Dominion: Dark Ages

Autorenwertung
  • Spielspaß
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  • Verpackung
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  • Kreativität
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  • Langzeitspaß
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  • Unterhaltung
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  • Gesamt
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Rezension von: Ragan Tanger | Rezensionsdatum:

: Dark Ages

Mehr als eine Erweiterung

Eins vorneweg: Dark Ages ist die mit Abstand beste Erweiterung für das Kultspiel Dominion und wird dazu beitragen, dieses noch einmal auf eine höhere Stufe zu stellen. Um Missverständnissen vorzubeugen: Das Originalspiel sowie die bisherigen fünf (sechs inklusive Die Intrige) Erweiterungen sind nach wie vor in der Ruhmeshalle der besten Spiele aller Zeiten zu finden, doch Dark Ages hebt sich gerade von den letzten zwei Erweiterungen (Hinterland und Reiche Ernte) besonders ab. Waren jene vor allen Dingen mit interessanten Aktionskarten bestückt, boten sonst aber keinen weiteren Neuerungen, knallt es jetzt an allen Ecken und Enden. Dark Ages ist aus Spielersicht eher Blasphemie, denn die Karten leuchten nur so vor Einfallsreichtum.

Zunächst fallt auf: Die Verpackung macht Sinn; waren in der letzten Erweiterung fast die Hälfte der Karten in der gleichen Schachtel enthalten, sind es jetzt tatsächlich 500 (!) neue Karten, die die Box ausfüllen. Und die haben es in sich! Anders aber als bei den Alchemisten sind die neuen Karten und Spielideen nicht ausschließlich in diesem Set anwendbar, sondern munter mit den anderen kombinierbar. Ja, man kann sogar viele dieser Ideen rückwirkend in die anderen Spiele einbauen.

Der Reihe nach: Statt der drei Anwesen zu Beginn de Spiels bekommt nun jeder drei – sagen wir mal trostlose und störende – Karten ins Startset. Totenstadt oder Verfallenes Anwesen lassen auch schon vom Namen her darauf schließen, dass es sich hier um Karten handelt, die man besser wieder los wird. Darum besorgt man sich also am Besten Aktionsarten die das Entsorgen fördern. Derer hat es im neuen Spiel so einige (Mundraub oder Schrotthändler); wie überhaupt das Entsorgen einen noch größeren Stellenwert bekommen hat, denn viele weitere Aktionsarten lösen weitere Aktionen aus, sobald man die Karte entsorgt. Klingt kompliziert, sorgt auch für deutlich mehr Text auf den Karten, ist es aber ganz und gar nicht. Ein langjähriger Dominion-Fan rief beim Erstspiel sogar aus: Ah, zurück zu den Wurzeln. Endlich wieder viele Karten, Aktionen und lange Spielzüge.

Das hat primär mit den interessanten Wechselmechanismen der einzelnen Karten zu tun, mit denen man Aktionen, Karten nachziehen, Entsorgen und Folgeaktionen sehr geschickt und vielfältig kombinieren kann. Klassiker wie der Thronsaal kommen in dem neuen Spiel als Prozession daher und sorgen aufgrund seiner Folgen für noch mehr Action. Das ist aber längst nicht alles. Mehrere Stapel sind zufällig, das heißt sie enthalten zwar Aktionsarten, derer aber gleich zehn (die Ritter) oder fünfzig (die Ruinen) verschiedene, so dass man bei diesen immer wieder Überraschungen erlebt.

Überhaupt die Ruinen: sie sind eine herrliche Idee. Im schmucklosen braunen Rahmen präsentieren sich hier unter anderem zerstörte Dörfer oder verlassene Minen. Karten ohne Geldwert und minimalem Aktionswert; auch hier gilt Entsorgen als oberste Pflicht. Und dann gibt es als Krönung noch mehrere Karten, die außerhalb des Königeichskartenstapels zählen und über bestimmte Karten aktiviert werden können. So ähnlich wie bei dem großartigen Turnier (Reiche Ernte), nur viel öfter und schneller. Ratten, Beute, Söldner und Verrückter warten auf die ganz besonderen Momente.

Es ist wirklich unmöglich, den Einfallsreichtum dieser Erweiterung in eine Rezension zu packen. Fest steht definitiv, dass man überhaupt keinen Fehler mit diesem Kauf machen kann, ganz im Gegenteil: es handelt sich hier um eine der sichersten Anlagen, die man als Spieler überhaupt machen kann.

Fazit:

Randvoll mit Karten und Ideen erweitern die Dark Ages die Dominionfamilie um den bislang schönsten und intelligenten Nachwuchs. Neue Kartentypen, vielfache Kombinationen sowie Ratten, Ruinen und Beutekarten sind genial integriert. Das kombinatorische Denken wird aufgrund vieler möglicher  Folgeaktionen auf die Probe gestellt, ohne aber ins Uferlose (wie beim Stein der Weisen, siehe Die Alchemisten) auszufransen. Ein großartiger Spielspaß, der Dominion noch einmal auf eine neue Ebene hebt. Sensationell.

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