Eisnacht

Autorenwertung
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Eisnacht

Christoph Göhler (Übersetzer). Blanvalet Taschenbuch Verlag 2009, Taschenbuch, 512 Seiten, € 5,00

Rezension von: Kokoro | Rezensionsdatum:

Eisnacht von

Inhalt
Es ist Winter, ein Schneesturm naht: Lilly Martins und ihr Mann Dutch haben sich scheiden lassen und – und damit beginnt die Geschichte – haben als letzten gemeinsam Akt der Ehe gerade ihr Wochenendhäuschen in Cleary, in den Bergen von North Carolina, verkauft. Sie räumen noch letzte Reste aus der Hütte, bevor sie endgültig getrennte Wege gehen: Sie zurück als Zeitschriftenredakteurin nach Atlanta, er als Polizeichef in seiner Heimatstadt Cleary – nachdem er in Atlanta gekündigt worden war. Die Ehe der beiden hatte massiv gelitten, nachdem sie ihre dreijährige Tochter durch Krebs verloren hatten: Dutch trank viel, vergnügte sich mit anderen Frauen und schlug Lilly sogar einmal- letztendlich der Anlass für die Scheidung. Nach der Aufteilung der Kisten in der Hütte macht sich Dutch auf den Weg, Lilly will sich einen Moment noch ausruhen – und erwacht einige Stunden später aus ihrem Nickerchen. Aus dem kalten Winterwetter ist mittlerweile ein starker Schneesturm geworden, aber noch scheint die Heimreise möglich.

Auf dem Weg bergab, man kann kaum die Hand vor Augen sehen, springt bzw. fällt ihr plötzlich ein Mann vors Auto und wird verletzt. Es ist, wie sie erkennt, Ben Tierney, ein freier Abenteuer-Outdoor-Schriftsteller, den sie im letzten Sommer einmal auf einer Kajakfahrt kennengelernt hatte – beide hatten sich auf Anhieb sympathisch gefunden, Lilly hatte jedoch seine Einladung mit Verweis auf ihre – damals noch bestehende – Ehe abgelehnt. Da das Auto kaputt ist, machen sich beide auf den Weg zurück zur nahe gelegenen Hütte. Der Schneesturm ist mittlerweile so stark, die Temperaturen so weit unter Minus, dass sie fürchten, dass bald der Strom ausfällt und das Wasser einfriert. Also machen sie sich daran, sich für einige Tage mit Feuerholz und Trinkwasser in der Hütte vorzubereiten. Was Tierney in der Gegend – und vor allem so plötzlich vor ihrem Auto – macht, verrät er nicht. Lilly macht sich unter anderem wegen seiner ausweichenden Antworten jedoch ein wenig Sorgen, da in der Gegend in den letzten 2 Jahren 5 Frauen spurlos verschwunden sind.

Das Handynetz ist fast zusammengebrochen, dennoch schafft sie es, eine kurze Nachricht an ihren Ex-Mann abzusetzen, so dass dieser weiß, wo sie ist und sie im schlimmsten Fall retten kann. Der eisige Sturm macht jedoch alle Versuche zunichte, und so verbringen Lilly und Ben Tierney die Nacht in der Hütte. Im Tal kochen derweil die Gemüter hoch wegen der 5 Frauen, von denen man vermutet, dass sie ermordet wurden; die fünfte war ein junges Mädchen, das erst vor kurzem verschwunden ist, und die Eltern stellen den Polizeichef Dutch zur Rede. Doch seine Suche bis zu den Schneetagen hat nichts ergeben. Das FBI schaltet sich ein, da einige Spuren nach Cleary führen – etwa das Verhalten Tierneys, der sich seit 2 Jahren regelmäßig immer wieder in der Gegend um Cleary aufhält und einige verdächtige Gegenstände gekauft hat.

Die Gemüter in der kleinen Stadt kochen hoch, die einzelnen Akteure haben alle etwas zu verbergen, aber wer ist der Mörder? William Ritt, der lokale Apotheker, der mit seiner ebenfalls ledigen Schwester und Lehrerin Marilee zusammenwohnt und unter der Hand Medikamente herausgibt? Wes Hamer, ein Lokalpolitiker und Sportchef der Highschool, der seine Frau betrügt und seinen Sohn Scott auf Biegen und Brechen zum Sportstar machen will und seinem alten Kumpel Dutch die Position des Polizeichefs vermittelt hat? Oder doch Ben Tierney, auf den alle Hinweise deuten?

Mittlerweile erhöht sich auch die Spannung in der Hütte, Lilly, die an schwerem Asthma leidet, vermutet ebenfalls, dass Tierney der gesuchte Verbrecher ist, und hat ihn nach einer gemeinsamen Liebesnacht mit seinen eigenen Handschellen ans Bett gefesselt, befreit ihn aber wieder, da sie wegen ihres Asthmas und des drohenden Erstickungstodes keine andere Wahl hat. Und Tierney fesselt nun seinerseits Lilly (nachdem er Medikamente aus dem Auto geholt hat) und flieht aus der Hütte…

Fazit
Ein wirklich spannender Thriller von Sandra Brown vom Anfang bis zum Ende. Anders als etwa bei „Rage -Zorn“ sagt man sich hier trotz gleicher Seitenzahl (etwa 500) nach der Hälfte nicht: „Eigentlich könnte man hier die Story auch gut beenden, die Charaktere sind gut eingeführt, jetzt fehlt nur noch die Auflösung. Nein, die Story ist gut, sehr gut aufgebaut mit verschiedenen Charakteren einer typisch amerikanischen Kleinstadt, und es geht immer weiter mit der Spannung, die nicht nachlässt. Die Übersetzung ist wieder sehr gut gelungen, die Dialoge wirken natürlich und auch die Handlung wurde sehr schön flüssig übersetzt, ohne, daß man stets im anderen Ohr sofort merkt, wie das Original wohl gelautet hat. Wirklich Kompliment hier auch für den Übersetzer!

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