Die Sopranos – Die komplette erste Staffel

Autorenwertung
  • Spannung
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  • Humor
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  • Musik
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  • Action
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  • Synchronisation
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  • Gesamt
    4.5 Sterne4.5 Sterne4.5 Sterne4.5 Sterne4.5 Sterne
Rezension von: SchumiDerErste | Rezensionsdatum:

Die – Die komplette erste Staffel

Inhalt
Die Sopranos, eine normale italienischstämmige Familie aus New Jersey, wäre da nicht die Arbeit von Vater Tony, der durch den Tod des vorherigen Bosses gerade zum Oberhaupt des Mafiaclans aufgestiegen ist.
Die ersten dreizehn Folgen der , die sich thematisch mit Tony´s beginnenden Angstattacken, sowie deren Behandlung beschäftigen waren in den USA bahnbrechend. Bis dato gab es keinen filmreifen Stoff, der in einem Serienformat behandelt wurde und zeitgleich einen Storybogen über die Länge einer gesamten Staffel entfaltete, so dass man gänzlich ohne Cliffhanger am Ende jeder Folge auskam. „Die Sopranos“ inspirierten dadurch Serienmacher wie die von „Breaking Bad“, „The Wire“, „24“, „Mad Men“ und vielen anderen, die mittlerweile das amerikanische Fernsehen aufmischen. Man sollte allerdings erwähnen, dass der ausstrahlende Sender ein Bezahlsender ist, der über erhebliche finanzielle Ressourcen verfügt(e) und deshalb dieses Wagnis 1999 mit den Sopranos´ eingegangen war.

Therapie
Zurück zur ersten Staffel. Tony erleidet anfangs eine heftige Angstattacke und weiß nicht, wo diese herkam. Als Gangsterboss ist man nicht zwingend auf dem neuesten Stand der medizinischen und neuropsychologischen Forschung, also sucht er Rat bei einer Therapeutin. Dr. Melfi ist zunächst nicht begeistert ein Mafiamitglied zu behandeln (obwohl Tony ihr gegenüber nur Andeutungen macht, da er Therapeuten nicht über den Weg traut), lässt sich dann aber darauf ein, einer nicht greifbaren Abenteuerlust folgend.
Im Laufe der Staffel bekommt Tony sowohl mit einigen Untergebenen, als auch mit seiner Familie und rivalisierenden Mafiaclans Probleme; Probleme die allesamt besprochen werden wollen. In den einzelnen Therapiesitzungen öffnet er sich zunehmend, nur um kurz darauf wieder völlig in den Gestus des machohaften Gangsters zurückzufallen und Dr. Melfi bei intimer gestellten Fragen anzuschreien.
Der Reiz dieser Beziehung ist der, dass Tony oft versucht, sie auf eine andere Ebene zu heben, Dr. Melfi aber professionell unterkühlt und distanziert bleibt. Die Charakterentwicklung von Tony Soprano muss man dabei ambivalent sehen, denn er wird sich zunehmend (im Laufe der gesamten Serie) bewusst, welche vergangenen Dinge nicht nur seine Angstzustände (Gewissen), sondern viele selbstzerstörerische Tendenzen ausgelöst haben, woher sie kommen. Aufgrund seines Status´ ist er allerdings nicht in der Lage aus diesen Verhaltensschemata auszubrechen und einen Neubeginn zu wagen. So strotzend er vor Kraft auch ist, so schwach ist er letztendlich und jedesmal wenn er sich diese Tatsache eingestehen muss, dann wird er unberechenbar.

Darunter haben nicht nur seine wunderbare Frau Carmela und seine beiden Kinder Meadow und Anthony Junior, sondern oft auch seine Untergebenen in der -Familie zu leiden.

Fazit:
Die Serie als Ganzes ist ohne zu übertreiben im wahrsten Sinne des Wortes. Sie inspirierte nicht nur andere Serien- und Filmemacher, sie veränderte in gewisser Weise die Popkultur. Viele Zitate aus den Sopranos sind bekannte Referenzen im alltäglichen Leben der Amerikaner geworden. Die Hauptdarsteller James , Lorraine Bracco und Eddie sind grandios, sämtliche Nebendarsteller sind unverwechselbar mit diesem Genre verbunden (an die 30 Schauspieler in dieser Serie dienten bereits in Good Fellas und ähnlichen Mafiafilmen). Die Tiefe und Bandbreite an schauspielerischen Darstellungen ist atemberaubend und die Serie wurde nicht zuletzt aus diesem Grund unzählige Male für den Emmy und den Golden Globe nominiert.
Die Sopranos sind „physical“ im wahrsten und besten Sinne des im Filmgeschäft oft benutzten Wortes. Man spürt quasi die Präsenz der nächsten Aktion von James Gandolfini, der vom Theater kommt und nicht nur wegen des beträchtlichen Umfangs seines Bauches oft angsteinflößend wirkt. Die „Action“ ist keine pure Effekthascherei, sondern trifft auch den Kern des deutschen Wortes „Aktion“. Es passiert unheimlich viel und dabei geht kein einziges Mal der Sinn verloren.
Für die erste Staffel dieses Meilensteins der Seriengeschichte eine absolute Kaufempfehlung.

DVD:
900 Minuten Spieldauer
4 Disks
Leider keine Extras
Schauspieler:
Eddie Falco
James Gandolfini
Lorraine Bracco
Michael Imperioli

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