Ein allzu schönes Mädchen

Autorenwertung
  • Spannung
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  • Charaktere
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  • Story
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  • Unterhaltung
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  • Dialoge
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  • Gesamt
    3.5 Sterne3.5 Sterne3.5 Sterne3.5 Sterne3.5 Sterne
Rezension von: Andreas Kurth | Rezensionsdatum:

Erste Folge der Marthaler-Reihe

Nach dem großen Erfolg der Hörbuch-Version von „Die Akte Rosenherz“ hat der -Verlag jetzt auch die erste Folge der Reihe um Kommissar Robert Marthaler als Hörbuch heraus gebracht.  Sprecher ist wiederum Tatort-Kommissar Miroslav Nemetz – der seine Sache ganz ausgezeichnet macht. „Ein allzu schönes Mädchen“ beginnt nach dem Prolog eher unspektakulär. Marthaler ist im Urlaub – kann jedoch kaum  entspannen, denn bereits am ersten Tag bekommt er einen Telefon-Anruf, und wird gebeten, zurück in den Dienst zu kommen. Im ausgedehnten Wald zwischen Neu-Isenburg und Frankfurt hat ein Radfahrer eher zufällig eine Leiche entdeckt. Da der Tote keine Papiere bei sich hat, kann er nicht identifiziert werden. Die Kriminaltechniker haben immerhin den Hauch einer Spur – sie finden die Reste einer Tankquittung. Marthaler fährt daraufhin kurz entschlossen mit einem Kollegen zu einer kleinen Tankstelle bei Bruchsal, wo  die Quittung ausgestellt wurde.

Spannung und neue Dynamik
Dort erinnert sich der Neffe der Besitzerin daran, das Mord-Opfer mit zwei anderen Männern und einer jungen Frau in einem metallic-grünen Fiat Spider gesehen zu haben. Und der aufmerksame junge Mann hat sogar ein Teil des Kennzeichens für die Polizisten. Die Spur bringt die Ermittler zunächst nicht weiter, denn ein in Frage kommendes Auto soll gerade verkauft worden sein, und der Aufenthaltsort des Vorbesitzers ist derzeit nicht bekannt. Als jedoch plötzlich ein Bräutigam als vermisst gemeldet wird, der nicht zur Hochzeit erschienen ist, geht der Kommissar einer neuen heißen Spur nach. Die Handlung bekommt enorm Dynamik, und es bleibt bis zum überraschenden Finale hochgradig spannend.

Sympathische Figur
Der Ermittler Robert Marthaler wird schon in diesem ersten Band der Reihe von als zuweilen einsamer, ein wenig kauziger Ermittler vorgestellt. Die Einsamkeit ist allerdings keineswegs freiwillig, denn seine über alles geliebte Frau Katharina starb vor Jahren als Geisel bei einem Bankraub. Nach dem traumatischen Vorfall ging Marthaler in den Polizeidienst und zog nach Frankfurt. Seghers präsentiert seinen Lesern eine durchweg sympathische Figur – nachdenklich, zuweilen voller Selbstzweifel, an die Gerechtigkeit glaubend und noch nicht vom Ermittlungsalltag bei der Mordkommission zermürbt. Die erste Folge der Marthaler-Reihe ist zwar ein wenig kurz geraten, manches würde man sich etwas ausführlicher und komplizierter wünschen, aber dadurch hat seiner Figur auf jeden Fall genug Entwicklungspotenzial gelassen.

Lust auf mehr

Der Autor hat einen angenehmen Stil, kurze und prägnante   Sätze, die von Miroslav Nemec ausgezeichnet wiedergegeben werden. Der Roman ist sprachlich ausgefeilt und wäre ein ausgezeichnetes Buch, wenn die Geschichte bis zum Ende ausgefeilt wäre. Leider ist die Handlung relativ leicht durchschaubar, immerhin kommt das rasante Ende noch einmal recht überraschend daher. Wer bereits „Die Akte Rosenherz“ gehört hat, weiß immerhin, dass Jan Seghers es durchaus noch besser kann. Insgesamt betrachtet,  ist der Start der Serie jedoch ein wichtiger Baustein für die gesamte Reihe, und macht durchaus Lust auf mehr. Und der Serien-Auftakt liefert einige wichtige biografische Bausteine der Geschichte von Kommissar Robert Marthaler nach. So lernt er in diesem Roman seine spätere Lebensgefährtin kennen – auch wenn er sich lange gegen seine Gefühle wehrt. Alles in allem nicht nur für Fans von Jan Seghers hörenswert.

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