Ein Spion auf der Flucht

Autorenwertung
  • Spannung
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  • Unterhaltung
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  • Aufmachung
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  • Charaktere
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  • Abenteuer
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  • Gesamt
    3.5 Sterne3.5 Sterne3.5 Sterne3.5 Sterne3.5 Sterne
Rezension von: AndreasRuedig | Rezensionsdatum:

: TKKG Spion auf der Flucht

Als Zeichenlehrer Lattmann mit einem gebrochenen Bein zu Hause im Bett liegt, muß er hilflos mitansehen, wie ein finsterer Typ im Nachbarhaus die kleine Sabine überfällt. Lattmann kann sich zum Glück genau merken, wie der Übeltäter aussieht. So haben TKKG – die Abkürzung steht für Tim, Karl, Klößchen und Gaby – wenigstens einen Ansatzpunkt für ihre Ermittlungen.

Das Buch – eine Besprechung

Das Buch ist für Jungen und Mädchen ab 9 Jahren gedacht. Die Geschichte ist demensprechend auch sehr kindgerecht und damit zielgruppenorientiert geschrieben. Auf sehr oberflächliche Art und Weise wird hier erzählt,  wie die vier Jugendlichen gleich mehrere Verbrecher dingfest machen, wobei ihnen hier ungewohnterweise ihre Schulkameraden helfen.

Das vorliegende Buch stammt zwar aus den `80er Jahren; hinsichtlich der Aufmachung könnte es aber durchaus aus den `70er Jahren stammen. Der Buchdeckel ist in dem charakteristischen Dunkelblau der Buchreihe gehalten. Neben Autorenname und Titel ist dort das „ein Fall für TKKG“-Logo und ein gemaltes, farbiges Titelbild zu sehen. Gleich zu Beginn werden die Titelhelden vorgestellt und zwar mit Text und Zeichnung. Jedem von ihnen steht eine Seite zu. Im weiteren Verlauf des Buches gibt es viele großformatige, teilweise sogar zweiseitige Zeichnungen. In dem Text werden vermeintliche Fremdworte, die Kinder unter Umständen nicht verstehen, ins Deutsche übersetzt. Dies sind Besonderheiten, die andere Jugendbuchreihen nicht vorweisen.

Ein paar Hintergrundinformationen

Die ersten TKKG-Bücher wurden 1979 anläßlich der Frankfurter Buchmesse veröffentlicht. „Stefan Wolf“ ist das Pseudonym von Rolf Kalmuczak. Auch der Tod Kalmuczaks 1987 konnte die Fortsetzung der Buchreihe nicht verhindert – die Geschichten werden inzwischen von einem kleinen Autorenteam geschrieben.

Die Bücher werden heute nicht mehr bei , sondern im cbj-Verlag herausgegeben. Die Geschichten gibt es natürlich auch als Hörbücher.

Eine persönliche Bemerkung

Die Internetenzyklopädie Wikipedia beschreibt TKKG als „neben der Buchreihe Die drei ??? als kommerziell erfolgreichste Serie ihres Genres“. Hier sind Zweifel angebracht. Ein Besuch im Düsseldorfer und Duisburger Buchhandel zeigt, daß TKKG dort weder in Printform noch als Hörbuch erhältlich ist. Die Mayersche Buchhandlung ist ein Beispiel dafür. Dort muss ein gewöhnlicher Titel extra beim Verlag bestellt werden. Diese Ausführungen geben den Sachstand vom Januar 2012 wieder.

Wolf

„Stefan Wolf“ ist – wie schon oben gesagt – das Pseudonym von Rolf Kalmaczak. Er wurde am 17. April 1938 in Nordhausen/Harz; gestorben ist er am 10. März 2007 in Garmisch-Partenkirchen. Kalmuczak war Redakteur bei Tageszeitungen, freier Mitarbeiter bei Stern und Quick, Lektor und einer der Autoren der Jerry-Cotton-Reihe. Bekannt wurde er vor allem als „Stefan Wolf“ mit der TKKG-Buchreihe.

Kritik – oder was?

Die Sekundärliteratur benennt auch mehrere zentrale Kritikpunkte an der Serie. Bezüglich der Charaktere verwendet Wolf demnach „häufig“ Klischees, was beispielsweise Aussehen, Gruppenzugehörigkeit oder Beruf anbelangt. Die Charaktere werden sehr stereotyp dargestellt. Tim ist intelligent und sportlich, Klößchen ist verfressen (was inbesondere Schokolade anbelangt) und unsportlich, die Verbrecher oft dümmlich. Die in den Büchern benutzte Sprache ist vermeintlcih an die Jugend- und Umgangssprache angelehnt.

Fazit

Diese Kritik ist teilweise nachvollziehbar. Die Charaktere sind hier tatsächlich einfach gestrickt. Die hier benutzte Sprache habe ich persönlich nie als Umgangssprache, geweige denn als spezifische Jugendsprache kennengelernt. Was ihre technische Ausstattung anbelangt, sind TKKG hoffnungslos rückständig. Sachen wie Computer, Handy in all seinen Formen, Rollbretter und ähnliches ist hier völlig unbekannt. TKKG ist in nur 2 Jahrzehnten unmodern geworden. Von daher ist es für mich nicht verwunderlich, daß TKKG heute aus den Buchläden verschwunden ist.

 

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