Die Rebellion der Maddie Freemann

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Die Rebellion der Maddie Freeman (Boje)

Ulrike Raimer-Nolte (Übersetzer). Bastei Lübbe (Boje) 2011, Gebundene Ausgabe, 368 Seiten, € 7,99

Rezension von: Ratte | Rezensionsdatum:

: Die Rebellion der Maddie Freemann

Inhalt

Wir schreiben das Jahr 2066, eine eigentlich gar nicht so ferne Zukunft. Einiges ist auch so, wie wir es kennen, anderes aber hat sich in Amerika sehr verändert. Nach einigen Anschlägen und tragischen Ereignissen ziehen sich die meisten Menschen immer mehr in die vermeintliche Sicherheit ihrer Häuser und Wohnungen zurück. Gelebt wird online. Spaziergänge finden im virtuellen Raum statt, mit Bildern an den Wänden und ohne mögliche unangenehme Überraschungen, verabredet wird sich imNetz – zu Aktivitäten im Netz. Maddie, eigentlich Madeline, einzige Tochter einer wohlhabenden Familie, trainiert für einen Marathonlauf auf dem Laufband im Keller, es gibt auch eines für den Familienhund, mit ihren Freunden chattet sie nur und auch die Schule findet nur noch online statt.

Ihr Vater, Kevin Freemann, hat dafür gesorgt, dass die „digital school“ gesetzlich verankert wurde. Es gibt keine Schule mehr, bei der man lehrer und Mitschüler sieht und demzufolge natürlich auch erheblich weniger Gewalt unter jugendlichen und auch deutlich weniger Teenagerschwangerschaften. das verkündet maddies Vater auch immer voller Stolz auf allen Jubelveranstaltungen zum Thema. Maddie ist nicht gar so begeistert und als sie 15 war, hatte sie sich einer Gruppe Rebellen angeschlossen, die dann Sendeanlagen für die digital school in die Luft jagten. Seither steht Maddie sozusagen unter permanentem Hausarrest, ihr Vater – sowieso ein Kontrollfreak – lässt seine Tochter bei jedem Ausgang beobachten, hinterfragt alles, was sie tut. Das soll noch so weitergehen, bis Maddie volljährig ist. Jetzt ist sie 17 – und immer noch ziemlich rebellisch, auch wenn sie Vorsicht gelernt hat. Sie kann Sender blitzschnell orten und hat auch Lügen gelernt. Nur in ihrer Mutter hat Maddie eine Verbündete, die auch Bücher auf Papier noch liebt  und ein Leben offline für durchaus machbar hält. Zum Geburtstag hatte sie Maddie ein Tagebuch geschenkt, für Maddie eine Verschwendung, sind doch Bücher erstens sowieso  verboten und dann zweitens auch noch ein Buch in dem nichts steht?

Als Maddie Justin kennenlernt, spitzt sich ihr Dilemma noch zu. Justin will sie offline kennenlernen, trifft sich mit ihr in einer der wenigen Lerngruppen, führt sie aus in echte Cafes.  Justins Eltern sind als Aufrührer verbannt und Maddies Vater verbietet ihr den Umgang mit ihm und wenn er wüsste, dass sie Maddie Hals über Kopf in Justin verliebt hat und wenn er außerdem noch wüsste, dass Justin tatsächlich in die Fußstapfen seiner Eltern tritt und sogar eine Widerstandsgruppe leitet – nicht auszudenken. Maddie muss Entscheidungen treffen und dabei möglichst die Verschickung in ein Umerziehungscamp vermeiden, mit dem ihr Vater droht. Und sie muss mit den neuen Gefühlen klarkommen, die die Liebe und alle die neuen Erlebnisse in der realen Welt in ihr auslösen. Gar nicht einfach!

Fazit

Ein Jugendroman, der die Gefahren eines Lebens online sehr plastisch vorführt. Wenn Maddie sich mit einer Freundin trifft, die so verkabelt ist, dass sie es nicht einmal fertigbringt, ihre Augen vom Schirm zu lösen und ihre Freundin wenigstens einmal wirklich anzuschauen, dann ist das gar nicht so weit in der Zukunft. Bäume aus Plastik bestellt man online bei allgreen.com. Ein spannender Jugendroman, der zum Nachdenken anregt.

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