DRIVE

Autorenwertung
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  • Soundtrack
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  • Kamera
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  • Schnitt
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  • Darsteller
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  • Gesamt
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Drive [Blu-ray]

Ryan Gosling (Hauptdarsteller). Universum Film GmbH 2012, Blu-ray, € 9,79

Rezension von: Mr.Kay | Rezensionsdatum:

Drive, ein Film mit

Handlung

Die Story von „Drive“ ist simpel und erfindet dass Rad
auch sicher nicht neu. 

Kurzum ein namenloser Hollywood Stuntfahrer, verdient sich bei Nacht als Fluchtfahrer für Kriminelle etwas dazu, außerdem arbeitet er noch als Mechaniker. Eines Tages trifft er seine Nachbarin Irene zufällig im Fahrstuhl.

Die Beiden lernen sich nach einiger Zeit durch Zufälle besser kennen. Zwischen ihnen baut sich langsam eine Beziehung auf. Doch bevor sich zwischen den Beiden wirklich etwas entwickeln kann, kommt Irenes Mann aus dem Gefängnis und bringt reichlich Probleme mit.

Driver bietet an zu Helfen, doch dann geht alles schief… 

Trotz (oder vielleicht auch wegen) der simplen (und eigentlich bekannten) Handlung ist DRIVE ein herausragender Film, das liegt zu einem daran, dass der Film nicht Handlung sondern Stimmung und Atmosphäre übermitteln will.

Und Genau das macht es schwer, diesen Film anständig zu Rezensieren, aber versuchen wir mal eins nach dem anderen ab zu arbeiten.

Fangen wir mit dem Stil an:
Drive ist langsam erzählt und insgesamt sehr ruhig gehalten, nur gegen Ende geht es etwas drastischer zu, aber dazu kommen wir später.

Der Film zeichnet sich durch viele besonders ausgedehnte und vor allem langsame Szenen aus, die in der Regel mit einem wirklich tollen Soundtrack unterlegt, in diesen Szenen wird dann meist nicht gesprochen und genau da hat der Film seine besten Momente, wenn er sich einfach der Magie der Bilder hingibt.

Die Kunst ist es etwas alltägliches (z.b. eine Autofahrt) so darzustellen, dass sie wunderschön und interessant erscheint und genau das meistert DRIVE mit Bravour.

 Trotz aller Ruhe zieht der Film langsam aber sicher an und nähert sich unaufhörlich seinem Klimax. Mit einem Finale a la Transporter sollte man nicht rechnen, denn so ein Film, das hoffe ich bereits rüber gebracht zu haben, ist DRIVE auf keinen Fall.

Des weiteren enthält der Film ganz im Kontrast zu seiner Ruhe eine ganze Reihe Gewaltszenen, die die FSK 18 Freigabe locker rechtfertigen, doch auch die Erfüllen einen Zweck, doch aber auch dazu erst gleich mehr. 

Gehen wir jetzt einmal auf die Darsteller ein: 

Das vor allem das Ensemble aus Nebendarstellern wie (Breaking Bad), aber auch unsere weibliche Hauptdarstellerin Carey Mulligen wirklich toll agieren, darüber gibt es keine Diskussion, aber was ist mit unserem Hauptdarsteller Ryan Gosling, der Driver, die wichtigste Figur des Films?

Nun ich habe bereits von einigen Leuten gehört das sie finden, dass er zu wenige Emotionen zeigt und zu unterkühlt wirkt, also ich sehe das ganz anderes, er zeigt viel mit wenig, das ist ein deutlicher Unterschied.

Wenn man sich mal ein bisschen auf die Meta Ebene des Films begibt wird man zunächst einmal feststellen müssen, was der Driver für eine Figur ist. Er ist keines falls der coole Held, den man aus solchen Filmen kennt, er ist eine gestörte Person, sozial gänzlich verkrüppelt, sein einziger Freund ist sein Boss (Bryan Cranston) und viel Zeit verbringt er mit dem auch nicht.

Er kann kaum Gefühle zeigen, oder besser das darf er nicht, er lebt in einer kalten kriminellen Welt, in der er hart sein muss und in dem er Gewalt nicht scheuen darf und hier wären wir wieder bei der extremen Gewaltdarstellung und plötzlich ergibt alles einen Sinn, denn auch die spiegelt viele Eigenschaften der Figur wider und ist nicht willkürlich in den Film eingefügt.

Nun, wer den Film aufmerksam verfolgt hat wird außerdem feststellen, das die Figur im Laufe des Films langsam auftaut (In gewisser Weise handelt die erste Hälfte des Films sogar eher von dem Entstehen einer Beziehung und auch noch ganz fabelhaft porträtiert) und eben diesen schmalen Grad zwischen gestörtem Gangster und gleichzeitig guten Menschen der sich entwickelt, wandelt Gosling so perfekt, das ich dafür nichts als Respekt übrig hab. 

