Ehrenwort

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Ehrenwort

Ingrid Noll. Diogenes 2010, Gebundene Ausgabe, 336 Seiten, € 9,00

Rezension von: gerdahutt | Rezensionsdatum:

Ehrenwort von

Inhalt:
„Ehrenwort“ ist ein Roman, der zwischen Familiendrama und Krimi angesiedelt ist. Der 90jährige Willy Knobel, der allein in seinem Haus in Dossenheim, einem Vorort von Heidelberg wohnt, stürzt und muß ins Krankenhaus. Seine Schwiegertochter Petra möchte ihn in ihr Haus aufnehmen und ihr Sohn Max auch. Aber der Ehemann Harald will dies partout nicht. Da es dem 90jährigen immer schlechter geht, finden sie kein Heim für ihn und nehmen ihn doch auf, in dem Glauben, es sei nur für eine kurze Zeit. Max kümmert sich rührend um den Opa und päppelt ihn auf. Harald und Petra sind verzweifelt. Harald versucht seinen Vater mit Schlafmitteln umzubringen, die er Cognac beimischt. Es schlägt zweimal fehl.  Eine Pflegekraft, die den Cognac getrunken hat, baut einen Unfall und stirbt an dessen Folgen. Die zweite Mixtur erwischt er selbst und kommt  beinahe ums Leben. Seine Frau Petra versucht es auch. Und wieder tappt ein anderer in die Falle, diesmal allerdings ein Einbrecher.

Max, der sich rührend um den Großvater kümmert, verliebt sich in die Pflegekraft Jenny und bändelt mit ihr an. Er ist in dunkle Machenschaften verwickelt und kommt daraus nicht heraus. Er wird erpresst, bis es zum Unglück kommt. Der Helfershelfer des Erpressers, der Max zusammenschlägt, falls er nicht pünktlich bezahlt, wird vom Großvater angeschossen, als er nachts in das Haus eindringen will. Jenny bringt ihn vollends um, da er sie früher vergewaltigt hat. Jetzt gilt es die Leiche zu beseitigen, was Jenny und Max auch gelingt.

Der Erpresser spioniert der Familie nach und kommt hinter das Geheimnis von Jenny und Max. Er will ihn wieder erpressen und dringt nachts in das Haus ein. Aber er findet nur Jenny vor, die er von früher kennt. Er greift sie an. Petra kommt ihr zu Hilfe und erschlägt den Eindringling. Auch diese Leiche lassen sie verschwinden. Max und Jenny sind nun frei.

Der Großvater, dem nicht entgeht, daß er im Hause seines Sohnes nicht willkommen ist, vermacht Max sein Haus in Dossenheim unter der Bedingung, daß sie zu zweit dort wohnen, bzw. zu dritt. Jenny soll auch mit. Das Leben mit Willy Knobel ist für Max nicht einfach, zumal der Opa immer öfters verwirrt ist und auf seine letzten Tage auch bösartig wird. Am Ende des Romans steht Max alleine da. Jenny verläßt ihn und der Opa stirbt.

Fazit:
Ein Krimi im herkömmlichen Sinne ist „Ehrenwort“ nicht. Es gibt genügend Morde, die nicht aufgeklärt werden, Intrigen und Verwicklungen in dem gut 300 Seiten umfaßenden Roman. Er ist spannend geschrieben und läßt sich in einem Zug lesen. Dem Erpresser und seinem Helferhelfer trauert keiner nach. Er zeigt aber auch überdeutlich auf, daß bei drei Generationen unter einem Dach nicht immer alles zum besten bestellt ist.

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