Die Hexenadvokatin

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Die Hexenadvokatin

Karla Weigand. Heyne Verlag 2010, Taschenbuch, 560 Seiten, € 0,59

Rezension von: gerdahutt | Rezensionsdatum:

Inhalt:
Mit einer Liebesgeschichte fängt „Die Hexenadvokatin“ an, und mit einer Liebesgeschichte endet der fast 600 Seiten umfassende Historische Roman. Er beginnt im Mai 1603 und endet im Dezember 1618, spielt also in der Zeit vor dem 3ojährigen Krieg. Zum Inhalt hat er ein wenig rühmliches Kapitel deutscher Geschichte, nämlich Hexenprozesse und Hexenverbrennungen samt der qualvollen Folter, mit deren Hilfe die gewünschten Aussagen erpresst wurden. Schauplatz ist München.

Die Autorin zeichnet ein plastisches Bild dieser Zeit, zeigt die Auseinandersetzungen zwischen Katholiken und Protestanten auf, die sich in Liga und Union formieren und nicht zuletzt zum 3ojährigen Krieg führen. Es wird die Lebenführung am Holfe Maximilians vorgeführt, aber auch die einfacher Leute. Der Leser erfährt allerhand über die damalige Kultur, die Sitten und nicht zuletzt die schweren Krankheiten, die die Leute heimsuchten. Der Staat war diesen gegenüber recht hilflos.

Liebesaffäre mit einer Novizin
Alberta, Gräfin zu Mangfall-Pechstein, schlüpft in die Rolle ihres Bruders Rupert, als dieser wegen einer Liebesaffäre mit einer Novizin ums Leben kommt. Sie studiert in Bologna die Rechte und erhält den Doktorhut. Sie macht Karriere am Hofe Maximilians. Sie hat Hexenprozesse zu führen. Am Anfang ist sie von ihrer Arbeit überzeugt, aber so nach und nach kommen ihr Zweifel. Die Arbeit wird ihr verhaßt. Maximilian schickt sie auf Reisen. Dabei verliebt sie sich und ist zum ersten Mal mit ihrer Rolle, die ihr die Eltern zugedacht haben, unzufrieden. Ihr ist zwar klar, daß sie als Mann Rechte hat,von denen eine Frau in dieser Zeit weit entfernt ist. Dennoch grübelt sie immer wieder darüber nach, wie sie wieder zur Frau werden kann, um den geliebten Mann heiraten zu können. Doch bis zum Happy Ende, das sie erfahren wird, ist es ein langer Weg.

Würze bekommt der Roman durch Intrigen gegen die Gräfin, die sie verschmähten Heiratsanträgen zu verdanken hat. Mehr als einmal wird ihr eine gute Partie angeboten, die sie nur ablehnen kann, da sie ihre Identität nicht preisgeben will. Als ihr Maximilian eine Angehörige zur Frau geben will, gerät sie in höchste Panik und kann das ganze nur durch einen geschickten Schachzug verhindern. Aber gleichzeitig wird dem Herzog mitgeteilt, daß es sich bei dem Grafen Rupert zu Mangfall-Pechstein um eine Frau handelt. Der Herzog ist höchst erbost, als er dies erfährt. Doch die Gräfin kommt glimpflich davon.

Fazit:
Wer sich für diese Zeit interessiert, liegt richtig mit dem Buch, zumal es häppchenweise Geschichte, wenn auch eine dunkle, serviert. Positiv, daß darin auch Gegener der Hexenprozesse zu Wort kommen. Das Buch ist kurzweilig und gibt hie und da auch Anlaß zum Schmunzeln. Langeweile kommt bei der Lektüre nicht auf.

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