Die Tränen des Teufels

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Die Tränen des Teufels

Gerald Jung (Übersetzer). Goldmann Verlag 2001, Taschenbuch, 448 Seiten, € 8,95

Rezension von: Kokoro | Rezensionsdatum:

Die Tränen des Teufels von

Inhalt
Der engagierte Bürgermeister der Stadt Washington, Gerald Kennedy, erhält nach einem Kugelhagel-Anschlag auf die Metro ein Bekennerschreiben mit einer Lösegeldforderung von 20 Millionen Dollar, ansonsten werde der „Digger“ genannte Partner des Erpressers alle 4 Stunden weitere Menschen ermorden. Obwohl der Bürgermeister aufgrund verschiedener Erwägungen auf die Forderung des Erpressers eingehen will (diesen jedoch mit Hilfe des FBI und durch am und im Lösegeld angebrachten Peilsendern auch stellen möchte), platzt die Lösegeldübergabe.

Anhand der Beweise stellt sich heraus, dass ein zur gleichen Zeit überfahrener Mann (Gilbert Havel) derjenige war, der das Erpresserschreiben im Rathaus abgeliefert hat. Nun stehen das FBI (vor allem die Agentin Margaret Lucas und Cage) und das Team um den Bürgermeister vor der schwierigen Aufgabe, den „Digger“ zu finden, da dieser nur auf den Erpresser hört und solange weitermordet, bis er den Befehl zum Aufhören erhält. Einziger Anhaltspunkt ist das mit sehr fehlerhafter Rechtschreibung und Interpunktion geschriebene Erpresserschreiben, weswegen Parker Kincaid, der Handschriftenexperte und frühere FBI-Mitarbeiter, hinzugezogen wird.

Dieser weigert sich zunächst aufgrund privater Probleme, an dem Fall mitzuarbeiten, stimmt letztlich jedoch zu und führt das Team zielsicher an die richtigen Orte, an denen der Digger zuschlagen wird, ohne dass der Mörder jedoch gefasst werden kann. Geholfen wird den Verfolgern auch zusätzlich von Czisman, einem Journalisten, der dem Mörder schon durch das ganze Land gefolgt ist.

Der Buchtitel bezeichnet übrigens eine graphologische Besonderheit, nämlich einen Punkt mit einem kleinen Strich nach oben, der beim Absetzen des Stiftes beim Schreiben entsteht. Dieses Merkmal findet sich auf dem Bekennerschreiben und führt auch letztlich zur Lösung des Falls, der – wie bei Deaver üblich – trotz zahlreicher Leserhinweise dann doch sehr ungewöhnlich ist, da der Leser nicht alle Hinweise erhält und Parker Kincaid einen letzten Trumpf ausspielt. Ergänzt wird die Handlung durch die privaten Probleme von Kincaid und Lucas, der eine wegen seiner Exfrau und der beiden Kinder, die bei ihm wohnen, die andere aufgrund ihrer wechselhaften Vergangenheit, die erst nach und nach geschildert wird.

Hintergrund
Der Bestsellerautor Jeffery Deaver schreibt seit mehr als 20 Jahren Bücher und ist vor allem wegen seiner „Lincoln-Rhyme-Krimis“ (ab 1997) weltberühmt geworden. Der hier vorliegende Roman hat als Hauptfigur jedoch Parker Kincaid, einen Experten für Handschriften. Das Buch ist im Original („The Devil´s Teardrop“) 1999 erschienen, nachdem die ersten beiden erfolgreichen „Lincoln-Rhyme-Romane“ erschienen waren.

Fazit
Deavers Bücher sind immer lesenswert und spannend. „Die Tränen des Teufels“ begeistert jedoch weniger als die vorherigen Romane Deavers, was vor allem, aber nicht nur, an der schlechten Übersetzungsqualität liegt. Es gibt Fehler (Wechsel von amerikanischer Darstellungsweise der Uhrzeit im 6. zu europäischer im 7. Kapitel), und stellenweise findet sich in dem Roman eine eher schlechte Ausdrucksweise (etwa auf Seite 110). Die Darstellung der Hauptakteure Kincaid und Lucas ist interessant, jedoch nicht so überzeugend wie in den „Lincoln-Rhyme-Romanen“, irgendwie wird man vor allem mit der Agentin Lucas nicht „warm“, obwohl Deaver viel Zeit auf die Darstellung ihres Hintergrundes verwendet.

Die Darstellung von Kincaid hingegen ist gelungener. Wie bei fast allen Deaver-Romanen sind die Hauptakteure geniale Vertreter ihres Berufes und ziehen aus kleinsten Hinweisen ihre Schlüsse. Insgesamt ist es wieder ein sehr spannendes und temporeiches Buch (Die Handlung beginnt am Silvesterabend und ist bereits am 1. Januar wieder zu Ende). Interessant für Deaver-Fans ist sicherlich, dass Lincoln Rhyme eine kleine Gastrolle im Buch hat!

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