Donna Leon: Himmlische Juwelen

Autorenwertung
  • Geschichte
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  • Abenteuer
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  • Lesbarkeit
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  • Charaktere
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  • Gesamt
    4.5 Sterne4.5 Sterne4.5 Sterne4.5 Sterne4.5 Sterne
Rezension von: AndreasRuedig | Rezensionsdatum:

: Himmlische Juwelen

Das Buch ist im Jahre 2012 im Verlag aus Zürich erschienen. Es ist 298 Seiten dick.

Die Inhaltsangabe

Caterina Pellegrini ist eine alleinstehende Musikwissenschaftlerin aus Venedig. Da bietet ihr die Fondazione Musicale Italo-Tedesca eine befristete Stelle an. Zwei geldgierige Cousins streiten um den Nachlaß eines lange verstorbenen Vorfahren. Caterina nimmt die Stelle an und bekommt so Zugang zu zwei noch nicht erforschten Truhen, die möglicherweise wertvolle Schätze aufbewahren.

Je mehr sie sich mit der Materie beschäftigt, desto mehr Fragen stellen sich Caterina. Hatte jener Vorfahr, ein begabter und erfolgreicher Komponist und Kirchenmann, etwas mit dem berühmtesten Mordfall jener Tage zu tun? Und welche Rolle spielt der elegante Rechtsanwalt Andrea Moretti aus unseren heutigen Tagen?

Über die Autorin

Donna Leon braucht man bei uns in Deutschland wohl nicht weiter vorzustellen. Sie ist schließlich durch ihren erfolgreichen Kommissar Guido Brunetti wohlbekannt.

Aber dennoch seien hier ein paar Worte verloren. Leon wurde 1942 in Montclair, New Jersey, geboren. Nach dem Studium in ihrer Heimat und in Siena sowie Perugia unterrichtete sie Englisch und englische Literatur. Anschließend arbeitete sie als Reisebegleiterin in Rom, als Werbetexterin in London und unterrichtete später an amerikanischen Schulen in der Schweiz, im Iran, in China und in Saudi-Arabien. Zuletzt war sie an der Außenstelle der Universität Maryland auf dem US-Luftwaffenstützpunkt Vicenza tätig, bis sie sich ausschließlich der Schriftstellerei widmete. Leon lebt und arbeitet seit 1981 in Venedig, kennt also die Stadt und weiß somit, worüber sie schreibt.

Über den Verlag

Der Diogenes Verlag wurde 1952 gegründet und ist heute unternehmensrechtlich als AG organisiert. Die Gesamtauflage seiner Bücher soll 200 Millionen Exemplare betragen. Bisher sind über 5.900 Titel erschienen, von denen etwa 1.700 bis heute vertrieben werden. Über seine wirtschaftliche Situation ist zumindest dem Autoren dieser Buchbesprechung nichts bekannt. Wikipedia berichtet in seinem Beitrag über den Verlag sehr ausführlich über dessen wechselvolle Geschichte, die wohl zumindest in der Anfangszeit einige Rückschläge hinnehmen mußte.

Die eigentliche Buchbesprechung

Die Leon löst sich in diesem Buch vom Krimi-Genre. Hier gibt es keinen allwissenden und stets erfolgreichen Detektiv, der einen komplizierten und mysteriösen Kriminalfall zu lösen hat. Vordergründig geht es eher um eine Schatzsuche: Wer kann eine wertvolle Erbschaft antreten?

Doch wie von der Leon nicht anders zu erwarten geht es hier um mehr. Die historische Figur des Agostino Steffani dient hier als geschichliche Figur, um die kulturellen und politischen Zeitumstände vorzustellen. Die Handlung ist an sein Leben angelehnt; wo die Realtität aufhört und die Fiktion anfängt, ist bei der Leon ja oft nur schwer auszumachen. Wer einmal in einem Lexikon nachschaut, wird dort sicherlich einige Daten über Steffani finden.

Das Buch ist aber auf jeden Fall mehr. Das Buch ist ein Blick in die deutsch-italienische Kulturgeschichte. Es ist aber noch mehr. Es ist ein Blick in die menschliche Seele. Inwieweit bestimmen Habgier und Mißtrauen einen Menschen und seinen Charakter? Wie wichtig sind Eigenschaften wie der Familiensinn? Wie wichtig ist Religion und religiöse Verblendung? Wer einen Sinn für solche Fragen hat, wird in diesem Buch bestimmt einige Punkte zum Nachdenken finden.

Das Fazit

Wer die Brunetti-Kriminalromane mag, wird die vielen Blicke in die Geschichte in diesem Buch möglicherweise für eine Länge halten, die getrost weggelassen werden könnte. Ein bißchen Dramatik und Action hätten schon für eine bessere Lesbarkeit gesorgt. Das Buch ist aber auch so eine anregende literarische Lektüre.

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