Die Feuerbälle auf Erpresserjagd

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Die Feuerbälle auf Erpresserjagd

Juliane Breinl. Verlag Sankt Michaelsbund 2012, Taschenbuch, 128 Seiten, € 6,95

Rezension von: Ratte | Rezensionsdatum:

: Die Feuerbälle auf Erpresserjagd

„Abenteuer einer Kinderbande im geteilten Deutschland“, so lautet der Untertitel beider Kinderbücher von Juliane Breinl, dies hier ist der zweite Band.

Inhalt

Fünf Freunde sind es, die sich regelmäßig auf dem Dachboden treffen, zusammen viel unternehmen, in die gleiche Klasse gehen, an einer Geheimschrift arbeiten und auch sonst das tun, was man aus diversen Freunde-Büchern kennt. Der einzige, und wichtige, Unterschied ist, dass die Freunde in der DDR leben und auch DDR-typische Probleme haben. Da wird Tobias geschnitten und auch von den Lehrern in der Schule ungerecht behandelt, denn seine Eltern haben einen Ausreiseantrag gestellt. Staatsfeinde sind die. Da bekommt einer der Schüler Leistungsabzeichen, die meisten sind bei den jungen Pionieren, schon kleinere Kinder wissen, dass die Stasi überall ihre Ohren hat und eifrig bespitzelt. Die Geschichte um die Feuerbälle, die eine Erpressung aufdecken: Zwei Achtklässler erpressen das wöchentlich eingesammelte Milchgeld der zweiten Klasse, scheint in einem ganz fremden land zu spielen. Oder auch nicht. Da gibt es Ärger mit strengen Lehrern, die ersten Schmetterlinge im Bauch, wenn ein Junge und ein Mädchen, bisher die besten Freunde, feststellen, dass sie doch mehr füreinander empfinden. Da gibt es die Scham, wenn ein Junge ein Gedicht findet, das ein Mädchen geschrieben hat. Wird er sie jetzt auslachen, es überall herumerzählen? Da gibt es ungeliebte Tanten, brummige Onkel, das ganz normale leben – und eben auch das ganz andere Leben in einem ganz anderen deutschen Staat.

Fazit

Seit mehr als 20 Jahren ist der real existierende Sozialismus Geschichte und viele Kinder und Jugendliche können sich heute schon nichts mehr darunter vorstellen. Da war eine Grenze mitten durch Deutschland und die drüben konnten nicht einfach so reisen? Krass! Wie war es wirklich in der DDR?  Für Kinder ist eine Erzählung, die sie verstehen, mit deren Protagonisten sie sich identifizieren können, ein sehr guter Einstieg in die deutsche Geschichte. Ach so war das. In die Geschichte eingestreute Erklärungen in deutlich abgegrenzten Kästen vertiefen das Unbekannte noch, liefern einige Erklärungen zu Stasi, POS und EOS, zu Westwaren und Pionieren.

Für mich ist es wichtig, dass Bücher noch einen „Mehrwert“ haben. Nicht nur Lesespaß – das natürlich unbedingt auch – aber auch Neues, Wissenswertes sollte man erfahren können, nicht mit erhobenem Zeigefinger, sondern gewissermaßen nebenbei. So funktioniert dieses Buch auch. Der junge Leser erfährt viel über das Alltagsleben der Kinder in der DDR, über Ausreisantrag und ein Leben mit vielen Regeln, Ge- und Verboten und einer ganz eigenen Sprache. Die erklärenden Kästen kann, muss man aber nicht lesen, man erfährt auch so genug über Tobias und seinen besten Freund Hannes, über Lona, Evy und Anita. Und über die DDR. Ein gutes, leicht lesbares Buch für Kinder ab ca. 10 Jahren.

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Ein Kommentar to “Die Feuerbälle auf Erpresserjagd”

  1. Breinl, Juliane schreibt:

    Ui, das freut mich jetzt aber sehr, dass meine „Feuerbälle“ hier Erwähnung gefunden haben. Vielen Dank! Und jetzt gehe ich einmal stöbern auf Rezension.org…

    Grüße an Ratte,
    Juliane

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