Die Menschenleserin

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Die Menschenleserin

Thomas Haufschild (Übersetzer). Blanvalet Taschenbuch Verlag 2009, Taschenbuch, 544 Seiten, € 10,99

Rezension von: Kokoro | Rezensionsdatum:

Die Menschenleserin von

Inhalt

Kathryn Dance ist Polizeibeamtin und auf Kinesik – Körpersprache – spezialisiert, d.h. sie versucht bei Verhören speziell durch die Körpersprache und Mimik herauszubekommen, ob ein Verdächtiger die Wahrheit sagt oder nicht. Sie ist Witwe und lebt mit ihren beiden Kindern Maggie und Wes in einem hübschen Haus, das immer für Freunde offen ist.

Eines Tages soll sie einen bereits verurteilten Mörder, Daniel Pell, nochmals verhören, da ein neuer Mord entdeckt wurde, bei dem die Tatwaffe mit seinen Fingerabdrücken gefunden wurde. Pell ist ein geschickter Manipulierer und hatte vor seiner Verhaftung in einer Art Kommune gelebt, zusammen mit ein paar Frauen, die ihm alle hörig waren und mit ihm die Verbrechen begangen haben. Für das Verhör wird Pell in ein anderes Gefängnis überstellt. Als Dance mit ihren Fragen einen wunden Punkt berührt, rastet Pell aus, das Verhör wird beendet und er soll zurück in seine Zelle gebracht werden. Doch plötzlich explodiert eine Brandbombe, und Pell kann fliehen. Dance, die bereits während des Verhörs Unstimmigkeiten festgestellt hatte, merkt ein wenig zu spät, dass das Verhör nur ein Ablenkungsmanöver und geschickter Schachzug war (die Tatwaffe mit den Fingerabdrücken haben Pells Helfer extra deponiert, damit er nochmals verhört und an einen Ort mit weniger scharfen Sicherheitsvorkehrungen gebracht wird) und kann die Wärter zwar warnen, aber den Ausbruch nicht verhindern.

Mit ihrer Hilfe ist man Pell recht nahe auf der Spur, aber er schafft es immer wieder, ihnen zu entwischen. Bei sich hat er ein junges Mädchen, das er per E-mail im Gefängnis kennengelernt hat und ihm mehr und mehr hörig wird. Dance wird die Leitung der Fahndung übertragen, aber schon bald wird ihr von ihrem Chef ein Spezialist für Kultmorde bzw. Sekten zur Seite gestellt. Zunächst befürchtet sie Kompetenzstreitigkeiten, aber es stellt sich heraus, dass Kellog ein umgänglicher Mann ist, der helfen will, aber sich nicht in den Vordergrund drängelt. Dance erhält wertvolle Hinweise von ihm, die sie die Person Pells noch besser verstehen lassen.

Sie schafft es, die drei Frauen, die damals mit Pell in der Kommune als eine „Familie“ gelebt haben, zu überreden, mitzuwirken bei der Suche, in dem sie mit ihnen Gruppengespräche führt, um noch mehr über Pell und seine möglichen Ziele zu erfahren. Sie wundert sich nämlich, dass Pell noch immer in der Gegend ist, während normale Ausbrecher so schnell wie möglich aus der Gefängnisgegend fliehen. Was ist sein Motiv? Sie ahnt nicht, wie nahe Pell ihr schon ist….

Hintergrundinformation

Jeffery Deaver, der mit seinen Lincoln-Ryhme-Romanen weltberühmt geworden ist, hat mit Kathryn Dance nun eine zweite Serienfigur geschaffen, die auch bereits schon einen kurzen „Auftritt“ in den Rhyme-Romanen hatte. Anders als Rhyme wohnt sie jedoch nicht in New York, sondern in Kalifornien.

Fazit

Wieder ein sehr spannend geschriebener Thriller von Deaver mit einer sehr sympathischen und menschlichen Protagonistin! Auch die immer wieder eingeflochtenen Hintergrundinformationen über Kinesik sind interessant zu lesen und gut in die Geschichte eingebaut. Super!

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