Die Saat

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  • Gesamt
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Die Saat

Fran Ray. Bastei Lübbe (Bastei Lübbe Taschenbuch) 2010, Taschenbuch, 512 Seiten, € 19,99

Rezension von: Joe | Rezensionsdatum:

Die Saat von
Der Thriller „Die Saat“ beginnt mit einem brutalen Mord an einem Wissenschaftler (Dr. Frost), der in seinem Labor in Paris enthauptet wird. An der Wand finden die Ermittler die mit Blut geschriebene Widmung „Schöne Neue Welt der Genforschung“, die der Täter hinterlassen hat. Dr. Frost hatte Experimente mit genetisch behandeltem Mais und Weizen durchgeführt und sie auf Verträglichkeit an Ratten gestestet.

Ein weiterer rätselhafter Todesfall
Gleichzeitig wird die Frau eines erfolgreichen Schriftstellers, Ethan Harris, tot in ihrem Bett gefunden. Alles deutet auf Selbstmord hin, doch schon bald kommen dem Witwer Zweifel an dieser Möglichkeit, und er beginnt, selbst zu ermitteln, um den Mörder seiner Frau zu stellen und die Frage nach dem Warum zu beantworten. Bald schon führen Spuren zu den Machenschaften eines großen Nahrungsmittelkonzerns namens Edenvalley, der die Marktführung in der Maisproduktion übernommen hat.

Eine Journalistin sieht Zusammenhänge
Eine weitere Perspektive nimmt die Journalistin Camille ein, die aus beruflichem Interesse und einem neutraleren Blickwinkel als Harris an die Sache herangeht. Ebenso wie der Schriftsteller hat sie bald schon einen Zusammenhang zwischen dem Tod von Dr. Frost und Harris´Frau ausgemacht und verfolgt nun besonders den Konzern Edenvalley, aber auch radikale, umweltpolitische Gruppierungen mit besonderem Interesse, da auch diese für den Mord an dem Genetiker in Frage kommen, da man bei ihnen nicht noch nach einem Motiv suchen muss.

Tod und Krankheit in Uganda
In einem weiteren Handlungsstrang wird beschrieben, wie ein idealistischer deutscher Arzt in Uganda eine bemerkenswerte Epidemie entdeckt, an denen immer mehr Menschen erkranken, die aber von den anderen anwesenden Ärzten unverständlicherweise nicht an die Öffentlichkeit getragen wird. Die Krankheit endet tödlich.

Die verschiedenen Handlungsstränge verdichten sich im Laufe des Romans und werden schlüssiger.

Fazit:
Der Roman „Die Saat“ liest sich sehr flüssig und baut teilweise sehr viel Spannung auf. Die Schwächen werden allerdings ebenfalls sehr schnell deutlich, denn er ist überwiegend aus recht eindimensionalen Charakteren aufgebaut. Einzig die französische Kommisarin kommt sehr glaubwürdig und interessant daher. Ebenso ergeben sich Schwächen im Plot: Der Schriftsteller Ethan Harris trifft bei seiner Suche nach Indizien und Spuren, die das erlebte Fiasko erklären sollen, immer wieder auf Menschen, die gerade dann ermordet werden, wenn sie etwas wichtiges sagen sollen. Dieses Schema wiederholt sich so oft, dass man es irgendwann schon vorhersieht und es sich ein wenig verbraucht hat. Es ist auch nicht ganz schlüssig, warum die so mächtigen Leute, die hinter all dem stehen, nicht einfach den Schriftsteller beseitigen lassen. Gelegenheiten gibt es genug.

Insgesamt ist der Roman in meinen Augen kurzweilige Unterhaltung ohne viel Tiefgang. Die Themen Überbevölkerung, Ernährung, Genfood etc. werden alle recht oberflächlich in die Thrillerhandlung gesteckt, ohne dass es wirklich authentisch oder gar realistisch wäre.

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Ein Kommentar to “Die Saat”

  1. Bettina Förg schreibt:

    Mit Edenvalley ist im wahren Leben der Konzern Monsanto gemeint, der alle im Buch beschriebenen Praktiken anwendet.
    Dazu: http://www.greenpeace.de/themen/gentechnik/nachrichten/artikel/monsanto_gentechnik_bloss_fuer_den_profit/

    Auch wenn der Roman ein wenig konstruiert daher kommt so ist doch leider die Basis der Geschichte wahr.

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