Die Zeit kann man anhalten

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Die Zeit kann man anhalten

Sabine Jaenicke. Nymphenburger 2001, Gebundene Ausgabe, 124 Seiten, € 5,13

Rezension von: lilo05 | Rezensionsdatum:

Die Zeit kann man anhalten von

Zeit? Wer hat heute denn noch Zeit? Zeit haben und genießen lässt sich lernen. Dieses Büchlein ist eine kleine Anleitung zum Zufriedenersein, zum Sich-Selbst-Finden, zur Wahrnehmung kleiner und großer Momente, zur Entwicklung von Achtsamkeit und Aufmerksamkeit. Schritt für Schritt leitet uns die Autorin mit leichten Übungen an, mehr aus unserem so hektischen, überladenen Leben zu machen. Das Ganze geschieht nicht etwa besserwisserisch sondern sehr behutsam, so dass jeder sofort Lust bekommt, sich auf dieses Experiment einzulassen.

Die Autorin Sabine Jaenicke beschäftigt sich seit Jahren mit dem Buddhismus und unternimmt viele Reisen nach Asien. Dennoch ist dieses Buch für jeden, der sich mit seiner Zeit näher beschäftigen will und keinster Weise religiös.

Zuerst beschäftigt sich die Autorin mit dem Atmen. Sie führt uns das näher, was für uns im selbstverständlich ist. Dennoch ist Atmen viel mehr als nur Luft holen und wieder ausstoßen. Atmen ist ein wichtiges Instrument den Augenblick anzuhalten.

Wer von uns hasst es nicht? Warten – warten beim Arzt, an der Bushaltestelle, warten im Stau oder sonstwo. Warten macht ungeduldig und genau deshalb sollte man die Wartezeit effizient, d.h. für die eigene Entfaltung, nutzen. Man könnte nun ein Buch lesen oder auf eine andere Weise die Zeit totschlagen. Aber viel schöner ist es, das Warten zum Augenblick, in dem wir uns selbst begegnen können, zu nutzen.

Bewusst essen. Wer hat dazu schon Zeit? Oder wer weiß überhaupt wie das geht? Die Autorin erklärt es uns anhand einiger Beispiele.

Im Alltäglichen das Besondere erkennen. Gar nicht so einfach, aber machbar.

Ein guter Gesprächspartner sein? Wann waren Sie das letzte mal ein guter Zuhörer? Begegnungen leben davon, dass man sich emotional näher kommt, das man sich in den anderen hineinversetzt und ihm voller Achtsamkeit begegnet. Jede Begegnung mit meinen Mitmenschen kann eine Herausforderung sein, sich selbst näherzukommen.

Mit der Erde kommunizieren. Wir gehen jeden Tag auf dem Boden der Erde. Sie trägt uns. Gehen ist eine wunderbare Möglichkeit, achtsam zu werden. Wie? Das erklärt uns Sabine Jaenicke anschaulich.

Und eines nicht vergessen: jeder bestimmt selbst, wie er seine Zeit verbringt. Nicht-fremdbestimmt sein, ist das beste Gefühl, das man haben kann.

Fazit

Ein kleines Buch mit viel Anregungen. Keine leeren Worthülsen sondern durchdachte Sätze mit Sinn. Wer sich gerne mit sich und seinen Potenzialen beschäftig, dem kann ich Die Zeit kann man anhalten nur empfehlen. Auch wenn man nur einen kleinen Teil dessen im Alltag umsetzt, was uns vorgeschlagen wird, hat man schon einen großen Schritt auf dem Weg zu sich selbst getan.

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