Die Doppelgängerin

Autorenwertung
  • Dialoge
    ein Buchein Buchein Buchein Buchhalbes Buch
  • Unterhaltung
    ein Buchein Buchein Buchein Buchein Buch
  • Übersetzungsqualität
    ein Buchein Buchein Buchein Buchein Buch
  • Charaktere
    ein Buchein Buchein Buchein Buchkein Buch
  • Gesamt
    4.5 Sterne4.5 Sterne4.5 Sterne4.5 Sterne4.5 Sterne

Die Doppelgängerin

Christoph Göhler (Übersetzer). Blanvalet Taschenbuch Verlag 2005, Taschenbuch, 416 Seiten, € 0,45

Rezension von: Kokoro | Rezensionsdatum:

Die Doppelgängerin von

Inhalt

Blair Mallory, eine ehemalige Cheerleederin, geschieden und Inhaberin eines Fitness-Studios wird eines Abends nach Geschäftsschluß auf dem Parkplatz ihres Studios Zeugin eines Mordes an einer ihrer Kundinnen. Diese Kundin war vielen anderen Mitgliedern des Studios auf die Nerven gegangen und hatte mit ihrer Friseur, Kleidung usw. auch versucht, Blair zu imitieren. Daher ist Blair zwar geschockt über den Mord, aber nicht wirklich traurig.

Als die Polizei kommt, wird sie für einen kurzen Moment zwar auch verdächtigt, dann aber als Zeugin und möglicherweise auch gefährdete Person befragt. Einer der Polizisten am Ort ist Lieutenant Wyatt Bloodsworth, mit dem sie vor 2 Jahren eine sehr kurze Fast-Affaire hatte, der sich jedoch nach der 3. Verabredung nicht mehr bei ihr gemeldet hatte. Daher ist Blair noch immer auf ihn böse und behandelt ihn anfangs entsprechend. Zu allem, was er sagt und macht, hat sie Widerworte. Da ihr Studio wegen der laufenden Ermittlungen ohnehin geschlossen ist und weil die Polizei und sie befürchten, daß der Mörder es auf sie abgesehen hat, fährt sie für ein paar Tage ans Meer zum Ausspannen. Plötzlich taucht dort Wyatt auf, der alles daran gesetzt hat, sie zu finden. Prompt kommen die alten Gefühle wieder hoch und die beiden beginnen nun wirklich eine Affaire.

Der Mörder der jungen Frau wird bald gefaßt, aber nun beginnen Anschläge auf Blair, unter anderem wird ihr Auto sabotiert und direkt vor ihrem Haus wird sie angeschossen. Parallel zu der emotional anstrengenden Affaire mit Wyatt ist so Blairs Leben völlig auf den Kopf gestellt, und sie weiß nicht mehr, ob sie ihren eigenen Gefühlen trauen kann – und denen von Wyatt, der ihr immer wieder klarmachen will, daß sie beide zusammengehören, auch wenn sie wegen der Sache von vor zwei Jahren noch immer auf ihn sauer ist.

Fazit

Witzige Charaktere und Dialoge

Anders als in Linda Howards anderen Romanen ist dieser in der „Ich-Form“ geschrieben, Blair schildert alle Begebenheiten aus ihrer subjektiven Sicht und tut dies auch sehr selbstironisch. So spielt sie mit den Vorurteilen über blonde, gutaussehende Collegemädchen und nimmt dieses allgemeine Bild dabei auf die Schippe. Ehe ihre Gesprächspartner es sich versehen, hat sie sie schon um den Finger gewickelt oder in Grund und Boden geredet, so daß einem Wyatt richtig leid tun kann. Dabei flicht die Autorin neben dem Fortgang der Handlung auch immer die Gedanken von Blair mit ein, so daß der Leser stets den Eindruck hat, sich mit der Hauptperson zu unterhalten. Das ist ab und an etwas dick aufgetragen, überwiegend jedoch wirklich sehr lustig.

Beim ersten Mal, als Blair angeschossen wird, beschreibt sie beispielsweise, wie wichtig es für sie in dem Moment ist, etwas Süßes zu essen zu bekommen, und als die gleichen Polizisten auch bei dem Autounfall zugegen sind, stellt sie tief befriedigt fest: „Man bot mir Kaugummis und Käsecracker an. Kartoffelchips. Erdnüsse. Ich aß die Erdnüsse und das Popcorn und lehnte alles andere dankend ab, weil ich sonst geplatzt wäre. Eine Sache… bekam ich allerdings nicht angeboten. … wo blieben bitte die Donuts?? Wir waren hier immerhin auf einem amerikanischen Polizeirevier, …“

Hut ab wieder vor dem Übersetzer, der es großartig schafft, die Gedanken einer Frau so zielsicher ins Deutsche zu übersetzen!

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