider etwas behindert. Der Krimi überzeugt jedoch durch sympathische Figuren und einen glaubwürdigen Handlungsverlauf, wenn sich die Geschichte zum Ende hin auch etwas vorhersehbar entwickelt. Wer über die (teilweise übertrieben genaue) Kapiteleinteilung hinwegsehen kann, und sich an den „Zahlenspielen“ des Romans nicht stört, kommt in den Genuss eines spannenden und kurzweiligen Thrillers. Insgesamt somit sicher kein „Jahrhundertkrimi“, trotzdem zweifellos lesenswert.

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