Die Glückssucher

Autorenwertung
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  • Charaktere
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  • Gesamt
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Die Glückssucher

Werner Löcher-Lawrence (Übersetzer). Bloomsbury Berlin 2010, Gebundene Ausgabe, 352 Seiten, € 3,89

Rezension von: Ratte | Rezensionsdatum:

Die Glückssucher von

Inhalt
Ein Familienroman aus Indien mit ungewöhnlichen Protagonisten. Babo Patel ist Jain, seine Religion verbietet nicht nur den Genuss von Alkohol, auch Fleisch essen und jede Form von Verletzen des Gegenübers sind tabu. Strikt religiöse Jains tragen einen Mundschutz, um nicht versehentlich kleine Tierchen einzuatmen und so zu töten. So religiös ist die Familie Patel zwar nicht, aber es ist schon ungewöhnlich, dass der Sohn der Familie nach England reist, um sich weiterzubilden. Und noch ungewöhnlicher ist es, dass er sich in ein walisisches Mädchen verliebt.

Babo Patel ist einsam in London, fühlt sich fremd – bis er Sian Jones trifft, Waliserin und seine große Liebe. Eigentlich sind sich ihre Familien ähnlich, auch die Waliser sind kaum je nach London gekommen und Indien ist so fern und fremd wie der Mond. Trotzdem ist die Liebe der beiden tragfähig. Und das muss sie auch sein. Babo wird von der Familie mit einer List nach Hause geholt und von seinem entsetzten Vater vor vollendete Tatsachen gestellt: Du bleibst sechs Monate hier und du und dieses Mädchen seht euch nicht. Wenn ihr euch nach sechs Monaten immer noch sicher seid, dann soll sie nach Indien kommen, ihr heiratet hier und dann lebt ihr zwei Jahre in unserem Haus.

Viel verlangt, aber Babo und Sian erfüllen alle Auflagen, die junge Frau traut sich allein nach Indien, beide heiraten und Sian zieht ins Haus der Schwiegereltern und lernt, was es heißt eine indische Ehefrau zu sein – und gewinnt die Herzen ihrer Schwiegerfamilie. Auch als Babo und Sian wieder frei wären und zurück nach England reisen dürften, auch eine Arbeit wartet noch auf den jungen Mann, beschließt das Paar in Indien zu bleiben. Zwei Töchter werden geboren, die bodenständige Manyuri und die unsichere Beena, die immer auf der Suche ist nach einem Glück wie dem ihrer Eltern. Das, und den Mann dazu, versucht sie in London zu finden. Als sie nach vielen „Fehlversuchen“ endlich die Liebe findet, ist auch das nicht so wie sie es sich vorgestellt hatte.

Um diese Geschichte der Eltern und Kinder Patel entwickeln sich weitere Geschichten, die der weisen und lebenserfahrenen Großmutter, die im alten Haus der Familie im Dorf residiert und einen Fluchtpunkt bietet für alle Patels, wenn sie Fragen haben und nicht weiter wissen; da ist Babos Bruder Chotu, der ziellos durchs Leben treibt, andere Verwandte, in Indien und in Wales und die Freunde der Familie. Alle suchen eigentlich so etwas wie Glück, etwas, dass Babo und Sian wohl gefunden hatten, oder?

Die Autorin
Die Tänzerin und Autorin Tishani Doshi wurde 1975 wurde sie in Chennai (Madras) geboren, wo sie heute, nach dem Studium in North Carolina und Baltimore wieder lebt. Tishani Doshi hat als Journalistin gearbeitet und Lyrik geschrieben. „Die Glückssucher“ ist ihr erster Roman.

Fazit
Eine Familiensaga über drei Generationen, eine Geschichte über die Suche nach Glück im Leben, über Zusammenwachsen und Zusammengehören, vom Einander-Fremdwerden und Sich-Wiederfinden. Voller Leichtigkeit geschrieben. Das Glück zu zweit, es scheint doch möglich zu sein. Die Autorin widmet das Buch ihren Eltern, den ursprünglichen Glückssuchern, einem Inder und einer Waliserin.

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