Die Raffkes

Autorenwertung
  • Geschichte
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  • Charaktere
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  • Abenteuer
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  • Lesbarkeit
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  • Aufmachung
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  • Gesamt
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Rezension von: istillreadbooks | Rezensionsdatum:

Die Raffkes von

Inhalt
Der junge Staatsanwalt Jochen Mann verabredet sich auf eine Bitte seiner reichen und aus adeligem Hause stammenden Tante Ichen widerwillig mit Walter Sirtel. Worum es bei diesem Gespräch dann aber überhaupt gehen soll, ist Mann nicht ganz klar, denn Tante Ichen will oder kann ihm keine genaueren Auskünfte liefern. Mann hat kein gutes Gefühl bei der Sache, und als er am verabredeten Treffpunkt eintrifft, bietet sich ihm ein Bild des Grauens: Auf das Lokal Francucci’s, in dem Mann sich mit Sirtel treffen wollte, wurde ein Anschlag verübt, bei dem 17 Personen getötet, zahlreiche weitere Menschen verletzt und das Lokal selbst dem Erdboden gleich gemacht wurde.

Da zum Zeitpunkt des Anschlags ein israelischer Diplomat zu Gast in dem Lokal war, geht die Polizei und das hinzugeschaltete Bundeskriminalamt zunächst von einem terroristischen Akt aus, und schnell schalten sich die Amerikaner in den Fall ein und erklären die Aufklärung des Falls zur Angelegenheit der amerikanischen Behörden. Doch nicht nur Jochen Mann zweifelt an der Darstellung der Amerikaner und der Medien, denn wenn der Anschlag wirklich dem israelischen Diplomaten gegolten hätte, wäre die Liquidierung des Diplomaten sicher auch einfacher zu realisieren gewesen. Mann stellt auf eigene Faust Ermittlungen an und muss bald erkennen, dass es bei dem Anschlag auf ein beliebtes italienisches Lokal um etwas ganz anderes geht als um internationalen Terrorismus…

Ein spannender Krimi vor dem Hintergrund von Korruption, Vetternwirtschaft und Erpressung in den höheren Kreisen der Berliner Gesellschaft
Der Autor Jacques Berndorf führt den Leser zu Beginn von „Die Raffkes“ zunächst auf eine falsche Fährte. Während es anfangs den Anschein hat, als wenn der Krimi die Geschichte eines Terroranschlags und der Hintergründe dieses Anschlags erzählen würde, begreift der Leser schnell, dass sich die Handlung in eine ganz andere Richtung entwickeln wird.

Im Vordergrund der Erzählung steht der junge Staatsanwalt Jochen Mann, der bisher nur auf dem Gebiet der Jugendkriminalität tätig war und es nun mit einem Fall zu tun bekommt, der ihn in die Abgründe der „illustren Berliner Gesellschaft“ führt und der ihn bis an den Rand der Verzweiflung treibt. Gerade als der Kriminalrat Ziemann Mann auf eine wichtige Spur gebracht hat, stirbt dieser – scheinbar durch Suizid, doch nicht nur für Mann stinkt die ganze Sache bis zum Himmel.

Frei nach dem Motto „Jetzt erst recht!“ weitet Mann seine Ermittlungen aus und nimmt dabei keine Rücksicht auf sein eigenes Wohlergehen. Er kommt mit immer mehr zwielichtigen Personen in Kontakt, und für den Ermittlungserfolg verletzt er auch schon einmal seine eigenen Prinzipien. Immer tiefer gerät er in den Strudel des berüchtigten „Berliner Filzes“ und deckt schlussendlich Verbindungen auf, die auf zahlreiche Personen in höchsten Ämtern kein gutes Licht werfen.

Fazit
„Die Raffkes“ ist ein fesselnder Kriminalroman, der durch glaubwürdig gezeichnete Charaktere überzeugt und eine Geschichte erzählt, die häufig beängstigend realistisch wirkt. In gewisser Weise ist „Die Raffkes“ somit auch eine Aufforderung, sein Geld nicht in zweifelhafte Fonds zu investieren, im Wesentlichen ist „Die Raffkes“ jedoch eine sorgfältig recherchierte Chronik des berüchtigten „Berliner Filzes“, bei der die Grenzen zwischen Realität und Fiktion häufig verschwimmen – ein empfehlenswerter Krimi!

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