Durch den Sand: Schriftstellerinnen in der Wüste

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Durch den Sand

Florence Hervé (Herausgeber). AvivA 2010, Gebundene Ausgabe, 224 Seiten, € 15,00

Rezension von: B.Agada | Rezensionsdatum:

Durch den Sand: Schriftstellerinnen in der Wüste von Florence Herve

Inhalt
Durch die Wüsten unserer Erde reisten nicht nur Forscher, Ethnologen, Geographen oder heute Touristen. Schon immer streiften auch Autoren, Reporter, Dichter und Schriftsteller durch den Sand und die unterschiedlichsten Landschaften der Wüsten. So vielfältig wie die Wüsten Asiens, Amerikas, Australiens und Afrikas sind, so zahlreich sind auch die Impressionen und Geschichten der 29 Schriftstellerinnen in diesem Buch. Im Vorwort gibt Florence Herve, selbst Journalistin und Herausgeberin dieser Anthologie, einen Überblick über die Geschichten und Auszüge der zitierten Bücher und Romane. Die Frauen haben die Wüsten in verschiedenen Epochen bis in das 17. Jahrhundert zurück bereist. Sie haben dabei ihre Erfahrungen in der Wüste Gobi, in der australischen Wüste, im Negev und in der größten Wüste der Erde, der Sahara, gemacht und notiert.

Es gibt verschiedene Möglichkeiten sich der Wüste zu nähern. Im ersten Teil wird das „Leben in der Wüste“ beschrieben, durch eigene Erfahrungen der dort aufgewachsenen Schriftstellerinnen wie Malika Mokeddem aus Algerien oder Miral al Tahawi aus Ägypten oder der Deutschen Sabine Kebir, die längere Zeit in Algerien gelebt hat. Sieben Autorinnen geben ihre Eindrücke und Erlebnisse wieder. Der zweite Teil, „Träume der Wüste“ enthält Auszüge aus Romanen und Gedichten. Zehn Schriftstellerinnen, wie Annette von Droste-Hülshoff, Olive Schreiner oder Ingeborg Bachmann kommen hier zu Wort und lassen ihrer Fantasien und ihren Träumereien freien Lauf.

Im dritten Teil geht es um das „Reisen in der Wüste“. Zwölf Schriftstellerinnen schildern ihre Reiseerlebnisse und Erfahrungen. Gertrude Bell, die Engländerin erlebt in Syrien ihre „erste Nacht in der Wüste“. Christa Wolf beschreibt eine „Wüstenfahrt“ in heutiger Zeit, Annemarie Schwarzenbach ist an Bord eines „Nachtflugs über die Wüste“ von Damaskus nach Bagdad. In „Mein Wüsten-Alphabet“ beschreibt Lisette Buchholz ihre Reise im Sinai von A bis Z. Zum Teil sind es kurze Darstellungen des Augenblicks, in dem „das Feuer…“ für den Tee oder den Abend entfacht wird, von Odette du Puigaudeau in Mauretanien oder „Sahara-Kontraste“ von der Herausgeberin Florence Herve selbst.

Die Herausgeberin
Die Herausgeberin des Buches, Florence Herve, ist promovierte Germanistin, Autorin und Dozentin. Sie veröffentlichte im Verlag unter anderem den Band „Sehnsucht nach den Bergen“ über Schriftstellerinnen im Gebirge. Die Französin lebt in Düsseldorf und im Finistere.

Fazit
Schon immer haben die Wüsten, Orte der vermeintlichen Leere, die Bewohner von dichtbesiedelten Gebieten angezogen. Ob Traum oder Alptraum, Mythos oder Legende, Freiheit oder Gefahr, in der Wüste kann man alles erfahren. Auch die Autorinnen erlebten manche schwierige Situation. Gerade die europäischen Reisenden wie Gertrude Bell oder Isabelle Eberhard gerieten sogar unter Spionageverdacht, da sie während der Kolonialzeiten in die von Engländern bzw. Franzosen besetzten Gebiete reisten. Es ist interessant, die verschiedenen Schilderungen von romantisch bis leidenschaftlich zu lesen und man kann sich gut in die Situationen der Schriftstellerinnen hineinversetzen. Am Ende des Buches werden die Autorinnen mit einer kurzen Vita vorgestellt und die Quellen der Beiträge angegeben. Das 222 Seiten starke Buch wird dabei durch zahlreiche Schwarzweiß-Aufnahmen ergänzt.

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