Dream Theater

Autorenwertung
  • Musik
    ein Buchein Buchein Buchein Buchhalbes Buch
  • Instrumentalisierung
    ein Buchein Buchein Buchein Buchein Buch
  • Vocals
    ein Buchein Buchein Buchein Buchhalbes Buch
  • Abwechslung
    ein Buchein Buchein Buchein Buchkein Buch
  • Hörspaß
    ein Buchein Buchein Buchein Buchhalbes Buch
  • Gesamt
    4.5 Sterne4.5 Sterne4.5 Sterne4.5 Sterne4.5 Sterne

Dream Theater

Dream Theater. Roadrunner Records (Warner) 2013, Audio CD, € 2,88

Rezension von: michaelkrause2 | Rezensionsdatum:

SEHR GUTES ALBUM MIT EINEM WAHREN SONGMONSTER ALS HÖHEPUNKT!

Die Band:

Die New Yorker Band ist eine der wichtigsten Vertreter des Progressive Metals, der Elemente des klassischen Heavy Metals mit Rockelementen der 1970er Jahre verbindet. Der Durchbruch gelang der Band mit dem zweiten Album „Images And Words“, das in den USA Goldstatus erreichte und noch heute eines der erfolgreichsten Progressive-Metal-Alben ist. Im September 2010 gab es eine gravierende Veränderung in der Besetzung der Band, als Drummer Mike Portony die Gruppe verließ. Mit Mike Mangini wurde jedoch ein adäquater Nachfolger gefunden, so dass die augenblickliche Besetzung aus James LaBrie (Gesang), John Myung (Bass), John Pertucci (Gitarre, Gesang), Jordan Rudess (Keyboards) und eben Mike Mangini besteht.

Das Album:

Zwei Jahre nach „A Dramatic Turn Of Events“ legen Dream Theater ihr neues Album vor, welches schlicht selbstbetitelt wurde. Wer dem Schaffen der amerikanischen Progressive Metaller schon länger folgt, weiß, dass das letzte Album ein Neuanfang war. Zur Überraschung vieler Fans, ließen sich Dream Theater davon nicht wirklich beeindrucken, zumal sie mit Mike Mangini einen hervorragenden neuen Mann gefunden haben. Der weltweite Erfolg des letzten Albums sollte dies auch untermauern. Umso gespannter war man jetzt auf das neue Werk.

Mit „The Enemy Inside“ gab es einen Vorboten, der überraschend hart daherkommt, aber trotzdem die typische Musikalität von Dream Theater besitzt. Acht weitere Songs haben es auf das Album geschafft. Die orchestrale Eröffnung „False Awakening Suite“ ist eine von vielen Fans willkommene Reminiszenz an die frühe Schaffensphase der Band. In diese Richtung ist auch das Instrumentalstück „Enigma Machine“ einzuordnen, das handwerklich sicher perfekt gespielt ist, jedoch etwas langatmig wirkt. Allerdings kann Mike Mangini hier beweisen, dass er ein würdiger Nachfolger von Mike Portnoy ist.

„The Looking Glass“ ist eine radiotaugliche, fast mainstreamhafte Nummer, die jedoch Dank der Stimme von James LaBrie ein verdammt guter Rocksong ist. Gleiches gilt für „Behind The Veil“ und „Surrender To Reason“. Gerade letztere Nummer ist für Dream Theater relativ hart und überzeugt durch eine tolle Basslinie von John Myung. Bei aller imposanten Instrumentalisierung kommen die Balladen von Dream Theater oft sehr ruhig und sparsam daher. Mit „The Bigger Picture“ und „Along For The Ride“ finden sich deren zwei auf dem Album, die zwar typisch für die Band sind, ohne dabei aber Kopien früherer Songs zu sein.

Und dann ist da noch „Illumination Theory“, ein 22minütiges Songmonster, das sich in fünf Kapitel unterteilt und den Hörer schon nach dem ersten Durchlauf mit offenem Mund zurücklässt. Mit diesem Titel haben sich James LaBrie, John Pertucci, John Myung, Jordan Ruders und Mike Mangini selbst ein Denkmal gesetzt, denn der Song nimmt den Hörer auf eine Reise, durch alle Stilrichtungen mit, für die Dream Theater seit Jahren bekannt sind. Fauchende Gitarrenriffs von John Pertucci gehören ebenso dazu wie James LaBrie’s kraftvolle Stimme und eine orchestrale Passage, die jeden Klassikfan überzeugen wird. Allein diese Nummer macht deutlich, welch außergewöhnliche Band hier am Werk ist.

Trackliste:

01 – False Awakening Suite

02 -The Enemy Inside

03 – The Looking Glass

04 – Enigma Machine

05 – The Bigger Picture

06 – Behind The Veil

07 – Surrender To Reason

08 – Along For The Ride

09 – Illumination Theory

 

Fazit:

Da Dream Theater in ihrer Diskografie schon viele Alben zu stehen haben, die von Fans und Kritikern als Meisterwerk bezeichnet wurden, ist es schwer, mit weiteren Superlativen um sich zu werfen. Legt man nur den letzten Song zu Gründe, wäre auch bei diesem Album der Begriff Meisterwerk sicherlich angebracht. Da die restlichen Songs zwar gewohnt gut sind, aber die eine oder andere Überraschung vermissen lassen, reden wir nur von einem wirklich guten Album. Dies ist bei Dream Theater jedoch ein Jammern auf äußerst hohem Niveau. Insgesamt ist „Dream Theater“ ein richtig gutes Album einer der interessantesten Bands der härteren Rockmusik, dessen Anschaffung sich allein durch „Illumination Theory“ rechtfertigt.

 

 

Wie bewerten Sie dieses Produkt?

Ihre Bewertung
1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne
Loading...

Schreiben Sie einen Kommentar