Die Augen der Dunkelheit

Autorenwertung
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  • Lesbarkeit
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  • Kreativität
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  • Spannung
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  • Cover
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  • Gesamt
    3.5 Sterne3.5 Sterne3.5 Sterne3.5 Sterne3.5 Sterne
Rezension von: Kokoro | Rezensionsdatum:

Die Augen der Dunkelheit von Dean Koontz

Inhalt

Tina Evans ist eine junge – recht frisch geschiedene – Frau, die in Las Vegas zunächst als Showtänzerin gearbeitet hat und sich nach der Geburt ihres Sohnes Danny nach und nach zur erfolgreichen Choreographin neuer Shows entwickelt hat. Kurz nach der Scheidung von ihrem Mann kam ihr 12jähriger Sohn Danny ums Leben und sie stürzte sich seitdem in die Arbeit.

Kurz vor Jahresende wird die Premiere ihres ersten großen Bühnenstücks ein großer Erfolg, aber gleichzeitig häufen sich bei ihr unheimliche Vorgänge: im Zimmer ihres toten Sohnes steht beispielsweise plötzlich die Nachricht „nicht tot“ auf einer Malwand, das Zimmer wird verwüstet usw.

Da sie auf der Premierenfeier den netten und interessanten Anwalt Eliott kennengelernt hat – beide finden sich spontan zueinander hingezogen -, bittet sie diesen um Hilfe bei der Exhumierung ihres Sohnes, da sie die Leiche nie gesehen hatte. Bei dem Busunglück damals hatte man ihr gesagt, daß die Leiche so verstümmelt sei, daß sie sich diesen Anblick ersparen solle.

Kaum bittet Eliott zunächst einen alten Militärkameraden und jetzigen Richter informell um die Exhumierung, um den Vorgang dann nach offiziellem Einreichen zu beschleunigen, werden die Vorkommnisse bedrohlicher: Zuerst wird Eliott in seinem Haus überfallen, er soll mittels Wahrheitsdrogen zu der Exhumierung befragt werden, kann die Verbrecher aber überlisten, danach fällt Tina fast einer Gasexplosion zum Opfer.

Beide machen sich auf den Weg nach Reno, wo nicht nur Danny ums Leben kam, sondern auch der Bestatter und andere Fachleute sind, die ihnen vielleicht mit Informationen weiterhelfen können. Doch die vor nichts zurückschreckenden und mächtigen Feinde sind ihnen dicht auf den Fersen.

Aufgrund der Tatsache, daß man ihnen nachstellt trotz des eigentlich harmlosen Wunsches der Exhumierung, glauben nun sowohl Tina als auch Eliott, daß Danny nicht wirklich tot ist, sondern irgendwo gefangen gehalten wird.

Und Tina glaubt mehr und mehr, daß Danny ihr übersinnliche Nachrichten durch die Wörter (die auch in anderen Situationen auftauchen) schickt, damit sie ihm helfen kann. Sie entdecken ein geheimes und scharf bewachtes Forschungsprojekt mitten in der Wüste bei Reno – aber schaffen sie beide allein es, Danny dort heraus zu holen?

Ergänzende Informationen

Dieser Roman ist einer von mindestens drei Romanen (Schlüssel der Dunkelheit/Key to Midnight, Die Augen der Dunkelheit/The Eyes of Darkness und Flüstern in der Nacht/Whispers) von Koontz aus den Jahren 1979-1981, geschrieben unter dem Pseudonym Leigh Nichols, die sehr ähnlich aufgebaut sind und sehr ähnliche Elemente beinhalten:

a) einer der Protagonisten hat eine schwere Kindheit hinter sich, mit Schlägen von den Eltern usw.

b) eine Person im Roman stemmt schwere Gewichte zum Fitbleiben

c) eine der Hauptpersonen hat einen Flugschein für kleine Flugzeuge

d) der männliche und weibliche Protagonist lernen sich recht früh in der Geschichte kennen, verlieben sich – ohne große Verwicklungen – ineinander und unterstützen sich in der Geschichte gegenseitig; sie ergänzen sich auch im Leben und vom Charakter wunderbar

e) es wird immer mindestens einmal ein Cognac, und zwar immer Remy Martin, getrunken

Es macht daher ein wenig den Eindruck, daß Koontz in diesen Jahren ein Thema mit bestimmten Elementen sehr am Herzen gelegen hat – immerhin hatte er selbst eine ähnlich schwere Kindheit – und diese Motive in verschiedenen Geschichten immer wieder verarbeiten wollte.

Die Vermutung, es fehle ihm an Phantasie, sich neue Elemente auszudenken, ist nämlich nicht haltbar, da er in diesen Jahren noch viele weitere Romane geschrieben hat, teilweise unter anderen Pseudonymen, die völlig anders vom Aufbau und den Elementen sind.

Fazit

Ein sich leicht lesender Roman, der an Spannung leider aber schon am Anfang verloren hat, da der Verlag unglückseligerweise die Auflösung bereits auf das rückwärtige Cover geschrieben hat. Auch die Wahl des vorderen Covers mit dem Kapuzenmann, ist unglücklich und irreführend, denn mit einem Horrorthriller hat der Roman nun wirklich nichts zu tun.

Dennoch gut geschrieben, die Charaktere sympathisch dargestellt und ein Fünkchen „mystery“, der aber nicht zu stark aufgetragen ist.

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