Zum Schluss nochmal kurz zur Kameraarbeit und Schnitt: Perfekt,Perfekt,Perfekt die langen Kamerafahrten und die wenigen Schnitte unterstreichen den Film außergewöhnlich gut und tragen viel zur Stimmung bei.

FAZIT

Das wird Kult, toll gespielt und toll bebildert. Außerdem eröffnet der Film zahlreiche Möglichkeiten zur Interpretation, siehe nur einmal die Fabel vom Frosch und dem Skorpion, die den Film auf interessante Art und Weise widerspiegelt und ihm sogar noch eine Moral verleiht. Welche das ist sollte aber jeder selbst raus finden, denke ich.

Bin gespannt auf den nächsten Nicolas Winding Refn Film!

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4 Kommentare to “DRIVE”

  1. Brento schreibt:

    Der Rezensent scheint nicht zu wissen, oder vergessen zu haben, das dieser Film eigentlich ein Remake von „The Driver“ von Walter Hill, mit Ryan O’Neil, Bruce Dern und Isabella Ajana von 1978 ist.

    Jener Fim (in der Original-Version)war ähnlich gut und tiefschürfend lakonisch, wie die aktuelle „Version“ vom Rezensenten beschrieben wird. Nur kann ich mir kaum vorstellen, das die Neuverfilmung die Dichte und Abgeklärtheit des Originals und die Spielkunst von Ryan O’Neal etwa erreichenmag!?

    So waren auch die Automobile damals um einiges hübscher und keine Ahnung wie die Szene in der Tiefgarage, bei der Ryan O’Neal damals als Probefahrt für einen neuen „Kunden“ einen roten Mercedes 300 fachmännisch zerlegt, in der neuen Version sicher noch „actionreicher“ gelöst wurde, aber den Charme des Originals kann und wird er nicht erreichen.

    Schade das der Rezensent die erste Version nicht kennt und sich daher auch nicht zur entsprechenden „Evaluation“ im Vergleich darauf bezieht,..!?

    Interesant das der Hauptdarsteller diesmal auch „Ryan“ heißt.

    MfG, B

  2. Mr.Kay schreibt:

    Leider scheint der Kommentator nicht zu wissen das DRIVE kein Remake sonder eine Literatur Verfilmung ist(basierend auf dem Buch von James Sallis), DRIVE weißt zwar ähnlichekiten zu eben diesem Film (Driver von Walter Hill)auf, ist aber nicht mit der Intetntion ein Remake zu drehen entstanden.
    Ich kenne THE DRIVER zwar, mir erschein es jedoch unnötig ihn hier einzubringen, übrigens hat DRIVE kaum action szenen, ich hatte eigentlich gehofft das klar gemacht zu haben, zumindest deutlich weniger als DRIVER.

    P.S.: Ja ich finde auch das alte Autos viel schöner sind, hab persöhnlich eine schwäche für Muscel Cars der 60-70 aber, gehört das in eine Rezension zu einem Film, ich glaube nicht, übrigens kommen auch in Drive viele alte Schlitten vor, wenn auch oft nur im Hintergrund, wer aufpasst kann unter anderem einen Plymouth Roadrunner und 2 Dodge Charger erspähen.

  3. Brett Baron schreibt:

    Hallo lieber Rezensent,

    der Film ist nach einem (dem gleichen Buch) gedreht, hatte aber nicht die Intention als „Remake“ aufzutreten? Wollen sie mich veräppeln? Als was denn sonst, die Handlung ist doch, wie du sie beschreibst, annähernd oder komplett „identisch“ und „Driver“ ist trotz einiger schnell gefahrener Szenen darin auch kein echter Action Film, sondern eher etwas Meditatives (auch im melancholischen Blick von Ryan O’Neil zu bestaunen)

    Trotzdem wird dieser, aktuellere Film ja nun ebenso in diesem Forum unter „Action Film“ behandelt, also? Und wer sagt, das persönlich gefärbte Eindrücke in einer ansprechenden Rezension (power cars) nichts zu suchen hätten? Stellt diese doch zumeist den individuell gefarbten, subjektiven (manchmal zu sehr objektivierten Eindruck) gegenüber einem Kunstwerk, etc. dar!?

    Und sogar der Hauptdarsteller heisst im Zweitwerk „Ryan“ (wie von mir bereits betont) was für ein Zufall aber auch!? Ist das kritische Distanz? Naja wir werden uns nicht streiten, bin halt anderer Ansicht, schaue mir mal gelegentlich die „neue unikatige Version“ detailierter an, Ciao und Gruß.

  4. Mr.Kay schreibt:

    Nein, Drive und Driver basieren eben nicht auf ein und dem selben Buch!
    Drive ist eine verfilmung eines James Sallis Romans aus dem Jahr 2005!!!
    Driver kann also nicht auf diesm Buch basieren!
    Ein bischen ahnung sollte man schon haben bevor man anfängt zu diskutieren.

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