Eine Art Familientreffen

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Eine Art Familientreffen (Kerr-Hitler-Trilogie, Band 3)

Annemarie Böll (Übersetzer). Ravensburger Buchverlag 1997, Taschenbuch, 256 Seiten, € 4,95

Rezension von: DieBücherDiebin | Rezensionsdatum:

Eine Art Familientreffen von

Inhalt

Der Krieg ist seit Jahren vorüber und Anna lebt in Englang, zusammen mit ihrem Mann Richard. Sie arbeitet beim Fernsehsender der BBC, bei welchem ihr Gatte ein hohes Tier ist, und wird schließlich in eine höhere Postition befördert. Alles scheint perfekt. Es ist immer genügend Geld im Haus und man muss sich keine Sorgen mehr darüber machen, das im nächsten Moment eine Bombe aus dem Himmel fällt. Einzig die Tatsache das Annas Vater dies nicht mehr miterleben kann ist traurig. Er war ein gutes Stück älter als Annas Mutter, und nach seinem Tod hatte diese wieder geheiratet. Als dann plötzliche in Telegramm und anschließend ein Anruf von Konrad, dem neuen Gatten ihrer Mutter, kommt, ahnt die junge Frau nichts gutes. Sie erfährt das ihre Mutter im Krankenhaus liegt, wegen einer Lungenentzündung, und wird gebeten schnellst möglich nach Deutschland zu reisen. Widerwillig lässt Anna ihre neue Stelle und ihren Ehemann zurück und reist in das Land, vor dem sie Jahre zuvor geflohen ist.

In Deutschland hatte sich viel verändert. Die meisten Gebäude die Anna aus der Kindheit erkannt hätte mussten wiederaufgebaut werden, weil sie von Kriegsbomben zerstört waren. Aber Anna bedauerte das wenig. Mit Deutschland verband sie von vorherein wenig. Und es war ihr unangenehm wegen ihrer Mutter hierher zu reisen. Aber gleichzeitig hätte Anna auch Schuldgefühle gehabt, wenn ihre Mutter beispielsweise sterben würde. Und sie hatte ihr in letzter Zeit kaum geschrieben. Konrad erzählt Anna etwas erschreckendes: Ihre Mutter lag nicht einzig wegen einer Lungenentzündung im Krankenhaus, nein, sie hatte versucht sie umzubringen, indem sie eine Überdosis Tabletten schluckte. Das hatte Anna so unvorbereitet getroffen, das sie gleich dachte, sie sei daran schlud, weil sie ihr so wenig geschrieben hatte. Doch dann klärt sie der Gatte von ihrer Mutter darüber auf, das er , als Annas Mutter vereist war, eine Affäre mit einer jüngeren Frau hatte. Diese arbeitete bei ihm im Büro. Und jetzt lag Annas Mutter im Krankenhaus.

Anna besuchte ihre Mutter jeden Tag und versuchte sie aus dem Koma zu rufen, so hatten es ihr die Ärzte geraten. Doch es schien erst erfolglos. Schließlich wurde sogar Max, Annas älterer Bruder kontaktiert. Dieser reiste kurzer Hand aus seinem Urlaub in Griechenland nach Deutschland ein und besuchte die Mutter ebenfalls. Sie erwachte bald wieder und von da an ging es nur noch um Max, wie herzlich es sei das er gekommen ist und das er doch deswegen seinen Urlaub nicht hätte unterbrechen müssen. Anna wird vollkommen an den Rand gestellt und das passt ihr natürlich nicht. Sie war fast eine Woche lang in Deutschland und hatte ihre neue Stelle vorzeitig ablehnen müssen und dennoch wurde ihr nicht gedankt. Aber Anna war es andererseits auch nicht anders gewohnt. Ihr Vater war die Person gewesen, die Anna miteingebunden hatte. Ohne ihn lief es einfach nicht mehr.

Die Mutter erholte sich sehr gut, obwohl sie weiterhin bedauerte das sie nicht gestorben ist. Max reiste zurück um seine Frau und seine Kinder auf der griechischen Insel nach Hause zu holen und auch Anna nimmt Abschied von ihrer Mutter als es ihr wieder gut genug ging um den Abschied zu verkraften.

In England freut sich Anna am meisten auf ihren Ehemann Richard. Und dann kommt noch etwas ziemlich erfreudiges dazu: Anna ist schwanger.

Fazit

Mit diesem letzten Band schließt die Triologie von Judith Kerr. Ich fand die Story war teilweise schon bewegend, aber mir hätten zwei Bände voll und ganz gereicht. Es ging im wesentlichen eigentlich nur um die Mutter die die ganze Zeit bedauert nicht gestorben zu sein. Das wird auf Dauer etwas lästig und man legt das Buch schnell wieder zur Seite. Wer die Vorbände bereits gelesen hat, und umbedingt wissen möchte wie es weiter geht, für den ist es eine Empfehlung, aber ansonsten tendiere ich lieber zu „Als Hitler das rosa Kaninchen stahl“ und „Warten bis der Frieden kommt“.

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