Die Dramaturgie des Tötens

Autorenwertung
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  • Spannung
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  • Aufmachung
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  • Geschichte
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  • Gesamt
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Die Dramaturgie des Tötens

Gabriele Weber-Jaric (Übersetzer). Rowohlt Taschenbuch Verlag 2009, Taschenbuch, 400 Seiten, € 6,90

Rezension von: Kokoro | Rezensionsdatum:

Die Dramaturgie des Tötens von

Inhalt
Amy Gallup ist im Grunde ihres Herzens Autorin und hat vor 30 Jahren auch recht erfolgreich einen Roman veröffentlicht, danach jedoch nicht mehr. Deshalb arbeitet sie als Lektorin und gibt Schreibseminare, um sich ihren Lebensunterhalt zu verdienen. In ihrem neuesten Schreibkurs hat sich eine bunte Menge unterschiedlichster Menschen zusammengefunden, die Teilnehmer interessieren sich sehr für die Werke der anderen Teilnehmer. Bald werden Amy und einige ihrer Teilnehmer jedoch von einem Unbekannten bedroht – zunächst verbal und schriftlich, dann aber auch tätlich, und die Vermutung liegt nahe, dass es jemand aus dem Kurs sein muss. Obwohl die Universitätsleitung den Kurs absetzt, sind die Teilnehmer Amy treu und suchen gemeinsam den Täter, zumal auch noch ein Teilnehmer stirbt.

Die Autorin
Über Jincy Willett ist leider nicht viel bekannt, und sie hat bislang auch nur wenig veröffentlicht, meist handelte es sich bei ihren Werken um Kurzgeschichten.

Der auch auf anderen Websites immer wieder zitiertes Kurzportrait ist wenig aussagekräftig, zumal unklar ist, was davon wörtlich zu nehmen bzw. wahr ist („…manchmal, spätnachts, …, lacht sie unpassend“). Sie scheint jedoch in der Tat eine etwas ältere Autorin und Lektorin zu sein, die – ebenso wie die Hauptfigur im hier vorliegenden Roman – Schreibkurse gibt. Auch die von ihr betriebene Website ist vielen Inhalten im vorliegenden Roman sehr ähnlich und betreibt „Antimarketing“.

Fazit
Das Buch liest sich sehr kurzweilig, auch wenn eine richtige Spannung nicht aufkommt, was aber sicherlich auch nicht der beabsichtigte Zweck der Autorin war, da die Handlung vor allem von witzigen Beschreibungen (so beispielsweise die Einführung der Kursteilnehmer mit ihren Namen, die teils von der Administration falsch aufgenommen wurden, teils schwer auszusprechen sind – Seite 12-19), interessanten Charakterstudien und amüsanten sozialen Interaktionen lebt. Die Autorin scheint sehr viel Autobiographisches eingebaut zu haben, so ist der im Buch von der Hauptfigur Amy beschriebene Literatur-Blog fast 1:1 auch so auf der Homepage der Autorin zu finden. Auch die „Kurzbiographie“ der Hauptfigur entspricht zu 100 Prozent der Autorenbiographie auf dem Klappentext.

Handwerklich gut geschrieben, vermisst man jedoch ein wenig wirklich neue oder ungewöhnliche Wendungen in der Handlung. Trotz der recht auffällig-unauffällig gelegten falschen Spuren, die vom Täter wegführen sollen, ist jedoch schon nach rund 100 Seiten (von 399) klar, wer am Ende die Taten begangen hat.

Ungewöhnlich an dem Buch sind von der Aufmachung her das Format (12,5×21 cm, also weder Taschenbuchformat, noch DIN-A5, sondern eher länglich) sowie die unterschiedlichen benutzen Schriftfonts je nach Art der Beschreibung (Blog/Tagebucheintrag, literarisches Werk/Hausarbeit der Teilnehmer usw.). Für den Geschmack des Rezensenten ist es etwas zu durcheinander auf diese Weise, aber es erleichtert inhaltlich in der Tat die Zuordnung.

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